Bitdefender: "Antivirensoftware ist tot" ist nicht völlig unwahr
Der rumänische Antivirushersteller Bitdefender hat sich zu der Aussage "Antivirensoftware ist tot" von Symantecs Vizechef Brian Dye geäußert. Catalin Cosoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender, erklärte in einer Stellungnahme über die deutsche PR-Agentur des Unternehmens: "Ein mutiges Statement, das aber nicht hundertprozentig richtig ist – die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte."
Dye sagte, dass Symantecs prominente Software Norton Antivirus bereits seit längerem nicht mehr für den nötigen Umsatz sorge. Antivirensoftware sei so gut wie "tot". Nur noch durchschnittlich 45 Prozent aller Angriffe würden von Antivirensoftware erkannt.
Sich ausschließlich auf Antivirensoftware zu beschränken, führe tatsächlich in eine Sackgasse – und das schon seit mindestens acht Jahren, so Cosoi, der Antivirenschutz mit einem leichten Schmerzmittel vergleicht: "Aber zu behaupten, Antivirus wäre tot, ist ungefähr so, als würde man behaupten, dass Aspirin tot ist, weil es Krebs und alle anderen Krankheiten der Menschheit nicht heilen kann. Aspirin funktioniert immer noch bei einem Kater, Kopfweh oder einer leichten Erkältung, und die Menschen haben es deshalb immer noch in ihren Hausapotheken."
Für andere Krankheiten seien andere Medikamente entwickelt worden. So ähnlich sei es auch in der IT-Branche. Antivirus sei nur eine Funktion innerhalb einer Security-Suite. Advanced Threat Protection sei ein weiteres Modewort, jedes Sicherheitsunternehmen werde anfangen, an ATP-Technologien zu arbeiten.
"Auf der anderen Seite steckt auch ein Körnchen Wahrheit in der Aussage – wenn sie richtig verstanden wird", sagte Cosoi über Symantecs Stellungnahme. Bitdefender arbeite an der Weiterentwicklung der Sicherheitsindustrie. "Wir haben die Ergebnisse und werden bald starten", betonte er.
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