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Redtube.com: "Von U+C-Streaming-Abmahnung sind über 10.000 betroffen"

Die Abmahnungen von Urmann + Collegen gegen private Streaming-Nutzer bei Redtube.com haben ein gewaltiges Volumen. Viele Betroffene haben gleich zwei oder drei Schreiben der Anwälte erhalten.
/ Achim Sawall
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Landgericht Köln (Bild: Landgericht Köln)
Landgericht Köln Bild: Landgericht Köln

Von den Streaming-Abmahnungen der U+C-Rechtsanwälte zu der Pornotube-Plattform Redtube.com dürften über 10.000 Menschen betroffen sein. Das hat der Rechtsanwalt Christian Solmecke Golem.de am 7. Dezember 2013 erklärt. "Wir hatten 10.000 Besucher auf einer Informationsunterseite zu diesen Streaming-Abmahnungen(öffnet im neuen Fenster) und am 6. Dezember 300 Telefonanrufe dazu. Hier geht es um Streaming, wir sind schon lange in der Verteidigung von Filesharing-Abmahnungen aktiv, aber eine so konzentrierte Abmahnwelle haben wir noch nie erlebt. Ich gehe davon aus, dass über 10.000 betroffen sind."

Redtube.com gehört zu den großen Pornotube-Webseiten im Internet, ist seit 2007 online, hat seinen Sitz in Houston, Texas, und betreibt Server in San Francisco und New Orleans. Das Unternehmen hat bisher keine Anfragen zu den Abmahnungen in Deutschland beantwortet.

Similarweb hatte in diesem Jahr gemessen , welchen Anteil Klicks auf pornografische Webseiten an der gesamten Internetnutzung hatten. Danach macht Pornografie in Deutschland 12,5 Prozent aller Webseitenaufrufe aus. Damit lag Deutschland weltweit an der Spitze der Statistik.

Viele Betroffene hätten zwei oder drei Abmahnungen erhalten, so Solmecke. Die Zielgruppe sei bunt gemischt: Frauen, Männer, Jugendliche, auch Anwältinnen seien darunter.

Weiter ist ungeklärt, woher die IP-Adressen der vermeintlichen Nutzer von Redtube.com stammen. Ein Golem.de-Leser berichtet , für den fraglichen Zeitpunkt in den Logfiles Hinweise darauf gefunden zu haben, dass er über einen Trafficdienst auf Redtube geleitet wurde. Solche Angebote für "Adult Skimmed Traffic" bewerben ihre Dienste(öffnet im neuen Fenster) im Internet. Andere berichten von Malware(öffnet im neuen Fenster) , die für die Weiterleitung verantwortlich sein soll. Dagegen spricht, dass bei der Geltendmachung von Auskunftsansprüchen beim Landgericht Köln normalerweise detailliert dargelegt werden muss, woher die IP-Adressen kommen.

Eine weitere Theorie ist, dass die Nutzer-IPs aus einem Honeypot stammen. Webmaster können eine API bei Redtube.com nutzen, um Inhalte hochzuladen. Eventuell ist es möglich, darüber auch die IP-Adressen der Nutzer eines Films einzusehen. Solche illegalen Methoden wurden in der Vergangenheit bereits bei P2P-Plattformen angewendet.


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