Init-System: Systemd 207 macht Fstab optional

Die aktuelle Systemd-Version erkennt Home- und Swap-Partionen mittels GPT-ID und hängt diese entsprechend ein, wodurch die Verwendung der Fstab-Datei auf vielen Systemen nicht mehr notwendig ist.

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Systemd macht die Fstab-Datei überflüssig.
Systemd macht die Fstab-Datei überflüssig. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Der Linux-Init-Dienst Systemd enthält in der nun veröffentlichten Version Funktionen, um Home- und Swap-Partitionen auf GPT-Festplatten automatisch anhand ihrer IDs zu erkennen, wodurch diese ins System eingebunden werden können. Für viele Konfigurationen wird die Dateisystemtabelle /etc/fstab somit optional, wie es in der Ankündigung heißt, da der Init-Dienst nun bestimmte, häufig genutzte Partitionen auf der Root-Festplatte automatisch erkennt.

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Diese Neuerung bedeutet aber nicht, dass Administratoren auf die Verwendung der altbewährten fstab verzichten müssten. Die Einträge zu den Partitionen werden weiterhin von Systemd eingelesen, während des Startprozesses in Systemd-Unit-Dateien übersetzt und anschließend verwendet. Sollten die Systemd-Entwickler künftig ganz auf die Unterstützung der Fstab-Datei verzichten, können Administratoren verschiedene Einhängeoptionen mit den sogenannten Mount-Units festlegen, wie dies bereits standardmäßig für das Verzeichnis /tmp existiert, das als Tmpfs genutzt wird.

Darüber hinaus leitet Systemd nun keine Umgebungsvariablen des Kernels oder der Initrd automatisch an System-Dienste weiter. Falls gewünscht, lässt sich dies allerdings über die Kernel-Kommandozeile systemd.setenv= erreichen. Ebenso werden ab sofort sämtliche Nachrichten des Logging-Dienstes Journald so auf der Festplatte gesichert, dass diese nach einem eventuellen Neustart verfügbar sind, falls Journald Nachrichten mit den Warnstufen CRIT, ALERT oder EMERG erhält.

Die Neustart-Funktionen für Dienste können nun außerdem so konfiguriert werden, dass ein Dienst entsprechend neu gestartet wird, wenn dieser keine Watchdog-Keep-Alive-Nachrichten mehr sendet. Der Getty-Generator von Systemd startet Getty nun auch nicht mehr nur auf der primären Kernel-Konsole, sondern auch auf allen anderen, was die Reihenfolge der Einträge in der Kernel-Kommandozeile console= weniger wichtig werden lässt.

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Eine Zusammenfassung weiterer Neuerungen in Systemd 207 findet sich in der Ankündigung, der Quellcode der Software steht ab sofort zum Download bereit.

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