Cridex-Trojaner: Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

Hundertfünfzig Rechner in der Hamburger Verwaltung sind im Januar 2014 tagelang durch den Cridex-Trojaner lahmgelegt worden. Das hat der Senat bestätigt. Der Trojaner installiert auch einen Keylogger, doch einen Datenverlust hat es angeblich nicht gegeben.

Artikel veröffentlicht am ,
Beispiele der verschickten Cridex-Trojaner-Mails
Beispiele der verschickten Cridex-Trojaner-Mails (Bild: GData)

Der Hamburger Senat hat bestätigt, dass es Anfang Januar 2014 einen erfolgreichen Phishing-Mail-Angriff auf seine Verwaltung gegeben hat. Demnach seien hundertfünfzig Arbeitsplätze betroffen gewesen, heißt es in der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Grünen. "Im Zeitraum vom 8. bis 22. Januar 2014 kam es über E-Mails mit einem sogenannten Banking-Trojaner Cidrex zur Verbreitung einer Schadsoftware auf Computern der Hamburgischen Verwaltung." Datenverluste habe es jedoch nicht gegeben.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter für unsere EDV-Abteilung (m/w/d)|(Schwerpunkt User-Help-Desk)
    Radiologisches Institut Dr. von Essen, Koblenz
  2. Systemadministrator (m/w/d)
    bib International College, Paderborn
Detailsuche

Wie das Antivirenunternehmen GData im Januar 2014 berichtete, war in der Cridex-E-Mail ein Link, der beim Anklicken automatisch eine Zip-Datei auf den Rechner lädt. Sobald der Nutzer die ausführbare Datei öffnet, infiziert der Banking-Trojaner den PC. Die Malware hat eine Man-in-the-Browser-Funktionalität, bei der der gesamte Datenverkehr mit Onlinebanking-Webseiten manipuliert wird. Die Schadsoftware schreibt Registry-Einträge und legt Kopien der Schaddatei an.

Ein Keylogger wird installiert, der Tastatureingaben mitschneidet. Die gesammelten Informationen werden an Server gesendet, weitere Schaddateien nachgeladen und auf dem infizierten Computer installiert.

Die Schaddateien waren auf Servern in Rumänien, Russland, Großbritannien und den USA gespeichert. "Die Angreifer hinterlegen immer wieder neue Varianten des Schädlings, um so möglichst eine flächendeckende Erkennung durch die Antiviren-Produkte zu verhindern", erklärte GData.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes – das Container Orchestration Framework: virtueller Vier-Tage-Workshop
    11.-14.07.2022, Virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    12.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Senatsverwaltung musste die befallenen Rechner für fünf Tage vom Netz nehmen, ehe sie wieder einsatzfähig waren. Farid Müller, datenschutzpolitischer Sprecher der Grünen, sagte: "Dieser Angriff unterstreicht meine großen Sorgen ob der Datensicherheit in der Hamburger Senatsverwaltung. Bis heute will der SPD-Senat nicht dafür sorgen, dass der datensensible Mailverkehr in den Behörden von Anfang bis Ende verschlüsselt wird."

Einen direkten Zusammenhang zwischen End-to-End-Verschlüsselung und Schutz gegen Malware gibt es jedoch nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chriskoli 11. Mai 2014

Sehr guter Hinweis. :).

onek24 21. Apr 2014

Nunja, man kann das so sehen: Bist du auf einer Downloadseite und drückst z.B. "ok" um...

Nerd_vom_Dienst 21. Apr 2014

Richtig, was auch bedeutet dass das völlig irrelevant ist solange man als Normaler User...

xmaniac 20. Apr 2014

Perlen vor die Säue der Versuch das zu erklären ;D scheinbar waren die ja sogar alle...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Technoblade
Minecraft verabschiedet verstorbenen Streamer mit Krönchen

Nach dem Tod des bekanntesten Minecraft-Streamers trauert die Community. Das Entwicklerstudio Mojang verabschiedet Technoblade im Launcher.

Technoblade: Minecraft verabschiedet verstorbenen Streamer mit Krönchen
Artikel
  1. Gigaset GL7: Neues Klapphandy mit KaiOS und Sicherheitsfunktion
    Gigaset GL7
    Neues Klapphandy mit KaiOS und Sicherheitsfunktion

    Das GL7 von Gigaset ist ein klassisches Klapphandy, auf dem auch moderne Apps wie Whatsapp und Google Maps laufen.

  2. 23 Terabyte-Hack: Angeblich Milliardendatensatz der Polizei Schanghais geleakt
    23 Terabyte-Hack
    Angeblich Milliardendatensatz der Polizei Schanghais geleakt

    Ein Hacker bietet 23 Terabyte an personenbezogenen Daten im Internet an. Der Datensatz soll angeblich von der Polizei Schanghais stammen.

  3. Wärmeversorgung: Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand
    Wärmeversorgung
    Berlin baut Thermoskanne gegen Gasnotstand

    Der Versorger Vattenfall baut in Berlin einen riesigen Warmwasserspeicher, um Häuser im Winter heizen zu können. Das könnte beim möglichen Gasnotstand helfen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • HP HyperX Gaming-Headset -40% • Corsair Wakü 234,90€ • Samsung Galaxy S20 128GB -36% • Audible -70% • MSI RTX 3080 12GB günstig wie nie: 948€ • AMD Ryzen 7 günstig wie nie: 259€ • Der beste 2.000€-Gaming-PC • CM 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 467,85€ [Werbung]
    •  /