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2.500 Hotspots: Bundestag gibt Millionen für WLAN-Netz aus

Der Bundestag will seine Gebäude komplett mit drahtlosen Internetzugängen ausstatten. Allerdings können normale Bürger auf die 2.500 Access Points nicht zugreifen.

Artikel veröffentlicht am ,
Besucher müssen draußen bleiben: Das geplante WLAN des Bundestages wird nicht offen zugänglich.
Besucher müssen draußen bleiben: Das geplante WLAN des Bundestages wird nicht offen zugänglich. (Bild: Philipp Guelland/AFP/Getty Images)

Der Deutsche Bundestag will in den kommenden Jahren sämtliche seiner Gebäude mit WLAN-Zugängen ausstatten. Das sagte eine Sprecherin auf Anfrage von Golem.de in Berlin. Das Netz soll bis zum Jahr 2017 in Betrieb genommen werden und ist nicht ganz billig. Die Gesamtkosten werden bislang mit 11,5 Millionen Euro veranschlagt. Für die Summe sollen rund 2.500 Access Points eingerichtet werden. Die geplante Versorgung mit Internetzugang solle den Abgeordneten und Fraktionen dienen und sei daher grundsätzlich nur für den Innenbereich der Gebäude vorgesehen, hieß es weiter.

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Die Sicherheitsvorkehrungen sind dabei hoch. So soll das WLAN-Netz getrennt von der bereits bestehenden LAN-Infrastruktur des Bundestages errichtet und betrieben werden. Auch soll das Netz nicht den Bürgern offenstehen. Nur Abgeordnete, Mitarbeiter der Fraktionen und "berechtigte Dritte", zum Beispiel Journalisten, können demnach die Hotspots nutzen. Auf die allgemein zugänglichen Bereiche des Bundestages im Umfeld der Liegenschaften in Berlin werde das WLAN-Netz nicht ausgedehnt. Dies gelte auch für den Fall, dass die Abgeordneten die sogenannte Störerhaftung für Betreiber offener WLAN-Netze abschaffen würden. Dies wollen Union und SPD laut Koalitionsvertrag umsetzen. Zu den Liegenschaften des Bundestages gehören neben dem Reichstagsgebäude unter anderem das Jakob-Kaiser-Haus, das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Zudem nutzt der Bundestag eine ganz Reihe von weiteren Gebäuden im Regierungsviertel für Fraktionen und Verwaltung.

Das Europäische Parlament hatte vor wenigen Tage seine öffentlichen WLAN-Zugänge bis auf weiteres abgeschaltet. Hintergrund der Entscheidung war die monatelange Attacke auf die E-Mail-Accounts von EU-Abgeordneten und Assistenten. Einem Medienbericht zufolge hatte sich ein Hacker in der Nähe des Straßburger Parlamentssitzes platziert und mit seinem Laptop einen WLAN-Access-Point eingerichtet. Damit hatte er eine Man-in-the-middle-Attacke auf die Smartphones der Vorbeigehenden gestartet, wenn diese über die Active-Sync-App ihre Daten mit dem Exchange-Server des Parlaments synchronisierten. Dabei sei es ihm gelungen, die Zugangsdaten von sechs Parlamentariern, fünf Assistenten, einer Fraktionsmitarbeiterin und zwei IT-Mitarbeitern abzugreifen.



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ploedman 09. Dez 2013

lol, ausgerechnet Cisco*, die nicht grad unauffällig in der Presse waren. * " Cisco...

ploedman 09. Dez 2013

Ne es sind die NSA Agenten die, die AP verbauen und verkabeln. Was glaubst du wohl, woher...

Groundhog Day 09. Dez 2013

Oder wozu brauchen die soviel Internet? ;)

Anonymer Nutzer 09. Dez 2013

Damit mal wieder Steuergelder in die Taschen privater (befreundeter) Firmen fließen...

n3m0 09. Dez 2013

Regelmäßig stellt sich die Frage der Haftung des Anschlussinhabers eines Internetzugangs...


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