Abo
  • Services:
Anzeige
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz
Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Bild: Stefan Frerichs/CC-by-sa 2.0/de)

Urteil: Privates Surfen am Arbeitsplatz kein Kündigungsgrund

Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat eine fristlose Kündigung gegen einen Auszubildenden für unwirksam erklärt. Der Vorwurf, er habe Pornos am Rechner angeschaut, sei zu pauschal, und eine Vernachlässigung seiner Pflichten nicht nachgewiesen.

Anzeige

Nutzt ein Auszubildender während der Arbeitszeit privat das Internet, obwohl das verboten ist, rechtfertigt das nicht unbedingt eine fristlose Kündigung. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin und beruft sich auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz (Aktenzeichen: 10 Sa 173/13). Voraussetzung für eine fristlose Kündigung sei, dass der Jugendliche seine arbeitsvertraglichen Pflichten in erheblichem Maß verletzt hat, etwa wenn durch sein Verhalten das Firmennetzwerk durch Malware infiziert wurde. Ausreichend wäre auch, wenn er durch das private Surfen seinen Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nicht nachgekommen ist.

In dem verhandelten Fall hatte ein Möbelhaus einem angehenden Einzelhandelskaufmann fristlos gekündigt. Der Arbeitgeber begründete das damit, dass der Lehrling während der Arbeitszeit Pornoseiten aufgerufen habe. Ihm sei jedoch per Betriebsvereinbarung untersagt worden, das Netz für private Zwecke zu nutzen. Diese Vereinbarung habe der Azubi auch unterschrieben. Der Jugendliche wiederum argumentierte, dass auch andere Beschäftigte Zugang zu dem Computer gehabt hätten und die genannten Webseiten nicht zwingend von ihm besucht wurden.

Die Richter bewerteten die Kündigung als unwirksam. Der Vorwurf des Unternehmens, der Beschäftigte habe sich Pornowebsites angesehen, sei zu pauschal. Der Arbeitgeber habe nicht dargelegt, wann und wie viele Daten der Jugendliche aus dem Internet heruntergeladen habe und ob es dadurch zu Störungen des Betriebssystems gekommen sei. Ebenso wenig habe er nachgewiesen, inwieweit durch sein Verhalten der Firma zusätzliche Kosten entstanden sind oder ob der Auszubildende dadurch seine Pflichten vernachlässigt hat.


eye home zur Startseite
crazypsycho 18. Jun 2014

Der Artikel an sich ist nicht unbedingt schlecht, nur die Headline ist schlicht und...

martinr 13. Mai 2014

Das ist kompletter Quatsch. Diese unter keinem denkbaren Aspekt vertretbare...

Accolade 12. Mai 2014

ist es auf dieser Welt. Ein Lockerer umgang mit den Mitarbeitern schafft immer mehr...

twil 12. Mai 2014

Um auch mal ein Kommentar zu lesen wenn das Ergebnis "Gut" ist.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Ludwigshafen
  2. Commerz Finanz GmbH, München
  3. ARRI Media GmbH, München
  4. ING-DiBa AG, Frankfurt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 811,90€ + 3,99€ Versand

Folgen Sie uns
       


  1. Search Light

    Google testet schlanke Such-App

  2. 3D-Drucker

    Neues Verfahren erkennt Manipulationen beim 3D-Druck

  3. AVS Device SDK

    Amazon bringt Alexa auf Raspberry Pi und andere Boards

  4. Adblock Plus

    OLG München erklärt Werbeblocker für zulässig

  5. Streaming

    Netflix plant 7 Milliarden US-Dollar für eigenen Content ein

  6. Coffee Lake

    Core i3 als Quadcores und Core i5 als Hexacores

  7. Starcraft Remastered im Test

    Klick, klick, klick, klick, klick als wär es 1998

  8. KB4034658

    Anniversary-Update-Update macht Probleme mit WSUS

  9. Container

    Githubs Kubernetes-Cluster überlebt regelmäßige Kernel-Panic

  10. Radeon RX Vega

    Mining-Treiber steigert MH/s deutlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

Breitbandausbau auf Helgoland: Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
Breitbandausbau auf Helgoland
Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
  1. Provider Dreamhost will keine Daten von Trump-Gegnern herausgeben
  2. Home Sharing Airbnb wehrt sich gegen Vorwürfe zu Großanbietern
  3. Illegale Waffen Migrantenschreck gibt es wieder - jetzt als Betrug

Google Home auf Deutsch im Test: "Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
Google Home auf Deutsch im Test
"Tut mir leid, ich verstehe das nicht"
  1. Kompatibilität mit Sprachassistenten Trådfri-Update kommt erst im Herbst
  2. Smarte Lampen Ikeas Trådfri wird kompatibel mit Echo, Home und Homekit
  3. Lautsprecher-Assistent Google Home ab 8. August 2017 in Deutschland erhältlich

  1. Re: Naja, ohne Numblock...

    plutoniumsulfat | 23:19

  2. Re: Und damit soll man dann vernünftig schreiben...

    plutoniumsulfat | 23:17

  3. mache ich auch so in etwa

    triplekiller | 23:15

  4. Re: Fehler

    plutoniumsulfat | 23:12

  5. Re: Versteh den Sinn nicht

    plutoniumsulfat | 23:11


  1. 17:02

  2. 15:55

  3. 15:41

  4. 15:16

  5. 14:57

  6. 14:40

  7. 14:26

  8. 13:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel