Chrome-Erweiterungen: Webstore-Pflicht verärgert Nutzer und Entwickler
Seit Ende Mai dieses Jahres in Kraft(öffnet im neuen Fenster) ist die Regelung von Google, dass Erweiterungen für den Browser Chrome von Windows-Nutzern nur noch über den Webstore installiert werden dürfen. Doch viele Nutzer und auch einige Entwickler sind verärgert über diesen bereits im November vergangenen Jahres angekündigten(öffnet im neuen Fenster) Schritt und kommentieren dies im Produktforum von Google.
Der Thread mit den Beschwerden(öffnet im neuen Fenster) umfasst inzwischen 42 Seiten und enthält eine Vielzahl verschiedener Kritikpunkte. Häufig handelt es sich bei den betroffenen Erweiterungen um jene, die als Teil kommerzieller Software vertrieben werden, wie etwa von Spielen oder auch alternativer Sicherheitssoftware für Windows. Die neuen Richtlinien konfrontieren aber auch einige Unternehmen mit einem Problem: Teils sind intern genutzte Anwendungen oder zumindest der Zugriff darauf als Erweiterungen für Browser umgesetzt, um diese plattformübergreifend zur Verfügung zu stellen.
Um die Schwierigkeiten zu beheben, müssen betroffene Entwickler ihre Erweiterungen entweder in den Webstore überführen oder Admins Unternehmens-Richtlinien erstellen, um die lokale Installation am Webstore vorbei zu erlauben. Google bietet an, bei eventuellen Umstellungen der Erweiterung behilflich zu sein. So hat beispielsweise Kaspersky seine vorher extern gepflegten Erweiterungen zusammengefasst und stellt diese im Webstore bereit.
Für die Builds des Dev- und Canary-Channel wird die Richtlinie nicht angewendet. Google erhofft sich von der Webstore-Pflicht, Malware besser vom Nutzer fernzuhalten. Diese habe in der Vergangenheit versteckt Erweiterungen für Chrome installiert, erklärt das Unternehmen.
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