Elektromobilität: Shenzhen elektrifiziert den Personennahverkehr
Leb wohl, Dieselbus: Die südchinesische Stadt Shenzhen stellt die städtischen Busse auf Elektroantrieb um. Shenzhen ist damit sie erste Stadt der Welt, die nur nur noch elektrische Busse einsetzt. Sie betreibt weltweit die größte Flotte von Elektrobussen.
Im Dezember hat die Stadt noch einmal 1.000 Busse mit Elektroantrieb angeschafft. Sie werden die gleiche Anzahl Dieselbusse ersetzen. Es sind die letzten Busse mit Verbrennungsantrieb, die die Nachbarstadt von Hongkong stilllegt. Damit fahren alle 16.000 Busse der Stadt elektrisch.
Die Elektrifizierung ist abgeschlossen
Shenzhen hatte den Umstieg vor einigen Jahren beschlossen. Die ersten 200 Elektrobusse wurden 2011 in Betrieb genommen. 2015, da waren 3.600 E-Busse unterwegs, beschloss die Stadtregierung den kompletten Umstieg auf die sauberen Busse innerhalb von drei Jahren. Mit der Anschaffung der 1.000 Busse ist das Ziel zum Jahreswechsel 2017/18 erreicht.
Der Großteil der Busse stammt von BYD. Der Autohersteller ist in Shenzhen ansässig. Shenzhen liegt in der südchinesischen Provinz Guangdong und grenzt direkt an Hongkong. Dort leben rund elf Millionen Menschen. Durch die Elektrifizierung der Busse sollen in Shenzhen etwa 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr weniger emittiert werden.
Fast alle E-Busse fahren in China
Insgesamt sind in China schon mehr als 170.000 elektrische Linien- und Reisebusse unterwegs . Weltweit sind es laut dem Bericht des Zero Emission Urban Bus System (Zeeus) rund 173.000.

In Deutschland verläuft die Inbetriebnahme von Elektrobussen schleppend, derzeit sind nicht einmal 200 im Einsatz. Vor einigen Tagen haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) 45 E-Busse gekauft. Die Stadt hatte zusammen mit Hamburg 2016 eine gemeinsame Beschaffungsinitiative für E-Busse beschlossen.
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