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Geheimdienste: Hacker verschafft sich Zugriff auf NSA-Webseite

Ein Hacker aus Deutschland hat eigenen Angaben zufolge eine Sicherheitslücke auf der Webseite des US-Geheimdienstes NSA entdeckt.
/ Jörg Thoma und dpa
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Ein deutscher Hacker hat einen XSS- und einen SQL-Inject-Fehler auf der Homepage der NSA entdeckt. (Bild: NSA/Screenshot: Golem.de)
Ein deutscher Hacker hat einen XSS- und einen SQL-Inject-Fehler auf der Homepage der NSA entdeckt. Bild: NSA/Screenshot: Golem.de

Der sächsische Computerexperte Matthias Ungethüm hat sich offenbar Zugang zur Homepage des US-Geheimdienstes NSA verschafft. Dort platzierte der Hacker eine eigene Botschaft, wie er im Radiosender MDR Info am Freitag berichtete(öffnet im neuen Fenster). Er ersetzte demnach das NSA-Motto "Codebreakers and Codemakers" durch den Schriftzug "Durchleuchten Sie Ihre Homepage". Es handelt sich um einen eher harmlosen Cross-Site-Scripting-Angriff, der jedoch verwendet werden kann, um Malware über offiziell aussehende Webseiten zu verbreiten. Daten auf dem Webserver seien nicht verändert worden.

Das ausgetauschte Bild war entsprechend nur beim Aufrufen eines speziell bearbeiteten Links zu sehen, heißt es beim MDR. Die anderen Besucher der Webseite hätten die reguläre Version angezeigt bekommen.

SQL-Inject-Fehler

Allerdings will Ungethüm auch einen SQL-Inject-Fehler auf dem Server der NSA entdeckt haben. Er habe über die Adressleiste "einige harmlose Befehle" eingegeben und Rechen- und Vergleichsaufgaben durchgeführt, sich aber aus "rechtlichen Gründen" nicht tiefer in das System hineingewagt, schreibt der MDR.

Dabei ging es lediglich um den Zugriff auf die NSA-Webseite. Die streng geheimen Datenbanken des Dienstes seien nicht betroffen, schreibt der MDR. Nach Aussage des Hackers sei der Eingriff vergleichsweise einfach gewesen. "Das ist jetzt keine Lücke, die wirklich viel Fachwissen beansprucht", sagte er.

Die Lücke habe Ungethüm bereits vor einer Woche der NSA gemeldet. Weder er noch der MDR, der über das ARD-Hauptstadtstudio Kontakt zur NSA aufnahm, hätten bislang eine Antwort bekommen. Unklar ist, ob der Fehler inzwischen behoben wurde.


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