Cloud Imperium Games: Crytek klagt gegen Weltraumspiel Star Citizen

Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek klagt wegen der Cryengine gegen die Macher von Star Citizen. Es geht unter anderem um die Verwendung in zwei Spielen, um Amazon und um Logos - ein langer und teurer Rechtsstreit droht.

Artikel veröffentlicht am ,
Um Star Citizen droht ein Rechtsstreit mit Crytek.
Um Star Citizen droht ein Rechtsstreit mit Crytek. (Bild: Cloud Imperium Games)

An einem Gericht in Kalifornien hat das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek eine Klage gegen Cloud Imperium Games und Roberts Space Industries eingereicht. Dabei geht es um das Weltraumspiel, konkret vor allem um die Engine des Titels. Ursprünglich hatten die beiden Unternehmen vereinbart, dass Cloud Imperium Games die Cryengine für sein Weltraumspiel Star Citizen verwendet.

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Seit dem Vertragsabschluss Ende 2012 hat sich aber viel verändert: So hat Cloud Imperium Games die Cryengine stark modifiziert. Mitte 2015 etwa erklärte Chefentwickler Chris Roberts im Gespräch mit Golem.de, dass sein Team die Laufzeitumgebung von einer 32-Bit- auf eine 64-Bit-Basis umgestellt habe, um ein wesentlich größeres Universum bauen zu können. Irgendwann sprach Cloud Imperium Games dann auch nicht mehr von der Cryengine, sondern von der Star Engine - und ließ die Logos von Crytek weg.

Ende 2016 kündigte Cloud Imperium Games dann wiederum an, die Lumberyard-Engine von Amazon zu verwenden. Die ist ein Fork der Cryengine von Crytek. Das bedeutet: Amazon hatte den kompletten Code der Cryengine mit allen Rechten gekauft, seitdem entwickeln die beiden Engines ihre jeweilige Version der Engine unabhängig weiter. Cloud Imperium Games soll laut der Klage aber ausdrücklich zugesagt haben, die Cryengine für Star Citizen zu verwenden.

Als dritten großen Verstoß gegen den Vertrag von 2012 nennt Crytek die Tatsache, dass Cloud Imperium Games nicht nur ein Spiel produziert, sondern zwei. Neben dem Multiplayertitel Star Citizen entsteht nämlich noch der Einzelspielertitel Squadron 42. Der war ursprünglich als eine Art Kampagne für Star Citizen geplant, wurde dann aber gewissermaßen ausgelagert. Nach aktuellem Stand würde Crytek für Squadron 42 keine Lizenzzahlungen bekommen.

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Crytek verlangt nun von Cloud Imperium Games Schadensersatz. Als eine Art Basissumme werden 75.000 US-Dollar genannt, tatsächlich dürfte Crytek aber deutlich mehr wollen. Außerdem will das Frankfurter Studio wieder korrekt in den Credits und anderen Materialien genannt werden. Allerdings droht nicht nur wegen der komplexen technischen Sachverhalte ein langer Rechtsstreit, sondern auch, weil Cloud Imperium Games und Crytek eng miteinander verbandelt waren.

So wurde der Vertrag damals für Cloud Imperium Games von einem Frankfurter Rechtsanwalt ausgehandelt - ein langjähriger Geschäftspartner von Chris Roberts. Dieser Anwalt hat aber bereits früher auch eng mit Crytek zusammengearbeitet, sodass es alle Arten von Nebenabsprachen geben könnte. Für Crytek wiederum war bei den Verhandlungen damals ein Angestellter verantwortlich, der später bei Cloud Imperium Games angestellt war.

Eigentlich hatten die beiden Firmen sogar vertraglich vereinbart, sich bei der Weiterentwicklung der Cryengine zu helfen. Cloud Imperium Games sollte mindestens einmal jährlich einen Bericht über Fehlerkorrekturen und Optimierungen an Crytek liefern, was aber irgendwann wohl nicht mehr geschah. Crytek hatte nach eigenen Angaben Ende 2015 einen solchen Bericht angefordert, aber keine zufriedenstellende Antwort erhalten.

Cloud Imperium Games soll stattdessen Details der Engine, die vertraulich bleiben sollten, öffentlich gemacht haben, unter anderem in einer Videoserie namens Bugsmashers, in der es um Fehler im Code geht.

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|=H 15. Dez 2017

Also ich meine schon öfter gelesen zu haben, dass die bei erfolgversprechenden Fällen...

n0x30n 15. Dez 2017

Das kommt wohl eher aus den Mitteln, die sie durch den Wechsel der Engine eingespart...

Lanski 15. Dez 2017

Das Spiel womit sie Leute gewinnen wollten war Americas Army 1 und 2 und war auf der UT...

Trollversteher 15. Dez 2017

Wenn auf dem Schraubendreher dick und fett "Dummyspielzeug - nicht zum Eindrehen von...



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