Spam: AOL bekämpft Spam mit Verschärfung der DMARC-Einstellung
Der Onlinedienst AOL hat mit einer Änderung seiner DMARC-Richtlinie auf die aktuelle Spam-Attacke reagiert. Das solle die unbefugte Nutzung von AOL-Mailkonten verhindern, schreibt das Unternehmen in seinem Blog AOL Postmaster(öffnet im neuen Fenster) .
Seit kurzem werden massenhaft Spam-Mails verschickt, die aussehen, als seien sie von AOL-Konten versandt worden. Zudem wurde offensichtlich eine Anzahl von AOL-Konten gehackt – zumindest wurde bereits das Hashtag #AOLHacked(öffnet im neuen Fenster) eingerichtet. Betroffen seien mutmaßlich weniger als ein Prozent der Nutzerkonten, erklärte das Unternehmen dem US-Nachrichtenangebot Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) – das selbst zu AOL gehört.
DMARC gegen Spam
Die Änderung der DMARC-Einstellungen auf Reject soll die Spamflut eindämmen. Zugelassen sind nur noch E-Mails, die von DMARC als korrekt erkannt werden. Alle anderen werden nicht ausgeliefert. Darunter fallen Mails mit AOL-Adressen, die über einen anderen Mailanbieter verschickt werden. Dadurch soll E-Mail-Spoofing unterbunden werden.
Der Onlinedienst Yahoo hatte kürzlich seine DMARC-Einstellungen ähnlich angepasst und sich dadurch die Kritik vieler Nutzer zugezogen: Durch die Umstellung wurde die Nutzung von Mailinglisten stark eingeschränkt .
Einschränkungen für Nutzer
Dass die Umstellung Einschränkungen nach sich zieht, ist auch AOL bewusst. So nutzen etwa manche Unternehmen zwar AOL-Mail-Adressen. Der Mailverkehr wird aber über einen externen Anbieter abgewickelt. "Wir erkennen an, dass auch legitime Absender von dieser Änderung betroffen und gezwungen sind, ihren Mailversand zu ändern. Wir bedauern diese Unannehmlichkeit aufrichtig" , heißt es in dem Blogeintrag.
DMARC war 2012 zur Bekämpfung von Spam und Phishing eingeführt worden. Eine Allianz aus 15 Unternehmen hat den Standard entwickelt. Zu der DMARC-Allianz gehören neben Yahoo und AOL unter anderem auch Google, Microsoft, die Bank of America, Facebook und LinkedIn.
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