Security: Gegen die Angst vor Angriffen aufs Smartphone

Für das Re:publica-Publikum haben die Sicherheitsexperten Linus Neumann und Ben Schlabs ein paar Tipps parat, wie Smartphones gesichert werden können. Und sie zeigen, wie Siri als Einbruchhelfer missbraucht werden kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Re:publica-Publikum erhält eine kurze Einführung in die Sicherheit um Smartphones.
Das Re:publica-Publikum erhält eine kurze Einführung in die Sicherheit um Smartphones. (Bild: Andreas Donath/Golem.de)

Es sind immer noch die einfachen PINs, die es leicht machen, sich Zugang zu gestohlenen Smartphones zu verschaffen. "1234" ist nach Untersuchungen in den USA der am häufigsten verwendete Zahlencode auf Mobiltelefonen. Viele benutzen auch Zahlen nach einem Muster auf dem Nummernfeld, etwa "2580". Dass vierstellige PINs Standard sind, ist dem Erfinder der Geldautomaten, John Shepherd-Barron, zu verdanken. Oder vielmehr seiner Frau, die sich keine längeren merken wollte. Aber auch neunstellige PINs sind nicht sicherer: Während einfache Kombinationen etwa 17 Prozent aller vierstelligen PINs ausmachen, sind es bei neunstelligen etwa 45 Prozent. Die meisten Nutzer wollen oder können sich offenbar lange Zahlenkombinationen nicht merken.

Sämtliche Sicherheitssperren überwinden

Inhalt:
  1. Security: Gegen die Angst vor Angriffen aufs Smartphone
  2. Geringe Priorität für den Löschbefehl

Auch die Alternativen zur PIN sind nicht unbedingt besser. Relativ sicher ist die Gesichtserkennung. Per Wischgesten eingegebene Zahlenkombinationen können indes anhand der Fettablagerungen auf dem Bildschirm leicht erraten werden. Dass die Abfrage per Fingerabdruck ausgehebelt werden kann, hat der Hacker Starbug vom Chaos Computer Club entdeckt. Neumann und Schlabs demonstrieren den Hack auf einem Galaxy S5 von Samsung. Den Fingerabdruck haben sie auf eine Leiterplatte ätzen lassen.

Solche Sperren seien aber immerhin besser als nichts, sagten Neumann und Schlabs. Denn satte 64 Prozent der Nutzer in den USA verwenden gar keine Zugangsabfragen. Dabei gebe es gute Gründe, die Daten auf einem Smartphone abzusichern. Denn dort sind auch Zugänge zu weiteren Diensten gespeichert, zum Postfach etwa oder zum Cloudspeicher. Die Kontaktliste ist für Diebe ebenso viel wert wie Zugangsdaten zum Konto. Über das Smartphone können TANs angefordert werden.

TANs auf dem Lockscreen

Apropos TANs: Nutzer sollten darauf achten, dass einige Standardoptionen ausgeschaltet werden. Etwa die Mitteilungen auf dem Lock-Screen. Denn dort tauchen auch SMS auf, in denen TANs von Banken verifiziert wurden, oder Twitter-Mitteilungen, die nicht jeder sehen soll.

Stellenmarkt
  1. IT-Security Specialist (w/m/d) Netzwerktechnik
    Dataport, verschiedene Standorte
  2. Business Intelligence Developer (m/w/d)
    Christian Funk Holding GmbH & Co. KG, Offenburg
Detailsuche

Siri lässt sich ebenfalls nutzen, wenn das Smartphone gesperrt ist, zeigten die beiden Sicherheitsforscher. Sie fragten ein gesperrtes iPhone ab, wie der Name der Freundin des Smartphone-Besitzers sei. Der schickten sie über Siri eine SMS, mit der Bitte, sofort 1.000 US-Dollar per Bargeldtransfer zu überweisen und den Verifizierungscode per SMS zurückzuschicken. Die eingehende SMS wird auch auf dem Sperrbildschirm angezeigt. In den Optionen kann die Verwendung von Siri auf einem gesperrten iPhone deaktiviert werden. Außerdem sollten Nutzer die Option aktivieren, dass der Inhalt des iPhones nach zehn misslungenen PIN-Eingaben automatisch gelöscht wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Geringe Priorität für den Löschbefehl 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Ezio652 11. Mai 2014

Bei mir ist es so, dass ich wenn ich smsTan aktiviert habe keine Überweisung vom Handy...

Niaxa 08. Mai 2014

Es soll auch Menschen geben, deren Daten wirklich wichtig und vor allem teuer sind...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

  2. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle
    Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
    Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle

    Ursprünglich hat die Sozialdemokratin die geplante EU-Überwachung des Internets befürwortet. Nun sagt sie etwas anderes zur Chatkontrolle.

  3. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /