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Bitcoins: Mehr als 4,5 Millionen britische Pfund im Müll

Bitcoins im Wert von etwa 4,5 Millionen britischen Pfund sind auf einer Festplatte und unter meterhohen Müllbergen verschwunden. Der Besitzer hatte den Datenträger versehentlich entsorgt, ohne ein Backup zu machen.
/ Jörg Thoma
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Als der Wert eines Bitcoins auf 1.000 US-Dollar stieg, bemerkte James Howell den Verlust von 7.500 Einheiten der virtuellen Währung. (Bild: Screenshot Golem.de)
Als der Wert eines Bitcoins auf 1.000 US-Dollar stieg, bemerkte James Howell den Verlust von 7.500 Einheiten der virtuellen Währung. Bild: Screenshot Golem.de

"Backups sind wichtig!" Dieser häufig verwendete Satz fällt immer dann, wenn Anwender Datenverluste beklagen. Der ehemalige Bitcoin-Besitzer James Howells dürfte künftig öfter Kopien seiner wichtigen Daten machen oder zumindest genau hinsehen, wenn er Festplatten entsorgt. Denn ein Datenträger, auf dem sich die Schlüssel für insgesamt 7.500 Bitcoins befinden, ist auf dem Müll gelandet.

Genauer gesagt liegt die Festplatte inzwischen unter dem Müll. Denn als Howells den Verlust bemerkte, waren mehrere Wochen vergangen und auf der Müllhalde nahe dem walisischen Newport hatten sich weitere Tonnen Abfall gesammelt. Mehr als einen Meter tief liegt nun der Datenträger, auf dem die Schlüssel für Bitcoins im Wert von etwa 4,5 Millionen britischen Pfund gespeichert sind. Denn für ein Bitcoin gibt es inzwischen 1.000 US-Dollar auf dem Handelsplatz Mt. Gox(öffnet im neuen Fenster) – ein historisch hoher Wert.

Von null auf 4,5 Millionen

Howell hatte die Bitcoins bereits 2009 selbst generiert. Damals reichte die Rechenleistung seines Dell-Laptops, um die große Menge der virtuellen Währung zu generieren. Der damalige Wert der Bitcoins: fast null. Als er jetzt immer höher stieg, erinnerte sich Howell an seine inzwischen zu einem Vermögen angewachsene Bitcoin-Sammlung. Auf der Festplatte lag der private Schlüssel, ohne den Howell keinen Zugriff auf seine Bitcoins hat und sie folglich auch nicht ausgeben kann.

Howell habe verzweifelt die von ihm gemachten Backups durchsucht – und nichts gefunden, schreibt der Guardian(öffnet im neuen Fenster) . Er sei sogar zu der Müllhalde gefahren und habe sich den Teil zeigen lassen, in dem er die Festplatte vermutet. Er sei so groß wie ein Fußballplatz. Howell habe die Polizei kontaktiert, die für den Sucheinsatz von 15 Beamten und zwei Arbeitern, alle in Schutzkleidung, ein Vermögen verlangen würde. Die Kosten müsste er selbstverständlich auch dann übernehmen, sollte die Suche nach dem Datenträger erfolglos sein. Der Betreiber der Müllhalde in Newport ließ wissen, dass sie keine Schatzsucher auf dem Gelände erlauben würde. Sollte die Festplatte gefunden werden, würde sie selbstverständlich zurückgegeben.

Howell hat sich nach eigenen Angaben inzwischen mit dem Verlust abgefunden. Ohne Schlüssel bleiben Bitcoins nämlich für immer verloren.


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