Star N9500: Erstes Billigsmartphone mit Trojaner ab Werk

Der Kauf eines günstigen Chinahandys kann sich rächen. Sicherheitsforscher haben auf einem Galaxy-Imitat einen gefährlichen Trojaner entdeckt.

Artikel veröffentlicht am ,
Die gefälschte Google Play Store App des N9500
Die gefälschte Google Play Store App des N9500 (Bild: Gdata)

Das Star N9500 gilt laut Testberichten als "absoluter Bestseller unter den China-Smartphones". Die billige Kopie des Galaxy S4 hat aber offenbar einen großen Nachteil: Sicherheitsforscher von G Data haben einen vorinstallierten Trojaner in der Firmware des Handys entdeckt, wie Heise Security berichtet. Dieser ermögliche es, die Nutzer des Gerätes umfassend auszuspähen. Demnach könnten Daten uneingeschränkt kopiert und Gespräche mitgehört werden. Auch das Mikrofon könne beliebig aus der Ferne aktiviert und das Handy so in eine Wanze verwandelt werden.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (w/m/d) für die KRITIS-Branche Elektrizität
    Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. IT / Organisation Anwendungsbetreuer (m/w/d)
    Schöler Fördertechnik AG, Rheinfelden
Detailsuche

Bei der Schadsoftware handele es sich um den Trojaner Uupay.D, der sich als Googles Play-Dienst ausgebe und den Nutzer unbemerkt ausspioniere. Der Schadcode sei offenbar ab Werk installiert. Zudem lasse er sich nur schwer entfernen, da er Teil der Firmware des Gerätes sei.

Das Gerät kostet derzeit rund 130 Euro. G Data vermutet, dass der geringe Preis des Gerätes mit dem Verkauf der persönlichen Daten zusammenhänge. Denn mit den abgegriffenen Daten könnten Kriminelle auch Bankdaten stehlen und Sicherheitsmechanismen wie mTAN austricksen. Der Benutzer könne ebenfalls geortet und mit Premium-SMS zur Kasse gebeten werden. Eine kostenpflichtige Sicherheits-App von G Data könne den Schädling zwar entdecken, betroffene Geräte sollten aber nicht mehr benutzt werden.

Nach Darstellung von G Data ist das Star N9500 das erste entdeckte Smartphone, das "bereits ab Werk mit einem umfassenden Spionageprogramm ausgeliefert wird". Der Trojaner Uupay ist bereits seit März 2013 bekannt. Kaspersky berichtete bereits im Mai dieses Jahres, dass eine Version des Trojaners offenbar auf dem Vertriebsweg auf Smartphones gelangt sei. Nach Angaben des chinesischen Fernsehsenders CCTV bietet die Firma Goohi einen Service zur Vorinstallation von Android-Apps an. Über ein spezielles Gerät seien offenbar auch die Spionage-Apps auf Handys geladen worden.

Nachtrag vom 16. Juni 2014, 10:15 Uhr

Golem Akademie
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    4. Februar 2022, virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

G Data veröffentlichte am Montag weitere Details zu dem Trojaner. "Die Möglichkeiten mit diesem Spionageprogramm sind nahezu unbegrenzt. Online-Kriminelle erhalten den vollen Zugriff auf das Smartphone", sagte Christian Geschkat von G Data. Das Unternehmen sei von Kunden auf das Problem hingewiesen worden. "Eine Deinstallation des Trojaners ist leider nicht möglich, da dieser Teil der Geräte-Firmware ist und hierzu zählende Apps können nicht gelöscht werden", sagte Geschkat weiter. Auch die gefälschte Google Play Store App des N9500 könne nicht entfernt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ChristopherS 26. Jun 2014

Ich bin der Betreiber und darf dir mal empfehlen die Testberichte über folgende...

plutoniumsulfat 17. Jun 2014

Nicht ganz richtig von mir. Google hält Android natürlich offen und damit auch...

plutoniumsulfat 17. Jun 2014

Mit Kinderfotos erpressen? Da musst du aber was schlimmes gemacht haben ;)

cma 16. Jun 2014

Malwareinstallation, SMS an teure Nummern siehe http://www.android-hilfe.de/xiaocai-x9...

Muxxon 16. Jun 2014

Wenn die Regierung die Smartphones ihrer Bürger überwachen will, dann braucht sie dafür...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Einführung in MQTT
Alles läuft über den Broker

MQTT eignet sich hervorragend für Sensoren und IoT-Anwendungen. Wir geben eine Einführung in das Protokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation.
Von Florian Bottke

Einführung in MQTT: Alles läuft über den Broker
Artikel
  1. Bitcoin, Ethereum: Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt
    Bitcoin, Ethereum
    Was steuerlich bei Kryptowährungen gilt

    Kryptowährungen wie Bitcoin sind unter Anlegern beliebt - doch wie muss man die Gewinne eigentlich versteuern?

  2. Elektromobilität: Ladesäulen für BP bald profitabler als Tankstellen
    Elektromobilität
    Ladesäulen für BP bald profitabler als Tankstellen

    BP steht kurz davor, dass Schnellladestationen profitabler sind als Tankstellen. Das könnte zusätzliche Investitionen in Ladesäulen bringen.

  3. Medion Engineer P20: Aldi-PC mit 12600K und RTX 3060 Ti für 1.600 Euro
    Medion Engineer P20
    Aldi-PC mit 12600K und RTX 3060 Ti für 1.600 Euro

    Gehäuse von Inwin, aktuelle Alder-Lake-CPU und flotte Ampere-Grafikkarte: Der Aldi-PC hat viel Leistung für seinen Preis.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • RX 6900 16GB 1.489€ • MindStar (u.a. WD Blue 3D 1TB 79€, be quiet! Straight Power 11 850W 119€ u. PowerColor RX 6600 Hellhound 529€) • Gainward RTX 3080 12GB 1.599€ [Werbung]
    •  /