Golem-Wochenrückblick Wir waren auf Microsofts neuer und riesiger Messe Ignite unterwegs, haben uns mit AMDs Ankündigungen beschäftigt und viele, viele Stunden im NSA-Ausschuss verbracht. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Das anlasslose millionenfache Sammeln von Daten über US-Bürger durch die NSA ist nicht durch den Patriot Act gedeckt und somit illegal, entschied ein Bundesgericht in New York. Gestoppt wird die Telefonüberwachung vorerst aber nicht.
Re:publica2015 Was können wir gegen Datenspäher tun? Wie sieht die Zukunft des Fernsehens aus? Und wieso gelten Anonymous nicht als Terroristen? Fünf steile Thesen von der Re:publica.
Es ist eine außergewöhnlich destruktive Malware: Rombertik überschreibt den MBR eines Rechners, wenn ihr die Enttarnung droht. Bleibt Rombertik unentdeckt, greift es Eingaben im Browser ab.
Smarte Städte könnten zum Ziel von Hackerangriffen werden. Durch die zunehmende Vernetzung potenzieren sich die Sicherheitslücken, wie eine Studie zeigt.
Keine 24 Stunden, nachdem Google seine neue Chrome-Erweiterung zum Passwortschutz vorgestellt hat, haben IT-Sicherheitsforscher ihn bereits ausgehebelt. Kurz darauf veröffentlichte Google eine korrigierte Version des Plugins.
Sie galten als nahezu verschwunden, nun tauchen sie vermehrt wieder auf: Viren und Trojaner, die in Makros in Microsofts Office-Dokumenten versteckt sind. Microsoft selbst warnt jetzt wieder vor ihnen.
Eine schwer aufzuspürende Malware mit dem Namen Mumblehard schaltet Linux- und BSD-Server zu einem Botnet zusammen, über das Spam verbreitet wird. Die Zahl der infizierten Rechner soll in den letzten Wochen stark angestiegen sein.
Programmierfehler, fehlerhafte Konfiguration oder staatlicher Schutzwall? Das chinesische Internet leitet massenhaft Verkehr in die Irre. Der Ärger beginnt mit dem kleinen blauen Facebook-Knopf.
Entwarnung bei Whatsapp für Android: Anrufe über die Telefoniefunktion werden nicht aufgezeichnet und lokal abgespeichert. Lediglich mit einer internen Testversion sei das möglich, sagt das Unternehmen.
Update Eine Cross-Site-Scripting-Sicherheitslücke gefährdet Nutzer von Wordpress-Blogs. Einen Fix gibt es noch nicht. Laut dem Entdecker der Lücke wurden seine Warnungen von Wordpress ignoriert.
Verschiedene Antiviren-Programme enthalten Features, um verschlüsselte HTTPS-Verbindungen zu scannen. Dabei gefährden sie die Sicherheit der Verschlüsselung. Besonders drastisch: In der aktuellen Version von Kaspersky ist die Freak-Sicherheitslücke noch nicht geschlossen.
Weder die in Apples OS X integrierten Schutzmechanismen noch Antivirensoftware verhindern effektiv die Installation oder Ausführung von Malware. Das demonstrierte ein IT-Sicherheitsexperte.
Die US-Behörde Darpa hat die Komponenten ihrer Suchmaschine Memex veröffentlicht. Mit ihr soll auch das Deep Web und vor allem das Tor-Netzwerk durchsucht werden können. Hilfe bekam die Darpa von den Tor-Entwicklern.
Ohne einen Mindestumsatz von rund 5 Euro können Nutzer auf Steam eine Reihe von Funktionen nicht mehr nutzen - darunter Greenlight und den Browserchat.
Überraschend schnell haben sich Justiz- und Innenministerium auf ihre Pläne zur Vorratsdatenspeicherung geeinigt. Daten zu E-Mail-Verkehr und zu abgerufenen Internetseiten sollen aber nicht gespeichert werden.
Ein Landesdatenschützer will durchsetzen, dass Google ermöglicht, dass Nutzer die Profilbildung der Dienste abschalten können. Der Konzern habe "bereits substantielle Änderungen signalisiert" und müsse nun Vorgaben umsetzen.
Update Der Hackerangriff auf die US-Regierung vom vergangenen Oktober war offenbar gravierender als bislang bekannt. Laut CNN verdichten sich die Hinweise auf das Ursprungsland.
Golem-Wochenrückblick Kein Aprilscherz: Mit der nächsten Technical Preview von Windows 10 werden deutlich mehr Smartphones als bisher unterstützt. Von anderen IT-Firmen gab es hingegen reichlich Scherzartikel im Netz. Sechs Tage und viele Meldungen im Überblick.
Künftig sollen Gruppen oder staatlich unterstützte Angreifer auf IT-Infrastrukturen in den USA mit finanziellen Sanktionen belegt werden. US-Präsident Obama hat einen entsprechenden Exekutiverlass verfügt.
Die Malware der Operation Volatile Cedar ist nicht leicht aufzuspüren, auch wenn sie sich nicht mit ausgereifter Spionagesoftware vergleichen lässt - denn die Angreifer setzen sie nur gezielt ein und entwickeln sie akribisch weiter.
Seit Donnerstag läuft die größte DDoS-Attacke auf Github seit dem Entstehen des Dienstes. Experten vermuten, der Angriff gehe von chinesischen Behörden aus, bestätigt wird das durch den Projekt-Hoster aber nicht.
Hunderte WLAN-Gateways in Hotels haben offene Rsync-Ports. Darüber können Angreifer mühelos in deren Netzwerke einbrechen und beispielsweise Malware an Hotelgäste ausliefern.
Forscher haben erfolgreich Daten mit Hilfe der Temperatursensoren von einem Rechner zu einem anderen übermittelt. Die Computer müssen nur ganz nah nebeneinander stehen - bislang.
Du kennst dich in IT-Sicherheitsfragen aus und willst viele Leser über Lücken, Hacks und den Schutz davor informieren. Dann bist du hier genau richtig. Golem.de sucht in Berlin eine Vollzeit-Verstärkung für die Redaktion, die das Thema Security betreut.
Über Schwachstellen im Bios können Millionen Rechner mit Rootkits infiziert werden, die keiner sieht. Mit dem Rootkit Lighteater lässt sich etwa GPG-Schlüssel aus dem RAM auslesen, selbst im vermeintlich sicheren Live-System Tails. Lighteater wurde zu Demonstrationszwecken entwickelt.
Der Mailanbieter Mail.de unterstützt ein neues Verfahren, um PGP-Schlüssel im Domain Name System abzulegen. Praktisch nutzen lässt es sich aber noch nicht - und es gibt Zweifel, wie sinnvoll der neue Standard ist.
Die Freak-Lücke hat Microsoft schnell geschlossen. Am heutigen Patchday gibt es dafür ein Update. Verwunderlich ist jedoch, dass es auch einen Patch für eine Lücke gibt, die von Stuxnet ausgenutzt wurde - und seit 2010 bekannt ist.
In einem jährlichen Hack-Fest untersuchen Experten bei der CIA und der NSA Sicherheitslücken und Angriffe unter anderem auf die Verschlüsselung diverser Geräte von Apple.
Update Die Entwickler des Chrome-Browsers wollen künftig eine Funktion zum Synchronisieren von Sandbox-Threads einsetzen, die erst mit dem Kernel 3.17 eingeführt wurde. Nutzer von Distributionen mit älteren Kernels haben damit ein Problem. Das betrifft sogar das noch nicht veröffentlichte Debian Jessie.
Forscher haben ein komplexes Spionageprogramm entdeckt, das sie Casper nennen. Der Fall taugt als Lehrstück über die immens schwierige Enttarnung von Malware-Entwicklern.
Nach einem ersten Urteil gegen PC Fritz rät Microsoft, die Windows-7-Reinstallations-DVD besser zu zerstören. Es könne sich Schadsoftware auf der DVD befinden.
MWC 2015 Wie lassen sich mobile Geräte wenn schon nicht sicher, dann zumindest weniger unsicher machen? In Barcelona stellen Silent Circle, Jolla und Qualcomm ihre Ideen vor.
In den USA wird es keinen großflächigen Cyberangriff geben, der Infrastrukturen lahmlegt oder sogar Menschenleben kostet - allerdings werden kleinere Angriffe zunehmen, prophezeit Geheimdienstchef James Clapper.
Innerhalb weniger Wochen hat das Bundeskriminalamt ein weiteres Botnetz zerschlagen. Der verantwortliche Computerwurm Ramnit war bereits seit 2011 aktiv.
Die mutmaßliche NSA-Spionagesoftware, die Kaspersky-Sicherheitsexperten aufgespürt haben, ist unheimlich und raffiniert. Das Know-how dazu haben aber auch andere.
Die SSL-Interception-Technologie von Komodia wird auch von zahlreichen anderen Programmen verwendet. Außer in der Superfish-Adware findet sie sich in Trojanern, weiterer Adware und sogar in einem Anti-Adware-Tool von Lavasoft.
Golem-Wochenrückblick Sieben Tage, viele Meldungen - und ein guter Überblick: Im Video-Wochenrückblick fassen wir jeden Samstag die wichtigsten Ereignisse der Woche zusammen.
Nicht nur Lenovo ist betroffen: Die Technologie von Superfish, die die Sicherheit von HTTPS-Verbindungen auf Lenovo-Laptops gefährdet, kommt auch in diversen Jugendschutzfilterprodukten zum Einsatz. Lenovo leugnete zunächst, dass es überhaupt ein Problem gibt.
Eine neuartige Schadsoftware für Android-Geräte wurde entdeckt. Sie gaukelt ein abgeschaltetes Smartphone vor und kann es so unbemerkt als Abhörwerkzeug missbrauchen.
Sie nennen sich Wüstenfalken und spionieren hochrangige Opfer im arabischen Raum aus. Die Spionagesoftware ist selbstentwickelt, infiziert wird ausschließlich durch Social Engineering. Dabei machen sie sich eine arabische Eigenheit zunutze.
Google hat sich öffentlich gegen Planungen gestellt, die die USA ermächtigen würden, weltweit auf fremde Rechner und Netzwerke zuzugreifen. Richard Salgado, Manager für Information Security, sieht nicht nur verfassungsrechtliche Bedenken.
Die NSA tut es, der französische Geheimdienst tut es offenbar auch: Mit selbst entwickelten Spionageprogrammen spähen sie Ziele im Iran aus. Und der BND?
Fanny, Greyfish oder Equationlaser: So heißen mehr als ein halbes Dutzend Trojaner, mit denen seit mehreren Jahren weltweit Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausspioniert werden. Verbreitet und gesteuert werden sie offenbar von einer Gruppe - der Equation Group.
Hacker sollen angeblich Hunderte Millionen US-Dollar von über 100 Banken in 30 Ländern erbeutet haben. Kaspersky Lab berichtet, dass dabei die Rechner von Bankangestellten durch Malware über E-Mail-Links verseucht und dann ihre PCs ausspioniert und fernbedient worden seien.
Facebook hat eine Plattform für Unternehmen erstellt, auf der sich Sicherheitsexperten über Risiken wie Viren und Malware austauschen können. Zum Start dabei sind unter anderem Dropbox, Twitter und Yahoo.