Abo
  • Services:

Android 4.3: Apps können Sperrbildschirm-Mechanismus deaktivieren

In Android 4.3 befindet sich eine Sicherheitslücke, die es anderen Apps ermöglicht, den Sperrbildschirm-Mechanismus abzuschalten. Unbefugte könnten damit Zugriff auf die Gerätedaten erhalten, müssten dazu aber das betreffende Smartphone oder Tablet in die Hände bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Sicherheitsloch in Android 4.3
Sicherheitsloch in Android 4.3 (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Das deutsche Sicherheitsunternehmen Curesec hat in Android 4.3 eine Sicherheitslücke entdeckt, die bislang von Google nicht geschlossen wurde. Unbefugte können darüber den Sperrbildschirm-Mechanimus abschalten. Mit einer speziellen App lässt sich das Ausnutzen der Sicherheitslücke überprüfen respektive nachstellen. Diese App hat Curesec veröffentlicht, nachdem erste Details zu der Sicherheitslücke bereits vergangene Woche veröffentlicht wurden.

Stellenmarkt
  1. Diamant Software GmbH & Co. KG, Bielefeld
  2. Diehl Metering GmbH, Ansbach / Metropolregion Nürnberg

Google wurde laut Curesec im Oktober 2013 auf den Fehler hingewiesen. Ende November 2013 entschlossen sich die Sicherheitsexperten, die Sicherheitslücke öffentlich zu machen, nachdem Google auf den Bericht dazu nicht reagiert hatte.

Die Sicherheitslücke in Android 4.3 ermöglicht es einem Angreifer, einen eingerichteten Sperrbildschirm wieder abzuschalten. Wenn also der Nutzer etwa auf seinem Smartphone eine Kennwort-, PIN- oder Musterabfrage aktiviert hat, kann diese ohne Zutun des Nutzers deaktiviert werden. Das Opfer muss allerdings dazu verleitet werden, eine APK-Datei zu installieren. Und die lässt sich auch nur installieren, wenn auf dem Gerät das Installieren aus unbekannten Quellen aktiviert wurde. Das ist unter anderem erforderlich, um Android-Apps aus anderen Shops als den Play Store zu installieren.

Die von Curesec bereitgestellte Beispiel-App kann den Sperrbildschirm wahlweise sofort oder zu einem bestimmten Zeitpunkt deaktivieren. Normalerweise muss das Abschalten des Sperrbildschirm-Mechanismus mit PIN, Kennwort oder Sperrmuster bestätigt werden. Diese Abfrage wird aber übersprungen, so dass der Nutzer erstmal nicht bemerkt, wenn die Sperre abgeschaltet wird. Damit ein Unbefugter die Sicherheitslücke ausnutzen kann, braucht er direkten Zugriff auf das Gerät.

Laut Curesec ist ausschließlich Android 4.3 betroffen. Die dritte und letzte Jelly-Bean-Version ist bislang international nur wenig verbreitet. Laut den aktuellen Zahlen von Google laufen gerade mal 4,3 Prozent der Android-Geräte damit. Es wird auch erwartet, dass einige Hersteller für ihre Geräte kein Update auf Android 4.3 anbieten und es stattdessen überspringen und gleich ein Update auf das aktuelle Android 4.4 alias Kitkat verteilen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-20%) 47,99€
  3. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

Hu5eL 09. Dez 2013

Ob diese Lücke so in der Praxis wirklich ausgenutzt wird ist ein Punkt, dass sie nicht...

humpfor 04. Dez 2013

Wenn du root hast: DelayedLock! (Nutze ich und klappt super!)


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Youtube Music, Deezer und Amazon Music: Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer
Youtube Music, Deezer und Amazon Music
Musikstreaming buchen ist auf dem iPhone teurer

Wer seinen Musikstreamingdienst auf einem iPhone oder iPad bucht, muss oftmals mehr bezahlen als andere Kunden. Der Grund liegt darin, dass Apple - außer bei eigenen Diensten - einen Aufschlag von 30 Prozent behält. Spotify hat Konsequenzen gezogen.
Ein Bericht von Ingo Pakalski

  1. Filme und Serien Nutzung von kostenpflichtigem Streaming steigt stark an
  2. Highend-PC-Streaming Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
  3. Golem.de-Livestream Halbgott oder Despot?

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  2. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen
  3. Raumfahrt Nasa startet neue Beobachtungssonde Tess

Esa: Sonnensystemforschung ohne Plutonium
Esa
Sonnensystemforschung ohne Plutonium

Forscher der Esa arbeiten an Radioisotopenbatterien, die ohne das knappe und aufwendig herzustellende Plutonium-238 auskommen. Stattdessen soll Americium-241 aus abgebrannten Brennstäben von Kernkraftwerken zum Einsatz kommen. Ein erster Prototyp ist bereits fertig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  2. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder
  3. Raumfahrt China lädt die Welt zur neuen Raumstation ein

    •  /