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Phishing-Mail: BSI warnt vor BSI-Warnung

Die regelmäßigen Warnungen des BSI vor gehackten Online-Konten haben offenbar Kriminelle zu einer Phishing-Attacke animiert. Von "verdächtigen Aktivitäten" und "anwaltlichen Schritten" ist darin die Rede.
/ Friedhelm Greis
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Die angebliche Warnung des BSI vor verdächtigen Aktivitäten (Bild: www.bsi.bund.de)
Die angebliche Warnung des BSI vor verdächtigen Aktivitäten Bild: www.bsi.bund.de

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor neuen Phishing-Mails. Das Besondere daran: Die Bonner Behörde soll selbst der Absender der Mails sein, in denen die Nutzer zum Herunterladen und Ausfüllen eines Formulars aufgefordert werden. "In den E-Mails mit gefälschter Absenderangabe werden Rechtsverstöße erwähnt, die angeblich von dem Empfänger stammen sollen" , heißt es in der Mitteilung des BSI(öffnet im neuen Fenster) vom Dienstag. Derartige oder ähnliche Mails stammten nicht von der Behörde.

Die Betrüger weisen in der Mail mit dem BSI-Logo darauf hin, dass "verdächtige Aktivitäten von Ihrer IP festgestellt" worden seien. Es würden "unwiderruflich anwaltliche Schritte folgen" , wenn der Aufforderung nicht nachgekommen würde. Das BSI empfiehlt Empfängern der E-Mail, den Anweisungen im Text nicht zu folgen, sondern die E-Mail zu löschen. Auch soll auf die E-Mail nicht geantwortet werden. Empfänger, die das erwähnte Formular bereits heruntergeladen hätten, sollten ihren Computer mit einem aktuellen Virenscanner überprüfen.

In den vergangenen Monaten warnte das BSI bereits zwei Mal vor gehackten Online-Konten. In diesen Fällen hatte die Behörde nicht von sich aus Warnungen verschickt, sondern einen Online-Sicherheitscheck eingerichtet . Allerdings hatten mehrere deutsche Provider von sich aus ihre betroffenen Kunden informiert und teilweise die Konten gesperrt, was zu Verwirrung bei vielen Nutzern geführt hatte .


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