Antisipate: GNU Free Call stellt GUI-Client vor

Vor etwa zweieinhalb Jahren kündigte der Entwickler David Sugar das Projekt GNU Free Call an , eine freie und einfach zu verwendende Alternative zu Skype. Nach Arbeiten an Serverdiensten steht nun erstmals eine grafische Oberfläche(öffnet im neuen Fenster) der hauptsächlich von Sugar vorangetriebenen Software bereit.
Noch kann Antisipate - so der Name der GUI - aber nicht viel mehr, als sich an einem Server zu registrieren und die Verbindung fehlerfrei aufrechtzuerhalten. Sugar schreibt allerdings(öffnet im neuen Fenster) , dass das Hinzufügen der eigentlichen Funktionen wie Chatten und Telefonieren nun kein großes Problem mehr sei, da er auf die Kenntnisse und den Code bestehender Anwendungen wie SFLPhone zurückgreifen könne.
Für Anwender soll Antisipate möglichst einfach zu nutzen sein, weshalb auch die von Sugar vorgestellte Designstudie geradezu minimalistisch wirkt. So soll es für das Login ausreichen, Benutzer-URI und Passwort einzugeben. Wenn Nutzer wie vorgesehen den Sip-Witch-Server lokal verwenden, soll die Anmeldung dank Zeroconf-Protokoll sogar fast automatisch erfolgen. Der Rest der GUI beschränkt sich auf ein Adressbuch und ein Chat-Fenster, das sich wahlweise in ein Anruffenster verwandeln können soll, um über ZRTP verschlüsselte Gespräche aufzubauen.
Antisipate könnte zusammen mit einer aktuellen Version des SIP-Servers Sip Witch bereits im Winter 2013 in einer ersten, voll funktionsfähigen Version bereitstehen. Es sollen Pakete sowohl für Fedora 21 als auch Debian Testing verfügbar sein.
Für Interessierte steht auf dem Blog von Sugar eine Anleitung bereit(öffnet im neuen Fenster) , um den gesamten Code des Projekts selbst zu kompilieren. Debian-Pakete gibt es in einem von Sugar selbst gepflegten Repository(öffnet im neuen Fenster) .



