Von Alles über Neuland bis Zielperson: Die Enthüllungen von Edward Snowden haben uns eine Vielzahl von überraschenden Erkenntnissen über die Arbeit von Geheimdiensten, die Funktion des Internets und die Kommunikationsgewohnheiten von Politikern beschert.
Erstmals ist eine Ransomware für Android-Geräte entdeckt worden, die tatsächlich Dateien verschlüsselt. Betroffenen wird ein Zugang zu den Daten versprochen, sobald sie Lösegeld gezahlt haben.
Von Politik und Konzernen ist eine wesentliche Eindämmung der Überwachung nicht zu erwarten. Können wir also gar nichts tun? Doch, aber dazu müssen wir uns die Mühe machen, neu zu denken, Bedeutung gewinnen - und unsere "German Angst" überwinden.
Update Die Reaktionen aus den USA auf das Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts zum Merkel-Handy kamen prompt: Die Obama-Regierung bevorzuge ein direktes Gespräch, heißt es aus dem Weißen Haus.
Mit der neuen Funktion Family Sharing von iOS 8 sollen Familien in der Lage sein, eine App einmalig zu kaufen und anschließend mit bis zu sechs Apple-IDs zu nutzen. Apple fordert Entwickler nun auf, die Funktion in ihren Apps freizuschalten.
Zu komplex, zu unsicher und unausgereift: Die Kritik an der Verschlüsselung von E-Mails reißt auch ein Jahr nach den ersten Enthüllungen von Edward Snowden nicht ab. Dabei wurde gerade im vergangenen Jahr vieles umgesetzt, was lange gefordert wurde. Die E-Mail-Verschlüsselung bleibt aber kompliziert.
Update Ein Jahr nach Beginn der NSA-Affäre startet der Generalbundesanwalt ein Ermittlungsverfahren gegen die US-Geheimdienste. Allerdings geht es nicht um die Massenüberwachung von Bürgern. Noch nicht.
Auch wenn die Snowden-Enthüllungen immer weniger Menschen interessieren: Ein Jahr nach dem Beginn des NSA-Skandals ist die Unsicherheit zu persönlichen Daten im Internet auf einem neuen Höchststand. Der Staat gilt als größere Bedrohung als Cyberkriminelle.
Wegen des Spähangriffs auf Bundeskanzlerin Merkel soll nun doch ermittelt werden. Die mögliche Ausspähung von Millionen Bundesbürgern interessiert die Bundesanwaltschaft offenbar weniger.
Eine Frau, die wegen Porno-Streamings bei Redtube abgemahnt wurde, hat vor Gericht bestätigt bekommen, dass die Archiv AG keine finanziellen Ansprüche gegen sie hat. Das Gericht hat auch eine wichtige grundsätzliche Aussage zum Streaming gemacht.
Jedes vierte Unternehmen in Deutschland macht sich um das Thema Sicherheit wenig Gedanken. Das ist das Ergebnis einer Studie unter mittelständischen Firmen. Laut dem BKA entstehen dadurch jährliche Schäden in Milliardenhöhe.
Fast unbemerkt haben Entwickler eine weitere Sicherheitslücke in der Kryptobibliothek GnuTLS geschlossen. Anwendungen, die die Bibliothek nutzen, müssen jedoch ebenfalls angepasst werden.
Der Chef des US-Geheimdienstes NSA hat Berichte zurückgewiesen, denen zufolge die Behörde Bilder von US-Bürgern im Internet sammelt. Für die Spionagearbeit im Ausland werde die Technologie hingegen eingesetzt.
Im Oman zapft der britische Geheimdienst GCHQ Unterseekabel an, um Daten aus dem Internet abzugreifen. Das belegen neue Dokumente aus dem Fundus von Edward Snowden.
Update Seit fast einem Jahr liegt der Bundesregierung ein Festnahmeersuchen für Edward Snowden vor. Die Grünen wollen "bald" klagen, um dessen Vernehmung in Deutschland durchzusetzen.
Es war ein "Büroversehen" der Regierung, dass ein Bundestagsabgeordneter nicht über ein Projekt zur Ausforschung sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter informiert wurde. Eine Fraunhofer Gesellschaft und IBM wurden mit den Forschungen zu WeroQ beauftragt und bekommen 1,35 Millionen Euro.
Das US-Justizministerium hat Anklage gegen den Kopf eines internationalen Hacker-Rings erhoben. Die Gruppe soll sich mit Hilfe von Software Zugang zu Bankinformationen verschafft und so Millionen Dollar erbeutet haben.
Eine Sicherheitslücke in einem weit verbreiteten USB-UMTS-Stick ermöglicht es Angreifern, mit einer manipulierten Webseite SMS zu verschicken. Ein Update gibt es bisher nicht.
Wer LTE als Festnetzersatz anpreist, muss auch das Datenvolumen entsprechend anpassen. Dann dürften die meisten betroffenen Kunden auch mit einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 10 bis 20 MBit/s zufrieden sein, so eine Verbraucherzentrale.
Update Fast die Hälfte der Bundesbürger ist dafür, Edward Snowden Asyl in Deutschland zu gewähren. Snowden selbst will Moskau offenbar verlassen. Er würde sich über Zuflucht in Brasilien freuen, sagte er einer Zeitung.
Nachdem Glenn Greenwald sein Medienprojekt The Intercept gründete, heuerte er den Sicherheitsexperten Micah Lee an. Der installierte sofort Linux auf Greenwalds Arbeitsrechner.
Der Heartbleed-Fehler ist offenbar noch in zahlreichen WLAN-Routern vorhanden, genauer im Authentifizierungsprotokoll EAP. Das berichtet der Sicherheitsexperte Luis Grangeia.
Zum Schutz "vor Angriffen und dem Missbrauch von Daten" will Forschungsministerin Johanna Wanka die IT-Forschung mit einem Millionenbetrag fördern - für die Entwicklung von Sicherheitssystemen und Big Data.
Update Nach zwei Jahren Fahndung durch Interpol wurde jetzt ein weiterer Gründer von The Pirate Bay verhaftet. Die deutsche Piratenpartei spricht von einem Schauprozess der Copyright-Lobby gegen die private Nutzung von Inhalten im Internet.
Laut dem Snowden-Archiv sammelt die NSA Millionen Bilder im Internet, um weltweit Menschen zu identifizieren. Dabei kämen auch Spionagesatelliten zum Einsatz und Ausweisdatenbanken im Ausland würden angezapft. Ob soziale Netzwerke ausgewertet werden, wollte die NSA nicht sagen.
Der BND rüstet auf. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung will der Auslandsgeheimdienst Twitter, Facebook und Co. gezielter überwachen. Und zwar noch während die Nutzer aktiv sind.
Security-Forscher in den USA beklagen zunehmend das aus dem Jahr 1986 stammende Anti-Hacker-Gesetz. Sie würden damit nicht nur in ihrer Arbeit behindert, sondern gerieten immer mehr ins Visier der Strafverfolgungsbehörden.
Die Truecrypt-Macher haben wohl an der Entwicklung der Software kein Interesse mehr. Sie sei nur für Windows XP gemacht worden. Das teilte ein mutmaßliches Mitglied des Truecrypt-Teams mit.
Die Linux-Foundation sammelt Geld für Kern-Infrastruktur wie OpenSSL und gibt nun erste Pläne bekannt. Beraten sollen das Projekt Linux-Kernel-Hacker und Bruce Schneier sowie Eben Moglen.
Nach dem umstrittenen EuGH-Urteil hat Google heute ein Löschformular online gestellt. Zugleich will der Suchmaschinenbetreiber versuchen, Zensurversuche von Regierungen abzuwehren, die sich auf das Urteil berufen.
Die US-Behörden haben eine E-Mail-Unterhaltung zwischen Edward Snowden und seinen Vorgesetzten bei der NSA veröffentlicht. Darin will der Ex-Mitarbeiter Bedenken über die Abhörprogramme geäußert haben.
Im renommierten US-Sender NBC hat der Whistleblower Edward Snowden über seine mögliche Rückkehr in die USA gesprochen. Doch die US-Regierung zeigt sich unnachgiebig.
Das Visiobike ist ein Elektrofahrrad, bei dem ein Smartphone als Bordcomputer dient: Es ist Kamera- und Tretunterstützungssteuerung, GPS-Tracker, Navigator und Schloss in einem. Wir haben es noch vor der Indiegogo-Kampagne ausprobiert.
Update "Truecrypt ist nicht mehr sicher." Diese Worte samt einer Anleitung zum Umstieg auf andere Verschlüsselungssoftware verunsichern Besucher der Truecrypt-Webseite. Die aktuelle Version 7.2 entschlüsselt nur noch. Die Hintergründe bleiben unklar.
Auf der anderen Seite der Erde haben Unbekannte begonnen, mit kompromittierten Apple-IDs iPhones zu sperren und Lösegeld zu fordern. Betroffen sind vor allem diejenigen, die sich ihre ID hacken ließen und keinen Passwortschutz im iPhone eingestellt haben.
Das BSI hat bei einer Botnetz-Analyse Zugangsdaten zu FTP-Servern diverser deutscher Internetprovider gefunden. Die Daten wurden vermutlich genutzt, um auf den betroffenen Systemen Schadsoftware zu hinterlegen.
Der Trick, mittels einer Änderung an der Registry Windows XP weiter zu Updates zu verhelfen, ist riskant. Das sagte nun auch Microsoft US-Medien. Nutzer, die das Verfahren anwenden, könnten sich nicht sicher fühlen.
Die Linke spricht von einem "beispiellosen Akt der Rechtsbeugung": Offenbar will der Generalbundesanwalt nicht gegen den US-Geheimdienst NSA ermitteln. Laut Medienberichten hätten die Ermittler angeblich zu wenig Beweise.
Der Streit zwischen China und den USA um angebliche Spionage geht in die nächste Runde: Peking will die Banken des Landes offenbar dazu bringen, ihre IBM-Server gegen heimische Hardware auszutauschen.
Er könne weitere Informationen zur massenhaften Überwachung in Deutschland liefern - das wiederholte der NSA-Whistleblower Edward Snowden im Gespräch mit dem Stern. Unionspolitiker verlangen Beweise.
Nach einem Hacker-Angriff gibt es ein Update der Spotify-App für Android. Außerdem werden einige Spotify-Nutzer aufgefordert, Login-Namen und Passwort erneut einzugeben. Bislang sei nur ein Benutzer von dem Angriff betroffen, heißt es.
Eine staatliche Schlichtungsstelle soll die Löschung in den Google-Trefferlisten regeln. Der freie Informationszugang müsse den gleichen Stellenwert haben wie der Datenschutz, fordern Journalisten.
Google will offenbar zusätzlich zu den Nest-Rauchmeldern ein Unternehmen kaufen, das Webcams herstellt, die bei Einbrüchen in Wohnungen und Büros per Smartphone alarmieren.
Eine einzige Abgeordnete der Piraten hat es in das EU-Parlament geschafft. In Schweden, dem Mutterland der Partei, verloren die Piraten satte 4,9 Prozent.
Den Ausbau des NSA-Standorts bei Darmstadt haben deutsche Steuerzahler mit rund 860.000 Euro mitfinanziert. Seit 2003 hat der Bund damit fast eine Milliarde Euro für US-Stützpunkte ausgegeben.
Die NSA-Affäre habe gezeigt, dass Menschen ihre Privatsphäre im Internet selbst schützen müssten. Es sei unrealistisch, dass die NSA in absehbarer Zeit mit ihrer Schnüffelei aufhöre. Das sagte Glenn Greenwald bei seiner Buchvorstellung in Berlin.