Verwaltungsrat: Alphabet-Chef Eric Schmidt gibt den Posten auf

Nach 17 Jahren in der Konzernführung gibt Eric Schmidt seinen Job als Verwaltungsratsvorsitzender von Alphabet auf. Er war zehn Jahre lang Google-Chef und "erwachsene Aufsichtsperson" für Page und Brin.

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Eric Schmidt im Oktober 2014
Eric Schmidt im Oktober 2014 (Bild: bmwi.de/Screenshot: Golem.de)

Eric Schmidt, Verwaltungsratsvorsitzender der Google-Muttergesellschaft Alphabet, tritt unerwartet ab. Das gab das Unternehmen bekannt. Er hatte als Executive Chairman of the Board of Directors Mitspracherecht über die Strategie des Unternehmens und war 17 Jahre in der Konzernführung.

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In den vergangenen Jahren habe er viel Zeit mit Wissenschaft, Technologie und Wohltätigkeit verbracht, das wolle er nun ausweiten, sagte Schmidt. Der 62jährige werde Mitglied im Verwaltungsrat bleiben und weiter als technologischer Berater aktiv sein, teilte Alphabet mit. "Larry, Sergey, Sundar und ich sind alle der Meinung, dass die Zeit in Alphabet für diesen Übergang reif ist. Die Alphabet-Struktur funktioniert gut und Google und die anderen Wetten florieren", sagte Schmidt. Der jetzige Google-Chef heißt Sundar Pichai. Pichai führt Google erst seit dem Konzernumbau, als der Suchmaschinenkonzern die Holding Alphabet schuf. Zuvor leitete er Googles Mobilgeschäft und galt lange als rechte Hand von Page.

Schmidt und der Streit vor vielen Jahren

Schmidt wurde im Jahr 2001 Chef des Google-Konzerns und teilte sich die Führung mit den jungen Gründern Sergey Brin und Larry Page. Schmidt habe sich oft selbst scherzhaft als "erwachsene Aufsichtsperson" für Page und Brin bezeichnet, berichtete ein Insider. Zehn Jahre danach trat er von dem Chefposten zurück und Page übernahm. Schmidt wurde Vorsitzender des Verwaltungsrates und blieb auf dem Posten, als im Jahr 2015 der neue Dachkonzern Alphabet gegründet wurde.

Den Posten als Vorstandsvorsitzender soll er damals wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Konzerngründern aufgegeben haben. Schmidt soll verärgert darüber gewesen sein, dass die Gründer den Suchmaschinenmarkt in China aufgegeben haben. Die Entscheidung, keine zensierten Suchergebnisse nach den Vorgaben der chinesischen Machthaber mehr bereitzustellen, sollen Page und Brin gegen den entschiedenen Widerstand von Schmidt durchgesetzt haben.

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