Abo
  • Services:

Malware: Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen

Die Deutsche Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen, die in ihrem Namen verschickt werden. Sie fordern zum Download einer Schadsoftware auf, die noch nicht von allen Virenscannern erkannt wird. Dabei ist es sehr leicht, das Schreiben als Fälschung zu erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen.
Die Telekom warnt vor gefälschten Rechnungen. (Bild: Johannes Eisele/AFP/Getty Images)

Wenn die Telekom Rechnungen per E-Mail verschickt, dann auch mit der Buchungskontonummer des Kunden - so einfach wäre es eigentlich, die immer wieder auftauchenden Fälschungen zu erkennen. Das gelingt aber offenbar nicht allen Empfängern solcher Mails, sonst wäre die Telekom als Absender für die Virenverteiler nicht so attraktiv.

Stellenmarkt
  1. GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH, Berlin
  2. Landeshauptstadt München, München

Und so ist es wieder einmal das Kommunikationsunternehmen selbst, das vor einer neuen Fälschungswelle warnt. Seit dem 13. Mai 2014 werden der Telekom zufolge massenhaft Mails verschickt, die angeblich einen Link enthalten, unter dem eine noch ausstehende Rechnung heruntergeladen werden kann. Unter der Adresse gibt es jedoch eine als PDF getarnte ausführbare Datei mit Schadcode.

  • Zuerst sprach die Telekom noch von einem Bitcoin-Trojaner... (Screenshot: Golem.de)
  • ... wenig später revidierte sie ihrer erste Einschätzung. (Screenshot: Golem.de)
Zuerst sprach die Telekom noch von einem Bitcoin-Trojaner... (Screenshot: Golem.de)

Laut eigenen Analysten der Telekom wird das Programm unter anderem dazu genutzt, um auf dem Rechner des Opfers nach Bitcoins zu schürfen, die dann bei den Malwarebetreibern abgeliefert werden. Die weiteren Funktionen, etwa zur Verbreitung oder für Spam-Attacken, sind noch nicht entschlüsselt. Der Telekom zufolge entdeckten am 14. Mai 2014 auch noch nicht alle Virenscanner den Schädling.

Nicht nur die fehlende Buchungskontonummer und der Hinweis auf den Download von einem Webserver, der nicht der Telekom gehört, sollten bei solchen Mails stutzig machen. Nach Angaben des Unternehmens sind alle offenen Rechnungen auch im Kundencenter einsehbar. Wenn eine vermeintliche Rechnung per Mail eintrifft, muss ihr Betrag auch dort vermerkt sein. Dass die Nutzer in solchen Mails inzwischen immer öfter mit vollem Namen angesprochen werden ist allein noch kein Hinweis auf die Echtheit eines solchen Schreibens. Da Malwareversender oft auch komplette Datensätze ihrer Zielpersonen besitzen, sollten sie sich darauf nicht verlassen.

Nachtrag vom 14. Mai 2014, 18:00 Uhr

Nach einer ersten Analyse der Datei teilte die Telekom mit, dass der Schadcode nicht für Bitcoin-Mining genutzt wird. Man gehe von einem Trojaner aus, dessen Auswirkungen man aktuell jedoch noch nicht kenne, heißt es von Unternehmensseite. Die Überschrift wurde von uns entsprechend angepasst.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 1,69€
  2. 16,82€
  3. 14,02€
  4. 31,99€

jaykay2342 15. Mai 2014

Damit sich so etwas mal als Standard etabliert müssten große Unternehmen mal damit...

0xDEADC0DE 15. Mai 2014

Wieso natürlich muss jeder Telekom-Kunde sein überschüssiges Geld auf eine einsame Insel...

nie (Golem.de) 14. Mai 2014

Wir haben das schnellstmöglich korrigiert. Ich habe die erste Meldung der Telekom und...


Folgen Sie uns
       


iOS 12 angesehen

Das neue iOS 12 bietet Nutzern die Möglichkeit, die Bildschirmzeit besser kontrollieren und einteilen zu können. Auch Siri könnte durch die Kurzbefehle interessanter als bisher werden.

iOS 12 angesehen Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

    •  /