Ciscos Implementierung des H.264-Codec soll nun frei und in Binärform gratis bereitgestellt werden, wobei Cisco sämtliche Verpflichtungen der Patentlizenzen übernimmt. Mozillas Firefox wird das H.264-Modul von Cisco künftig verwenden.
Mit viel Freude und launigen Kommentaren hat KWin-Maintainer Martin Gräßlin vom X-Server abhängigen Code aus den neuen KDE-Workspaces entfernt. Ersatz steht bereits zur Verfügung.
Mit Veränderungen am XWayland-API werden neue Funktionen eingeführt, die unter anderem Kopien reduzieren und dadurch die Leistung steigern, insbesondere bei Vollbildanwendungen.
In einem Weißbuch, das an das US-Militär gerichtet ist, rät Oracle dem Verteidigungsministerium, auf Open-Source-Software zu verzichten. Stattdessen empfiehlt das Unternehmen indirekt eigene proprietäre Produkte.
Die Multimedia-Bibliothek FFmpeg unterstützt nun auch den Video-Kompressionsstandard H.265 alias HEVC. Damit stehen mehrere freie Implementierungen des Standards bereit.
Der Python-Interpreter Pypy erhält einen neuen, inkrementellen Garbage-Collector. Dieser soll vor allem wesentlich kürzere Pausen verursachen und Python dadurch auch für Spiele interessanter machen.
Wenige Änderungen am Wayland-Protokoll zeugen von der mittlerweile erreichten Stabilität. Der Compositor Weston erlaubt hardwarebeschleunigte Aufnahmen und unterstützt offiziell Libybris zur Nutzung von Android-Treibern.
Der Linux-Mint-Desktop Cinnamon löst sich von Gnome-Bestandteilen und soll so einfach parallel zur Gnome-Shell installierbar werden. Dadurch soll die Oberfläche auch leicht in anderen Distributionen zur Verfügung gestellt werden können.
Der Erfolg von Googles Bug-Bounty-Programmen soll ausgeweitet werden. Geld gibt es aber nicht für Security-Fixes und Bugs, sondern für sicherheitsrelevante Umbauarbeiten an kritischer Software wie OpenSSH, BIND, Zlib oder dem Linux-Kernel.
Das X.org-Team weist auf einen Fehler in der Speicherverwaltung hin. Eigentlich ein üblicher Bug, doch dieser existierte über 20 Jahre und ist vermutlich in allen derzeit verwendeten X.org X-Servern vorhanden.
Die erste Alpha des freien Onlinespeichers Owncloud 6 steht zum Testen der neuen Funktionen bereit. Das Entwickeln von Apps soll einfacher sein und die Vorgänge in der Cloud besser überwacht werden können.
Für Mozillas Smartphone-System Firefox OS stellt das Unternehmen ein Update bereit, das Funktionen wie MMS nachrüstet. Außerdem wollen Hersteller und Carrier weitere Märkte erschließen.
Vor eineinhalb Jahren wurde von Pessimisten der Niedergang des Qt-Frameworks prophezeit. Das Interesse der Industrie ist aber ungebrochen und Qt wächst weiter, was die überwältigende Teilnehmeranzahl der Qt Developer Days in Berlin bezeugt.
Mit Ozone arbeiten Intel-Entwickler an einem Wayland-Port von Chromium. Nun hat das Team weitere Informationen zum Projekt, Dokumentation und Anleitungen veröffentlicht.
Das Grafiksystem DirectFB erlaubt nun auch die Nutzung unter Wayland. Dazu wurden Patches für den Referenz-Compositor Weston erstellt. OpenGL ES kann auf unterstützter Hardware ebenfalls genutzt werden.
Mit der nächsten Mesa-Version im November könnten OpenGL 3.2 und 3.3 unterstützt werden. Die Entwickler arbeiten auch an der Unterstützung für OpenGL 4, was aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Desktop-Webbrowser können in Windows 8 in einem speziellen Modus laufen, was Google ausnutzt, um Chrome derart in die Modern-UI alias Metro zu integrieren, dass diese wie Chrome OS wirkt. So kann zudem der Windows-Store umgangen werden.
Der aktuelle Linux-Beta-Treiber von Nvidia unterstützt das EGL-API. Dieses ist Voraussetzung für die Verwendung der Displayserver Wayland und Mir. Offiziell unterstützt wird aber weiterhin nur X11.
Das Sendmail-Unternehmen wird von einem Sicherheitsanbieter übernommen. Die auf der freien Mail-Software aufbauenden Dienste beider Firmen sollen sich ergänzen und weitergeführt werden, ebenso wie die Open-Source-Software selbst.
Sollte Canonical die Mir-Entwicklung weiter mit dem Fokus auf Ubuntu for Phones voranbringen, wird XMir immer problematisch bleiben, meint der Kernel-Entwickler Matthew Garrett. Das Unternehmen könnte XMir aber auch gleich einstellen.
Der Hersteller AMD hat die Dokumentation für alle Grafikkartenmodelle der vergangenen Jahre veröffentlicht. Unabhängige Entwickler können damit einfacher an den freien Radeon-Treibern arbeiten.
Der diesjährige Summer of Code von Google ist offiziell beendet. Der entstandene Code und die Berichte der erfolgreichen Studenten sollen veröffentlicht werden.
Der Distributor Red Hat hat das zehnte Update für sein Enterprise Linux 5 veröffentlicht. Kunden erhalten unter anderen ein aktuelles MySQL und einen verbesserten Kernel-Treiber für HP Smart Array Controllers.
Der auf Mir aufbauende X-Server XMir wird nicht standardmäßig in Ubuntu 13.10 verwendet. Es soll noch zu viele Qualitätsprobleme geben. Ubuntu for Phones mit Mir soll davon aber nicht betroffen sein.
Eine großangelegte Spendenkampagne soll die Entwicklung des freien Strategiespiels 0 A.D. beschleunigen und im besten Fall für mehrere Jahre sichern. Geplant sind unter anderem eine Betaversion und eine Single-Player-Kampagne.
Für das kommerzielle Suse Linux Enterprise 12 soll der Installer Yast grundlegend überarbeitet werden und auch in Opensuse 13.2 bereitstehen. Der Installer soll andere Oberflächen erlauben und ermöglichen, dass die Konfiguration auch auf andere Rechner kopiert wird.
Die Französische Gendarmerie hat in vier Jahren 37.000 Rechner auf Ubuntu umgestellt und spart damit bis zu 40 Prozent ihrer Betriebskosten ein. Bis zum nächsten Sommer sollen insgesamt 72.000 Computer Ubuntu nutzen.
Mit der Alpha von Qt 5.2 werden erstmals Android sowie iOS voll unterstützt. Der QML-Stack erhielt einen neuen Renderer und ist nun unabhängig von Googles V8. Die finale Version soll Ende November zusammen mit dem QtCreator 3.0 erscheinen.
Samsung-Angestellte haben eine OpenACC-Implementierung für GCC vorgestellt. Damit lassen sich spezielle Aufgaben eines Programms direkt auf einen Beschleuniger wie die GPU auslagern.
Der BeOS-Nachbau Haiku hat eine Paketverwaltung erhalten. Neben einem Kommandozeilenwerkzeug ist ein GUI entstanden und Nutzern ist es möglich, Haikuports zusammen mit der Paketverwaltung zu nutzen.
Der Linux-Distributor Red Hat und Nvidia arbeiten gemeinsam an einem Kernel-API, das es Treiberentwicklern ermöglichen soll, die Adressräume der CPU von der GPU aus zu nutzen.
Das KDE-Team erklärt detailliert seinen Plan zur kommenden Generation der Basisbibliotheken des Projekts. Einige dieser modularen Frameworks können einzeln als Qt-Addon verwendet werden und sollen erstmals im Dezember 2013 in einer Vorschau erscheinen.
Mit Detailverbesserungen am Design und Bugfixes bietet Gnome 3.10 einen stabilen Desktop. Wer es weniger langweilig mag und Herausforderungen sucht, kann mit Gnome 3.10 aber auch neue Apps und Wayland testen, oder noch besser: direkt anfangen, den Code zu hacken und dem Gnome-Team helfen.
Mit der Beta von KDE Telepathy 0.7 können über Jabber verbundene Personen gemeinsam an einem Dokument arbeiten. Zudem können Steam-IM und Groupwise-Accounts genutzt werden, und das Chatfenster zeigt auch Latex-Mathe-Formeln.
Mit der Veröffentlichung der Beta von Opensuse 13.1 wird die Entwicklung der Pakete eingefroren und es werden nur noch Fehler behoben. Für Anwender stehen Kernel 3.11, KDE SC 4.11 und die Beta von Gnome 3.10 sowie weitere zum Testen bereit.
Entwickler und Betreuer verschiedener ZFS-Implementierungen wollen ihre Anstrengungen im OpenZFS-Projekt bündeln. Dabei soll das Dateisystem systemübergreifend vereinheitlicht und Code ausgetauscht werden.
Das als freie Skype-Alternative gestartete GNU-Free-Call-Projekt stellt erste Arbeiten am grafischen Client vor. Die VoIP-Anwendung soll verschlüsselte Kommunikation in einem P2P-Netz ohne zentrale Kontenverwaltung ermöglichen und im kommenden Winter verfügbar sein.
Die aktuelle Systemd-Version erkennt Home- und Swap-Partionen mittels GPT-ID und hängt diese entsprechend ein, wodurch die Verwendung der Fstab-Datei auf vielen Systemen nicht mehr notwendig ist.
Die Entwicklungsversion des kommenden FreeBSD 10 verzichtet nun standardmäßig darauf, GCC und Libstdc++ auf Systemen zu bauen, die LLVMs Clang unterstützen. Die GPL-lizenzierte Software kann aber weiterhin genutzt werden.
Der Lima-Treiber-Entwickler Verhaegen schreibt, Intel verhindere mit dem Entfernen der XMir-Patches jeglichen fairen Wettbewerb zwischen Wayland und Mir. Das Unternehmen habe damit jeglichen moralischen Vorsprung gegenüber Canonical verspielt.
Der neue X.org-Treiber von Intel wird Ubuntus XMir nicht unterstützen. Der Code war wenige Tage in einer Vorabversion des Treibers vorhanden und ist auf Weisung des Intel-Managements wieder entfernt worden.
Das Konzept ist von Jack inspiriert: Verschiedene virtuelle Instrumente wie Synthesizer oder Effektgeräte lassen sich miteinander verbinden und so kombiniert benutzen. Mit Patchfield steht Musikern nun solch ein Soundserver für Android zur Verfügung.
Kein Chef, keine Unternehmensrichtlinien, sondern nur ein zusammengewürfelter Haufen von Entwicklern erstellt seit nunmehr 20 Jahren die Distribution Debian. Diskussionen und politische Ideale halten das Projekt zusammen und sorgen für ein Fortbestehen, was einfacher klingt, als es ist.
Ein Team von Wissenschaftlern um den Ucla-Professor Amit Sahai soll eine Möglichkeit gefunden haben, Code zu erzeugen, bei dem Reverse-Engineering nicht möglich ist. Die Arbeit ist aber theoretischer Natur.
Der Displayserver Wayland kann nun auch experimentell mit der Prime-Infrastruktur verwendet werden. Damit sollten sich auch nach X11 Dual-GPU-Lösungen unter Linux nutzen lassen.