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E-Autos fördern: VW-Chef will Diesel-Steuervorteile streichen

Auf Diesel ist die Mineralölsteuer 18,4 Cent niedriger als auf Benzin. Volkswagen-Chef Matthias Müller plädiert dafür, diesen Steuervorteil abzuschaffen und das Geld in den Aufbau der Elektromobilität zu stecken.
/ Andreas Donath
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Volkswagen setzt auf Elektroautos. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Volkswagen setzt auf Elektroautos. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller hat sich für einen Abbau der Steuervorteile für Dieselkraftstoff ausgesprochen. Diese kosten den Staat rund acht Milliarden Euro jährlich(öffnet im neuen Fenster) . Würde der Steuervorteil beseitigt, könnten die Einnahmen für den Ausbau der Elektromobilität genutzt werden, sagte Müller dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . Allerdings werden Diesel-Pkw nur mit dreieinhalb Milliarden Euro subventioniert, der Rest betrifft Lkw und andere Fahrzeuge. Dafür zahlen Dieselfahrer eine höhere Kfz-Steuer.

Elektro-Crossover ID Crozz - VW
Elektro-Crossover ID Crozz - VW (02:07)

"Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden," betonte Müller. Der Vorteil solle jedoch nicht plötzlich, sondern schrittweise abgebaut werden. Zudem sollten Anreize für Elektroautos geschaffen werden. Für VW stelle dies kein Problem dar, Existenzängste seien unberechtigt.

Auch von anderer Seite wird gefordert, aktiv den Diesel zu verteuern: Deutschland braucht laut einem Gutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) doch die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestagswahlkampf abgelehnte Elektroautoquote. Auch die niedrigere Kraftstoffsteuer auf Diesel solle demnach auf das Niveau von Benzin angehoben werden. Zudem solle eine Maut nicht nur für Lkw, sondern auch für Pkw eingeführt werden, die streckenabhängig und flächendeckend erhoben werden solle. Die Elektroautoquote solle schon 2025 25 Prozent betragen.


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