Abo
  • Services:

OpenSSL-Bug: Spuren von Heartbleed schon im November 2013

Ein Systemadministrator hat angeblich in einem Logfile vom November letzten Jahres Exploit-Code für den Heartbleed-Bug gefunden. Die EFF ruft andere Administratoren zu Nachforschungen auf.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Die EFF vermutet, dass der Heartbleed-Bug schon vor vielen Monaten ausgenutzt wurde.
Die EFF vermutet, dass der Heartbleed-Bug schon vor vielen Monaten ausgenutzt wurde. (Bild: EFF)

Laut einem Bericht der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) gibt es Hinweise, dass der Heartbleed-Bug in OpenSSL bereits vor vielen Monaten praktisch ausgenutzt wurde. Ein Systemadministrator hat demnach in seinen Logs Hinweise auf den Fehler gefunden.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  2. signTEK GmbH & Co. KG, Mannheim

Am Mittwochabend berichtete die Webseite Ars Technica über zwei derartige Vorfälle, einer davon stellte sich nach einer genaueren Analyse als Fehlalarm heraus. Der andere Bericht ist hingegen laut EFF ernst zu nehmen.

Terrence Koeman von der Firma Mediamonks fand demnach in Logfiles vom November 2013 in einem TLS-Verbindungsaufbau eine Bytefolge, die exakt dem entsprach, was die meisten aktuell verfügbaren Heartbleed-Exploits als Datenpaket an Server senden. Der Ursprung dieses möglichen Angriffs waren zwei IPs, die zu einem Botnetz gehören, mit dem offenbar in der Vergangenheit versucht wurde, im großen Stil Chats im IRC-Netzwerk Freenode zu beobachten. Die EFF vermutet, dass ein solches Botnetz eher von Geheimdiensten als von Malware-Entwicklern betrieben wird, weil Letztere eher kein Interesse am Mitschneiden von Chatlogs hätten.

Die EFF fordert nun alle Systemadministratoren auf, nach ähnlichen Spuren in ihren Logs zu suchen. Das ist aber nur in wenigen Fällen möglich. Normale Serveranwendungen wie beispielsweise ein Apache-Webserver speichern keine derart detaillierten Informationen über TLS-Verbindungen in ihren Logs. Daher hinterlässt ein Angriff mit dem Heartbleed-Bug in aller Regel auch keine Spuren. Nur wer die Datenströme von eingehenden TLS-Verbindungen vollständig speichert, hat eine Chance, in den Logs fündig zu werden.

Die verdächtige Bytefolge lautet 18 03 02 00 03 01 40 00, die letzten beiden Stellen können jedoch auch anders lauten. Sie bezeichnen die Länge des Speichers, den ein Angreifer auslesen möchte.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

doctorseus 13. Apr 2014

Nein, weder ironisch noch sarkastisch. Eher ein fenster Depp.

Exxenmann 11. Apr 2014

Hallo zusammen, ich sitze im selben T-Systems Gebäude wie der Verursacher und muss...


Folgen Sie uns
       


Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt

Ulrich Köhler vom DLR erläutert die Funktionsweise des Mars-Maulwurfes.

Der Mars-Maulwurf des DLR erklärt Video aufrufen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M: Gut gekühlt ist halb gewonnen
Alienware m15 vs Asus ROG Zephyrus M
Gut gekühlt ist halb gewonnen

Wer auf LAN-Partys geht, möchte nicht immer einen Tower schleppen. Ein Gaming-Notebook wie das Alienware m15 und das Asus ROG Zephyrus M tut es auch, oder? Golem.de hat beide ähnlich ausgestatteten Notebooks gegeneinander antreten lassen und festgestellt: Die Kühlung macht den Unterschied.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Alienware m17 Dell packt RTX-Grafikeinheit in sein 17-Zoll-Gaming-Notebook
  2. Interview Alienware "Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"
  3. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden

Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
Radeon VII im Test
Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
  2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
  3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

Begriffe, Architekturen, Produkte: Große Datenmengen in Echtzeit analysieren
Begriffe, Architekturen, Produkte
Große Datenmengen in Echtzeit analysieren

Wer sich auch nur oberflächlich mit Big-Data und Echtzeit-Analyse beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe und Lösungen, die sich nicht sofort erschließen. Warum brauche ich eine Nachrichten-Queue und was unterscheidet Apache Hadoop von Kafka? Welche Rolle spielt das in einer Kappa-Architektur?
Von George Anadiotis


      •  /