Abo
  • Services:

Social Media: Polizei soll verstärkt auf Facebook-Fahndung setzen

Die Erfahrung mit Pilotprojekten hat die Polizei überzeugt. Künftig sollen Fahndungsaufrufe verstärkt auch auf sozialen Netzwerken gepostet werden, schlägt Hamburgs Innensenator vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Fahnungsaufruf der Polizei Hannover auf Facebook
Fahnungsaufruf der Polizei Hannover auf Facebook (Bild: Polizei Hannover/Screenshot: Golem.de)

Nach positiven Erfahrungen in einzelnen Ländern sollen die Polizeibehörden in ganz Deutschland ihre Fahndungsaufrufe auch auf Facebook verbreiten. Eine Fahndung der Polizei müsse möglichst viele Menschen erreichen, sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) der Neuen Osnabrücker Zeitung zur Begründung. "Da kommen wir um soziale Netzwerke wie Facebook nicht länger herum." Er will auf der anstehenden Innenministerkonferenz in Osnabrück die Fahndung in sozialen Netzwerken seinen Ressortkollegen empfehlen.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Neumann ist überzeugt: Die Nutzung der Netzwerke werde "die Erfolgsaussichten der Fahndung der Polizei deutlich verbessern". In seiner Einschätzung stützt er sich auf die Ergebnisse einer Bund-Länder-Projektgruppe. An der Gruppe war auch die Polizei in Niedersachsen beteiligt, die bereits seit zwei Jahren die Möglichkeiten von Facebook nutzt. Zuvor hatte die Polizei in Hannover die Methode getestet. "Die Resonanz war sehr positiv", sagte Uwe Schwellnus, Pressesprecher des Landeskriminalamts Niedersachsen, auf Anfrage von Golem.de. Allerdings lässt sich nicht angeben, wie viele Hinweise auf mögliche Täter tatsächlich von Facebook-Nutzern kommen.

Zudem ist die Polizei in ihren Möglichkeiten deutlich eingeschränkt. Aus Datenschutzgründen darf beispielsweise kein Foto eines Verdächtigen hochgeladen werden. So finden sich im Facebook-Profil der Polizei Hannover nicht mehr als kurze Links auf die eigentlichen Fahndungsseiten der Polizei. Als Problem können sich auch die Kommentare erweisen. Diese werden bewertet und gegebenenfalls gelöscht. "Mitunter gibt es dort nicht sachgerechte Kommentare", sagte Schwellnus.

Zudem sollen keine Hinweise auf mögliche Täter auf Facebook erscheinen. Dies müsse sichergestellt werden, um mögliche Hetzjagden und Selbstjustiz zu unterbinden, sagte Hamburgs Innensenator zur Begründung. Wozu dies führen könnte, zeigen mehrere Beispiele aus den vergangenen Jahren. So gab es Aufrufe zur Lynchjustiz nach dem Mord an der elfjährigen Lena in Emden. In Frankfurt am Main wurde jüngst eine Facebook-Gruppe zur Jagd auf einen Serienvergewaltiger gegründet.

Hamburgs Innensenator Neumann will seine Einschätzung auf der am kommenden Mittwoch beginnenden Tagung der Innenminister vorstellen. Ebenso wie Niedersachsen nutzen auch Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sowie das Bundeskriminalamt die sozialen Netzwerke für ihre Fahndung.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,49€
  2. (-20%) 15,99€
  3. (-50%) 4,99€
  4. 34,99€ (erscheint am 14.02.)

Himmerlarschund... 03. Dez 2013

Ja, bleibt es, denn genau das wird schon seit einer Weile bei Facebook gemacht und soll...

Prypjat 02. Dez 2013

Du meinst Smurfkontrolle oder? Was Schlumpfen Sie hier so rum?

Anonymer Nutzer 02. Dez 2013

Alkohol am Steuer kommt also auch noch dazu? ;-)


Folgen Sie uns
       


Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_

Diese Episode Golem retro_ beleuchtet Need for Speed 3 Hot Pursuit aus dem Jahre 1998. Der dritte Serienteil gilt bis heute bei den Fans als unerreicht gut.

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998) - Golem retro_ Video aufrufen
Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
  2. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  3. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant

Slighter im Hands on: Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
Slighter im Hands on
Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist

CES 2019 Mit Slighter könnte ausgerechnet ein Feuerzeug Rauchern beim Aufhören helfen: Ausgehend von den Rauchgewohnheiten erstellt es einen Plan - und gibt nur zu ganz bestimmten Zeiten eine Flamme.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show
  2. Royole Flexpai im Hands on Display top, Software flop
  3. Alienware Area 51m angesehen Aufrüstbares Gaming-Notebook mit frischem Design

Elektroauto: Eine Branche vor der Zerreißprobe
Elektroauto
Eine Branche vor der Zerreißprobe

2019 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Politik und Autoindustrie stehen in diesem Jahr vor Entwicklungen, die über die Zukunft bestimmen. Doch noch ist die Richtung unklar.
Eine Analyse von Dirk Kunde

  1. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  2. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden
  3. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren

    •  /