Google: Chrome kann URLs verstecken
Mit den aktuellen Entwickler- und Beta-Versionen des Browsers Chrome führt Google die Möglichkeit ein, einen Teil der oft sehr langen URL auszublenden. Stattdessen wird eine abgekürzte Version der Host-Domain in einem neuem Feld dargestellt, das als Herkunftschip bezeichnet wird.
Diese Herkunftsanzeige ist klar vom Rest der Eingabeleiste abgegrenzt und grau unterlegt. Beim Aufruf einer verschlüsselten Verbindung wird das Feld grün unterlegt. Ein Klick auf dieses Feld oder das Tastaturkürzel STRG+L lassen die gesamte URL wieder erscheinen.
Phishing und Suche prominenter
Diese neue Funktion macht unbedarfte Nutzer eventuell besser auf Phishing-Webseiten aufmerksam, deren URL-Beginn der nachgeahmten eigentlichen Adresse ähnelt. Denn so wird statt der vergleichsweise kurzen originalen die teils deutlich längere Phishing-URL angezeigt. Ob jemand dadurch tatsächlich von der Nutzung von Phishing-Seiten abgehalten wird, bleibt aber fraglich.
Durch die neue Option wird auch die integrierte Suche in der sogenannten Omnibox stärker in den Fokus des Nutzers gerückt. Denn statt wie bisher die URL zu bearbeiten, wird beim Schreiben in das Feld eine Suche ausgelöst. Damit verhält sich das Feld nun bei allen Tabs gleich, egal ob diese eine Webseite darstellen oder nicht.
Das neue Verhalten erinnert an mobile Browser wie Safari in iOS 7. Zum Testen der Option und zum Abstellen ist das Flag origin-chip-in-omnibox(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Die neue Einstellung kann auf Mac, Windows, Linux und Chrome OS benutzt werden.
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