Grafiktreiber: Nvidia arbeitet mit Red Hat an Grafik-API

In den nächsten Jahren werde sich jeder der Anwesenden mit seiner Implementierung beschäftigen müssen, kündigte der Entwickler Jérôme Glisse seinen Vortrag auf der diesjährigen X.org-Developers-Conference an. Damit wird er wohl recht behalten, denn der Red-Hat-Angestellte arbeitet an einem geräteunabhängigen API, das es ermöglichen soll, von der GPU aus auf die Adressräume der CPU zuzugreifen.
Das neue API entsteht dabei in einer Zusammenarbeit von Red Hat und Nvidia. Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt , dass der Chiphersteller den Linux-Entwicklern eine Dokumentation zur Verfügung stellt, die dem freien Nouveau-Treiber zugutekommt. Das nun entstandene API hilft aber nicht nur dem proprietären und freien Linux-Treiber für Nvidia-Karten, sondern soll vielmehr allen Geräten zur Verfügung stehen und könnte damit etwa auch in virtualisierten Umgebungen von Vorteil sein.
Hauptsächlich wurde das API aber in Hinblick auf Grafikkarten implementiert. So können zum Beispiel Texturen ohne ein Memcpy auf die GPU geladen oder Sparse-Textur-Erweiterungen(öffnet im neuen Fenster) automatisch von der Festplatte geladen werden. Ebenso können die auf der GPU ausgeführten OpenGL-Funktionen auf den Adressraum einzelner Prozesse zugreifen und ermöglichen so nahtlose Compute-Shader(öffnet im neuen Fenster) .
Bis jetzt existiert ein laufender Prototyp, der in Kürze als RFC-Patch, also mit der Bitte um Kommentare (Request for comment), allen Kernel-Entwicklern bereitstehen soll. Der kurze Foliensatz zu Glisses Vortrag steht auf der Konferenz-Webseite zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.