Abo
  • Services:
Anzeige
Das Abmahnschreiben
Das Abmahnschreiben (Bild: Golem.de-Leser)

U+C-Abmahnung Woher die Daten der Streaming-Nutzer kommen

Urmann + Collegen fordern 250 Euro von privaten Nutzern einer Streaming-Plattform. Das beim Streaming notwendige Zwischenspeichern sei eine Vervielfältigungshandlung, die Urheberrechte verletze.

Anzeige

In der ersten Abmahnung privater Streaming-Nutzer in Deutschland, die viel Aufsehen erregt hat, fordern Urmann + Collegen (U+C) von den Betroffenen 250 Euro. Das geht aus dem Abmahnschreiben an die Betroffenen hervor, das Golem.de vorliegt. U+C vertreten in dem Streit vor dem Landgericht Köln das Unternehmen The Archive AG aus der Schweiz. Es soll um das Streaming eines Pornofilms über die Plattform Redtube.com gehen.

Auf die Nachfrage von Golem.de, woher die Nutzerdaten stammten, erklärte eine U+C-Anwältin: "Aufgrund der entsprechenden Beschlüsse der jeweils zuständigen Landgerichte hat der Internet Service Provider des jeweiligen Verletzers die Daten verbeauskunftet." Ausdrücklich sei der Internet Service Provider, nicht Redtube, gemeint, bestätigte die Anwältin. Woher die Nutzerdaten der Streaming-Plattform stammten, sagte sie nicht.

Ein Sprecher des Landgerichts Köln bestätigte Golem.de, dass ein Aktenzeichen, Verfahren und Antragsteller existierten, so wie in dem Abmahnschreiben genannt. Das Landgericht Köln ist dafür zuständig, die Anträge im Auskunftsverfahren zu bearbeiten, damit Provider wie die Deutsche Telekom die Genehmigung bekommen, die Verknüpfung von Namen und IP-Adresse gegenüber den Rechteinhabern herauszugeben. "Was nicht geprüft wird, ist, ob die Abmahnung berechtigt ist. Es wird nur geprüft, ob von der IP-Adresse eine Urheberrechtsverletzung begangen wurde", sagte der Gerichtssprecher.

In dem Abmahnschreiben wird erklärt, dass dem Pornostudio die ausschließlichen Vervielfältigungsrechte an dem Film zustünden, die durch das Streaming verletzt würden. Das beim Streaming notwendige Zwischenspeichern sei eine Vervielfältigungshandlung, die Urheberrechte verletzte. Dabei sei unwichtig, ob das Werk dauerhaft oder nur vorübergehend gespeichert werde.

Dazu werden der Zeitpunkt des angeblichen Verstoßes, die IP-Adresse, das "Werk", eine Benutzerkennung und der Link auf die Datei in einem Datensatz aufgeführt.

Der Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz, Jan B. Heidicker aus Kamen, erklärte, dass eine Rechtsverletzung wahrscheinlich nicht gegeben sein dürfte. "Gerichtliche Entscheidungen über Nutzer der Streaming-Portale existieren in Deutschland nach unserer Kenntnis noch nicht." Im Gegensatz zu den klassischen Tauschbörsen würden durch Streaming die Inhalte nicht gleichzeitig anderen Personen zur Verfügung gestellt, so dass eine urheberrechtlich relevante öffentliche Zugänglichmachung nicht vorliege.

Gemäß Paragraf 44a Urheberrecht seien vorübergehende Vervielfältigungshandlungen wie hier im Cache zulässig, da sie flüchtig oder begleitend seien und einen integralen und wesentlichen Teil eines technischen Verfahrens darstellten.


eye home zur Startseite
n8c 15. Dez 2013

:D :D :D Die Hannebambel sind einfach zu durchschaubar.

megaheld 10. Dez 2013

Ich frage mich folgendes: Wenn die Abrufer des Filmchens alle einzeln verfolgt werden...

Anonymer Nutzer 09. Dez 2013

Ich hoffe sie landen da wo sie hingehören und zwar im Knast!

Anonymer Nutzer 09. Dez 2013

Auch ein Richter hat sich an Gesetze zu halten, oder er kann wegen Rechtsbeugung...

mumble 09. Dez 2013

Hier noch der Artikel dazu ;) : http://www.gulli.com/news/13481-bgh-hebelt...


Telemedicus / 10. Dez 2013



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  2. BG-Phoenics GmbH, München
  3. regio iT aachen gesellschaft für informationstechnologie mbh, Aachen
  4. Ratbacher GmbH, Coburg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,99€
  2. 19,49€
  3. 3,99€

Folgen Sie uns
       


  1. MacOS 10.13

    Apple gibt High Sierra frei

  2. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  3. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  4. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop

  5. Review Bombing

    Valve verbessert Transparenz bei Nutzerbewertungen auf Steam

  6. Big Four

    Kundendaten von Deloitte offenbar gehackt

  7. U2F

    Yubico bringt winzigen Yubikey für USB-C

  8. Windows 10

    Windows Store wird zum Microsoft Store mit Hardwareangeboten

  9. Kabelnetz

    Eazy senkt Preis für 50-MBit/s-Zugang im Unitymedia-Netz

  10. Nintendo

    Super Mario Run wird umfangreicher und günstiger



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Unterwegs auf der Babymesse: "Eltern vibrieren nicht"
Unterwegs auf der Babymesse
"Eltern vibrieren nicht"
  1. Optimierungsprogramm Ccleaner-Malware sollte wohl Techkonzerne ausspionieren
  2. Messenger Wire-Server steht komplett unter Open-Source-Lizenz
  3. Apache Struts Monate alte Sicherheitslücke führte zu Equifax-Hack

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Watson: IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
Watson
IBMs Supercomputer stellt sich dumm an
  1. IBM Watson soll auf KI-Markt verdrängt werden
  2. KI von IBM Watson optimiert Prozesse und schließt Sicherheitslücken

  1. Re: Tipp: Trennung von Telefonanbieter und DSL...

    Sunny33 | 03:59

  2. Re: ¤3000 bei ¤70k.... macht keinen grossen...

    Onkel Ho | 03:25

  3. Re: Für mich nicht nachvollziehbar

    Nibbels | 03:09

  4. Re: Amateure

    honna1612 | 02:29

  5. Re: Der Preis war schon damals ok

    packansack | 01:56


  1. 19:40

  2. 19:00

  3. 17:32

  4. 17:19

  5. 17:00

  6. 16:26

  7. 15:31

  8. 13:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel