Abo
  • Services:
Anzeige
Behörden haben wieder einen Datensatz mit Millionen gehackten Mailkonten entdeckt.
Behörden haben wieder einen Datensatz mit Millionen gehackten Mailkonten entdeckt. (Bild: Pawel Kopczynski/Reuters)

Online-Konten gehackt: BSI informiert am Montag über Sicherheitscheck

Das BSI will so schnell wie möglich einen Sicherheitscheck für gehackte Online-Konten anbieten. Die gestohlenen Daten sollen wesentlich aktueller als beim Test vom Januar sein.

Anzeige

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) will im jüngst bekanntgewordenen Fall eines millionenfachen Datenhacks die Nutzer schnell informieren. Das BSI "arbeitet derzeit mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können", teilte die Bonner Behörde mit. Informationen zu dem Verfahren will das BSI am 7. April präsentieren.

Das geplante Verfahren decke rund 70 Prozent der betroffenen deutschen E-Mail-Adressen ab, die dem BSI von der Staatsanwaltschaft Verden übergeben worden seien, sagte ein Behördensprecher auf Anfrage von Golem.de. "Für die Inhaber der restlichen E-Mail-Adressen, beispielsweise solche, die bei anderen Providern oder vom Anwender selbst gehostet werden, bereitet das BSI einen Warndienst vor", hieß es weiter. Bis zum kommenden Montag seien die "notwendigen und in intensiver Zusammenarbeit mit den Behörden und den Online-Dienstleistern ablaufenden technischen und organisatorischen Vorbereitungen abgeschlossen".

Staatsanwaltschaft: Daten sind aktuell

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel, bestätigte auf Anfrage von Golem.de einen Bericht des Spiegel, wonach deutsche Ermittler einen Datensatz mit 18 Millionen E-Mail-Adressen und zugehörigen Passwörtern entdeckt hätten. Die Daten seien bereits vergangene Woche dem BSI zur Verfügung gestellt worden, sagte Gaebel. Es sei ein "technischer Vorlauf" erforderlich, um den Nutzern über eine automatisierte Abfrage wie im Januar 2014 die Möglichkeit zu geben, den Hack ihres Online-Kontos in Erfahrung zu bringen. Das BSI hatte im Januar die Seite www.sicherheitstest.bsi.de eingerichtet, auf der anschließend Millionen Nutzer ihre Adressen abgefragt hatten.

Derzeit sei noch unklar, wie viele der Zugangsdaten deutschen Nutzern zuzuordnen seien, sagte Gaebel. Laut Spiegel gehen die Behörden derzeit von etwa drei Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Allerdings scheint die Missbrauchsgefahr deutlich größer zu sein als bei den 16 Millionen E-Mail-Adressen vom Januar. Die Daten seien wesentlich aktueller und würden teilweise zum Versenden von Spam genutzt, sagte Gaebel. Alle großen deutschen E-Mail-Provider und mehrere internationale Anbieter seien betroffen, berichtete der Spiegel.

Nicht nur E-Mail-Konten betroffen

Laut Gaebel stießen die Fahnder auf den Datensatz bei Ermittlungen, die auch zum Fund der ersten Datei geführt hatten. Deren Daten stammten nach Angaben des BSI aus der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) in Wachtberg bei Bonn. Hinter dem Datendiebstahl standen offenbar Hacker aus dem Baltikum.

Bei der Datei vom Januar waren laut BSI nur solche Konten betroffen, die eine E-Mail-Adresse als Benutzernamen hatten. Das bedeutete aber nicht, dass nur E-Mail-Accounts gehackt worden waren. Bei vielen Onlinediensten, wie zum Beispiel Facebook, Google oder Twitter, ist eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse üblich. Es ist davon auszugehen, dass dies auch bei der aktuellen Datei der Fall ist. Der Sicherheitscheck gab Nutzern daher keine Antwort darauf, welches Konto mit der entsprechenden Adresse gehackt worden sein könnte. Die Staatsanwalt Verden weigerte sich, den Nutzern die betroffenen Passwörter auf Anfrage mitzuteilen.

Nachtrag vom 4. April 2014, 14:00 Uhr

Wir haben die Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft Verden und des BSI sowie einige Details ergänzt.

Nachtrag vom 4. April 2014, 14:30 Uhr

Wir haben die Meldung dahingehend präzisiert, dass nicht nur E-Mail-Konten, sondern Online-Konten allgemein betroffen sein könnten.


eye home zur Startseite
Rulf 07. Apr 2014

naja...beim letzten mal lief das doch ein bisschen anders...da sollte man auf einer https...

robinx999 06. Apr 2014

Naja währe ja schön wenn man einen gpg Public key hochladen könnte und man bekommt dann...

heldenplatz 06. Apr 2014

Und wieder so so ein fragwürdiger Hack vom BSI: erstmal beim BSI melden, um...

kosovafan 04. Apr 2014

Die Staatsanwaltschaft spricht von den Tätern aber was ist den mit den Anbietern? Wie...

violator 04. Apr 2014

Wer sagt denn dass die Hacker nur Daten von unwichtigen Emailadressen haben und nicht...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. R & S Cybersecurity Sirrix GmbH, Darmstadt
  2. UCM AG, Rheineck (Schweiz)
  3. BWI GmbH, deutschlandweit
  4. Robert Bosch Elektronik GmbH, Salzgitter


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-15%) 16,99€
  2. (-10%) 53,99€
  3. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€

Folgen Sie uns
       


  1. Kabelnetz

    Vodafone liefert Kabelradio-Receiver mit Analogabschaltung

  2. Einigung erzielt

    EU verbietet Geoblocking im Online-Handel

  3. Unitymedia

    Discounter Eazy kommt technisch nicht an das TV-Kabelnetz

  4. Rollenspielklassiker

    Enhanced Edition für Neverwinter Nights angekündigt

  5. Montagewerk in Tilburg

    Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert

  6. AUV

    US-Marine sucht mit Robotern nach verschollenem U-Boot

  7. Apple Watch

    WatchOS-1-App-Updates gibt es bis zum April 2018

  8. ZDF mit 4K-UHD

    Bergretter und Bergdoktoren werden in HLG-HDR ausgestrahlt

  9. Star Wars Battlefront 2

    Macht und Mikrotransaktionen

  10. Tether

    Kryptowährungsstartup verliert 31 Millionen Dollar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  2. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion
  3. Streaming Amazon will Fire TV und Echo Dot vereinen

Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

  1. Re: Ja is denn schon Weihnachten?!

    SoWhy | 15:00

  2. Re: Fernsehen stirbt aus

    Ojemine | 14:59

  3. Re: Gewährleistung

    Dwalinn | 14:59

  4. Re: Überlebenschance

    px | 14:59

  5. Re: Anwendungsbeispiel Leistungsschwaches...

    nille02 | 14:59


  1. 14:14

  2. 12:57

  3. 12:42

  4. 12:23

  5. 11:59

  6. 11:50

  7. 11:34

  8. 11:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel