Abo
  • Services:
Anzeige
DoS-Angriffe: Wikileaks-Fans bilden freiwilliges Botnet

DoS-Angriffe

Wikileaks-Fans bilden freiwilliges Botnet

Unter dem Namen "Operation Payback" organisiert die Gruppe Anonymous seit Tagen Denial-of-Service-Attacken gegen Finanzunternehmen, die keine Spenden mehr an Wikileaks weiterleiten. Dabei überlassen manche Anwender ihre Rechner freiwillig fremder Kontrolle - und machen sich so möglicherweise strafbar.

Neben den im Verborgenen arbeitenden Trojanischen Pferden, über die ein klassisches Botnet zur digitalen Waffe werden kann, gibt es seit längerem auch offen arbeitende Programme, die fremde Server mit Anfragen bombardieren können. Über zahlreiche Kanäle wie Twitter und Facebook verbreitet die lose organisierte Gruppe Anonymous seit der Festnahme von Wikileaks-Gründer Julian Assange Links und Anleitungen zu solcher Software.

Anzeige

So schnell, wie beispielsweise die Twitter-Accounts von Anonymous gesperrt werden, entstehen dabei auch neue Accounts, die sich über einschlägige Foren und Chatkanäle des IRC verbreiten. Ziel des Racheaktes (engl.: "Payback") ist es, durch DoS-Attacken Server lahmzulegen.

Während sich manche Anonymous-Mitglieder in Foren damit brüsten, Botnets mit einigen zehntausend Rechnern unter anderem auf Mastercard und Visa anzusetzen, scheinen auch viele ihrer Sympathisanten wissentlich und aktiv an den Angriffen mitzuarbeiten. Bei dem am häufigsten empfohlenen Tool müssen sie dazu entweder die Adresse des Zielservers selbst eintragen oder die Kontrolle über einen IRC-Kanal an andere übergeben.

Computersabotage ist illegal

Zwar warnen die Anleitungen zur Mitwirkung an den Attacken ausdrücklich davor, das zu tun, die schnell wechselnden Ziele machen es aber wahrscheinlich, dass viele Anwender ihre Rechner und Internetanbindungen dennoch in fremde Hände geben. Das ist jedoch in Deutschland rechtswidrig, wie unter anderem im Paragraf 303b des Strafgesetzbuchs für Computersabotage beschrieben ist. Die Vorschrift sieht unter anderem auch eine Mindeststrafe von sechs Monaten Haft oder Geldstrafe vor, wenn die Taten von einem Mitglied einer Bande begangen werden.

Den Zorn der Angreifer haben dabei inzwischen nicht nur Finanzunternehmen auf sich gezogen, die Spenden an Wikileaks nicht mehr weiterleiten. Zudem weist Wikileaks selbst in einer neuen Botschaftsveröffentlichung auf Lobbyismus durch US-Kreditkartenunternehmen hin.

Auch Twitter steht wegen der Sperrung der Accounts von Anonymous in der Kritik, wie unter anderem Netzpolitik feststellt. Anonymous will nach einem aktuellen Tweet nun auch Twitter selbst angreifen.


eye home zur Startseite
Kontoinhaber 15. Dez 2010

Hoffe hier liest noch wer von meinen Schimpfgegnern da mit... Weil - sorry, ich brauch...

MicWin 13. Dez 2010

*kopfschüttel* das nenn ich mal "Sicherheit durch Haarspalterei simulieren"

amazon down 12. Dez 2010

amazon.de und amazon.co.uk sind definitiv grad down (bzw liefern leere seiten aus). wenn...

Schwätzer 11. Dez 2010

Wenn das ziel ist, etwas zu sagen, dann kann man es auch einfach mal nem Freund sagen...

Abschreckung 11. Dez 2010

Außer man braucht grad ein Beispiel zur Abschreckung. Dann natürlich schon. Hats auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. avitea GmbH, Lippstadt
  2. Hessisches Landeskriminalamt, Wiesbaden
  3. ASC Automotive Solution Center AG, Düsseldorf
  4. Heraeus infosystems GmbH, Hanau


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (Blu-rays, 4K UHDs, Box-Sets und Steelbooks im Angebot)
  2. 29,97€
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Fake News

    Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien

  2. Diewithme

    Zusammen im Chat den Akkutod sterben

  3. Soziales Netzwerk

    Facebook sorgt sich um seine Auswirkungen auf die Demokratie

  4. Telefónica

    5G-Test für TV-Übertragung im Bayerischen Oberland

  5. Omega Timing

    Kamera mit 2.000 x 1 Pixeln sucht Sieger

  6. Autonomes Fahren

    Waymo testet in Atlanta

  7. Newsletter-Dienst

    Mailchimp verrät E-Mail-Adressen von Newsletter-Abonnenten

  8. Gegen FCC

    US-Bundesstaat Montana verlangt Netzneutralität für Behörden

  9. Digital Rights Management

    Denuvo von Sicherheitsanbieter Irdeto gekauft

  10. Android 8.1

    Oreo erkennt Qualität von WLAN-Netzwerk vor Verbindung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

Matthias Maurer: Ein Astronaut taucht unter
Matthias Maurer
Ein Astronaut taucht unter
  1. Rocketlab Billigrakete startet erfolgreich in Neuseeland
  2. Planetologie Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars
  3. SpaceX Geheimer Satellit der US-Regierung ist startklar

Zahlungsverkehr: Das Bankkonto wird offener
Zahlungsverkehr
Das Bankkonto wird offener
  1. Gerichtsurteil Internet- und Fernsehkunden müssen bei Umzug weiterzahlen
  2. Breitbandmessung Provider halten versprochene Geschwindigkeit fast nie ein
  3. EU-Verordnung Verbraucherschützer gegen Netzsperren zum Verbraucherschutz

  1. Re: ich will einen "männlichen" Sprach-Assi,

    mehrfachgesperrt | 15:10

  2. Re: Warum verschweigt er das wahre Problem...

    nachgefragt | 15:09

  3. Re: Migration X11 -> Wayland

    Seitan-Sushi-Fan | 15:09

  4. Re: Die Alternative ist ...

    SJ | 15:09

  5. Re: Gefahr von weiterer Zerlegung?

    M.P. | 15:09


  1. 14:55

  2. 14:13

  3. 13:27

  4. 13:18

  5. 12:07

  6. 12:06

  7. 11:46

  8. 11:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel