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Mit Sicher-Bezahlen-Funktion bei Paypal: Betrug auf Kleinanzeigen

Auf Kleinanzeigen ist aktuell ein modifizierter Sicher-bezahlen-Trick mit Paypal beliebt. Unsere Autorin hatte gleich mehrmals damit zu tun.
/ Andrea Maurer
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Beim Verkauf auf Kleinanzeigen und anderen Portalen sollte man sich stets auch vor Betrügern in Acht nehmen. (Bild: athree23/Pixabay)
Beim Verkauf auf Kleinanzeigen und anderen Portalen sollte man sich stets auch vor Betrügern in Acht nehmen. Bild: athree23/Pixabay
Inhalt
  1. Mit Sicher-Bezahlen-Funktion bei Paypal: Betrug auf Kleinanzeigen
  2. Die Mails phisheln stark
  3. Gekaperte Kleinanzeigen-Accounts

Wer zum Jahresanfang ausgemistet und den nicht mehr benötigen Kram auf kleinanzeigen.de zu Geld machen wollte, ist womöglich auf eine neue Betrugsmasche gestoßen. Ich kannte den Sicher-bezahlen-Trick bisher nur theoretisch von meiner Recherche zu meinem Artikel zu Betrug auf Kleinanzeigen . Jetzt hatte ich in abgewandelter Form direkt damit zu tun. Wie der Trick funktioniert und was man dagegen tun kann.

So funktioniert die Betrugsmasche

Auf eine meiner Anzeigen meldete sich eine Userin, die Interesse hatte und gerne mehr über den Artikel und den Versand erfahren wollte. Die Anfrage klang zwar etwas förmlich, aber nicht absolut ungewöhnlich. Es darf ja auch mal freundlich sein statt eines "Was ist letzte Preis?" , dachte ich.

Die Nutzerin wollte per Paypal bezahlen. Ich schickte ihr also meine Paypal-Adresse – wie schon bei anderen Verkäufen, bei denen das problemlos funktioniert hat. Die Userin hatte zwar keine Bewertungen, damit hatte ich in der Vergangenheit aber keine Probleme. Dass ihr Account schon länger existierte und sie mir sofort ihre (vermeintliche) Adresse mitteilte, machte sie für mich auf den ersten Blick glaubwürdig.

Seitdem las ich nichts mehr von der Interessentin. Ich schaute auf mein Paypal-Konto und stellte keinen Zahlungseingang fest. Stattdessen bekam ich zwei Mails, die angeblich von Kleinanzeigen stammten. Dort stand, dass der Artikel verkauft und bezahlt wurde. Ich sollte den Artikel jetzt versenden.

Über eine Schaltfläche in der Mail konnte ich den "Verkauf bearbeiten" . Die Seite erinnerte vom Design etwas an die Sicher-bezahlen-Funktion von Kleinanzeigen. Nur, dass sie ausschließlich über den Kleinanzeigen-Nachrichtenverlauf läuft und nie über Mail.

Das weiß ich zum Glück und merkte schnell: Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen Betrugsversuch. Dass die Mail von notify@kleinanzeigen-accounts.dealsteuerungsplattform.de und wenig später eine Mail von kleinanzeigen@zv7634.com kam, bestätigte meinen Verdacht.


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