Abo
  • Services:
Anzeige
Matthew Garrett analysiert den XMir-Status.
Matthew Garrett analysiert den XMir-Status. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Matthew Garrett: XMir-Probleme liegen an Ubuntus Smartphone-Fokus

Matthew Garrett analysiert den XMir-Status.
Matthew Garrett analysiert den XMir-Status. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Sollte Canonical die Mir-Entwicklung weiter mit dem Fokus auf Ubuntu for Phones voranbringen, wird XMir immer problematisch bleiben, meint der Kernel-Entwickler Matthew Garrett. Das Unternehmen könnte XMir aber auch gleich einstellen.

Diese Woche gaben Canonical-Entwickler bekannt, dass XMir doch nicht standardmäßig in Ubuntu 13.10 verwendet werden wird, was an noch vorhandenen Fehlern liege. Der Kernel-Entwickler Matthew Gerrett glaubt aber, einige Fehler stammten daher, dass der Display-Server Mir hauptsächlich im Hinblick auf die Nutzung mit Smartphones geschrieben wird, statt für die Ubuntu-Desktop-Version. Das Canonical-Management müsse dies ändern, wenn XMir jemals standardmäßig eingesetzt werden solle.

Anzeige

Mir-Design für Smartphones

Garretts Urteil gründet sich vor allem auf die Analyse des Bug #1192843, der den Wechsel in ein virtuelles Terminal (VT) beschreibt, wobei XMir aber weiterhin für alle Sessions sämtliche Eingaben erhält, statt nur für das laufende VT. Dadurch könnten Passwörter offengelegt werden. Der Fehler ist zwar mittlerweile als behoben markiert, was Garrett auch einräumt. Er sagt, es gebe aber immer noch eine kleine zeitliche Lücke, in der der Fehler auftreten könnte - auch wenn dieses Verhalten vermutlich nicht aus Versehen ausgelöst werden könne.

Im X.org-X-Server werden derartige Fehler dadurch vermieden, dass der VT-Wechsel erst dann durchgeführt wird, wenn die Eingabegeräte aus der laufenden X-Sitzung gelöst wurden. Mir verhalte sich wegen einer Designentscheidung jedoch anders: Ubuntu-Phone-Clients hören auf, Eingaben zu erhalten, wenn sie dazu aufgefordert werden. Deshalb wird angenommen, dass sich der Ubuntu-Desktop ebenfalls so verhält.

Weitere XMir-Fehler

Darüber hinaus führt die Verwendung von XMir laut Garrett auf einigen Systemen zu korrumpierten Displays, der Server schreibe in freigegebene Speicherbereiche, unterstütze noch keine Farbprofile und die XRandr-Eigenschaften können nicht genutzt werden. Garrett zufolge reduziert der Einsatz von XMir damit die Funktionalität, ohne einen sichtbaren Vorteil zu liefern.

Einige der XMir-Fehler seien aber eigentlich Fehler in den X.org-Treibern, die nur bisher nicht ausgelöst wurden, andere seien dadurch begründet, dass in den Treibern ein bestimmtes Verhalten angenommen werde, welches XMir verletze.

XMir einstampfen

Es sei offensichtlich, dass Canonical sich mit XMir zu viel vorgenommen habe. Schließlich arbeite nur ein Entwickler mit X-Server-Erfahrung Vollzeit an dem Projekt, auch seien keine Spielräume für auftretende Fehler in den Zeitplan mit aufgenommen wurden.

Ohne große Beiträge der Community müsse Canonical also endlich anfangen, XMir eine hohe Priorität einzuräumen, statt "zu erwarten, dass eine kleine Zahl von Entwicklern Wunder vollbringt". Alternativ könnte der Linux-Distributor aber auch auf XMir verzichten und sich stattdessen komplett auf Unity 8 und Mir konzentrieren.


eye home zur Startseite
birdy 05. Okt 2013

Unity7 nein. Unity8 ist noch nicht so weit (für den Desktop)

Thaodan 04. Okt 2013

war auch nicht dazu gedacht ganze DEs in sich laufen zu lassen.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. cambio CarSharing MobilitätsService GmbH & Co KG, Bremen
  2. Messko GmbH, Oberursel
  3. S Broker AG & Co. KG, Wiesbaden
  4. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Game of Thrones, Big Bang Theory, The Vampire Diaries, Supernatural)
  2. (u. a. Logan Blu-ray 9,97€, Deadpool Blu-ray 8,97€, Fifty Shades of Grey Blu-ray 11,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Bad News

    Browsergame soll Mechanismen von Fake News erklären

  2. Facebook

    Denn sie wissen nicht, worin sie einwilligen

  3. Opensignal

    Deutschland soll auch beim LTE-Ausbau abgehängt sein

  4. IBM Spectrum NAS

    NAS-Software ist klein gehalten und leicht installierbar

  5. Ryzen V1000 und Epyc 3000

    AMD bringt Zen-Architektur für den Embedded-Markt

  6. Dragon Ball FighterZ im Test

    Kame-hame-ha!

  7. Für 4G und 5G

    Ericsson und Swisscom demonstrieren Network Slicing

  8. FTTH

    Gewerbegebiete in Hannover und Potsdam bekommen Glasfaser

  9. Streaming

    Microsoft Store wird auf Mixer eingebunden

  10. Kubernetes

    Kryptomining auf ungesicherten Tesla-Cloud-Diensten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Razer Kiyo und Seiren X im Test: Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
Razer Kiyo und Seiren X im Test
Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
  1. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
  2. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet
  3. Razer Akku- und kabellose Spielemaus Mamba Hyperflux vorgestellt

Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes Anschlusswunder
Fujitsu Lifebook U727 im Test
Kleines, blinkendes Anschlusswunder
  1. Palmsecure Windows Hello wird bald Fujitsus Venenscanner unterstützen
  2. HP und Fujitsu Mechanischer Docking-Port bleibt bis 2019
  3. Stylistic Q738 Fujitsus 789-Gramm-Tablet kommt mit vielen Anschlüssen

  1. Re: Das kann nicht in D klappen

    Teebecher | 16:29

  2. Werbung...

    Grevier | 16:28

  3. Re: Jetzt sind Autos endlich leise

    stiGGG | 16:27

  4. Re: Verpflichtung zu AGB in leichter Sprache

    coass | 16:27

  5. Re: Netzabdeckung Norwegen

    DooMMasteR | 16:27


  1. 16:29

  2. 16:01

  3. 15:30

  4. 15:15

  5. 15:00

  6. 14:02

  7. 13:51

  8. 12:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel