Wer noch Windows XP oder Windows Vista in einer Nicht-Embedded-Variante oder einer Variante ohne besonderen Support einsetzt, dürfte sich über aktuelle Sicherheitspatches wundern. Microsoft beseitigt Fehler in seinen Altsystemen wegen einer besonders hohen Gefahr.
Update Die IoT-Apokalypse hört nicht auf: Erneut wurden zahlreiche Schwachstellen in einer IP-Kamera dokumentiert. Der Hersteller reagiert mehrere Monate lang nicht auf die Warnungen, bestreitet aber einige der Schilderungen.
Patchdays sind für Administratoren längst zum Alltag geworden. Doch dass immer mehr Informationen über Sicherheitslücken bereitgestellt werden, sei nicht nur positiv, sagt Oded Vanunu. Er ist bei Checkpoint für die Sicherheit der Produkte zuständig - und fordert ein Umdenken.
Wer Dokumente von anonymen Quellen veröffentlicht, sollte diese vorher genau analysieren. Im Falle von The Intercept führte die Veröffentlichung eines internen NSA-Papiers innerhalb von Stunden zur Festnahme der mutmaßlichen Quelle.
Ein Passwortmanager soll Nutzern helfen, sichere Passwörter zu generieren und sicher zu speichern. Bei dem Betreiber Onelogin wurden jedoch zahlreiche Informationen von Nutzern durch Angreifer kompromittiert, wie das Unternehmen selbst mitteilt.
Die meisten Lieferservices erlauben ihren Kunden heutzutage, den Status von Sendungen online abzufragen. Bei Liefery waren die zugehörigen Sendungsnummern sehr kurz - und ließen sich trivial erraten.
Siri kann die mobile Datenfunktion von iPhones auch bei einem gesperrten Gerät abschalten, wenn der Anwender richtig fragt. Das könnte es Dieben erleichtern, Smartphones unauffindbar zu machen.
Mit einem drastischen Vergleich fordert Telekom-Chef Höttges ein Verbot von Cyberangriffen: Es müsse ein internationales Abkommen geben, ähnlich dem zum Verzicht auf Landminen. Zudem soll es eine Meldepflicht für Sicherheitslücken geben - auch für staatliche Institutionen.
Wie Eternalblue, nur für Linux: Eine Schwachstelle in Samba ermöglicht die Ausführung von Code auf den Rechnern anderer Leute. Linux-Distributionen verteilen bereits Patches, Synology will in den kommenden Tagen nachziehen.
Wie nach einem schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall üblich sollen die Probleme rund um Wanna Cry politisch bekämpft werden. In den USA soll dafür der Umgang der Geheimdienste mit Sicherheitslücken neu geregelt werden, andere Politiker fodern: Lasst Unternehmen hacken!
Schon wieder zeigt sich: Biometrische Merkmale sind praktisch zum Entsperren von Geräten - sicher sind sie hingegen nicht. Ein Hacker hat gezeigt, dass sich der Irisscanner des Galaxy S8 von Samsung mit einem einfachen Foto und einer Kontaktlinse austricksen lässt.
Der Erpressungstrojaner Wanna Cry hinterlässt auf manchen Rechnern Daten zur Wiederherstellung der verschlüsselten Dateien. Doch die Tools dürften nur bei wenigen Nutzern funktionieren.
Nach den Wanna-Cry-Angriffen ermitteln Behörden weltweit, um die Täter zu finden. In Frankreich wurden dabei offenbar zahlreiche Tor-Server bei verschiedenen Hostern beschlagnahmt.
Experten raten davon ab, im Falle einer Infektion mit Wanna Cry die geforderten Bitcoin zu zahlen, denn offenbar sind die Angreifer vom Erfolg ihrer Operation überrascht. Ein kostenloses Werkzeug zum Wiederherstellen der Daten ist bislang auch nicht verfügbar.
Halbherzige Lösung: Der Keylogger in HPs Audiotreibern für bestimmte Notebooks ist auch in einer neuen Softwareversion nicht komplett, sondern nur deaktiviert. Mit wenigen Registry-Kommandos kann die Funktion wieder aktiviert werden.
Die auf dem NSA-Exploit Eternalblue basierende Ransomware-Kampagne konnte zwischenzeitlich eingedämmt werden, hat aber weltweit Spuren hinterlassen. Der große finanzielle Erfolg ist zumindest bislang ausgeblieben.
Wcrypt trifft die Deutsche Bahn: Die Windows-Schadsoftware hat zu Ausfällen im Informationssystem auf diversen Bahnhöfen geführt. Microsoft hat inzwischen ein Sicherheits-Update für ältere Windows-Versionen herausgebracht.
Die Shadowbroker-Leaks haben auf einmal weltweite Auswirkungen: Rechner in mehr als 80 Ländern sollen bereits mit Ransomware infiziert sein, begonnen hatte es mit britischen Krankenhäusern. Alle Nutzer betroffener Windows-Versionen sollten die Updates von Microsoft umgehend einspielen.
Was haben der Online-Händler Redcoon und die Volksverschlüsselung gemeinsam? Ein unsicher konfiguriertes Git-Repository. Immer wieder machen Webseitenbetreiber denselben Fehler.
Update Ein Audiotreiber soll eigentlich nur für guten Klang sorgen. Bei zahlreichen HP-Notebooks sammelt das Programm allerdings zusätzlich die Tastaturanschläge der Nutzer. HP verspricht eine schnelle Lösung.
Dank CIA-Tools auf Wikileaks ein Leichtes: Über einen Fehler in IOS-Switches konnte Schadcode selbst von Amateuren direkt auf dem Gerät ausgeführt werden. Damit ist jetzt Schluss, denn Cisco hat diesen Fehler offenbar behoben.
Derzeit entsteht ein neues IoT-Botnetz, das bislang aber noch keine Angriffe durchgeführt hat. Die Malware zur Infektion nutzt eine im März veröffentlichte Sicherheitslücke aus.
Die Firma Tenable hat Details zur Sicherheitslücke in Intels Active Management Technology publiziert. Die sind reichlich peinlich für Intel: Mit einem leeren String als Passwort-Hash kann sich der Nutzer einloggen.
Bald sollen die ersten Updates für die Schwachstelle in der Management Engine von Intel-Systemen erscheinen. Derweil gibt es Unklarheit über Details zu der Sicherheitslücke.
PGP im Browser ist für viele Nutzer bequemer als die Verwendung eines lokalen Mailclients. Doch Firefox-Nutzer sollen nach Angaben von Posteo aufpassen, ihr PGP-Schlüssel könne von manipulierten Addons entwendet werden.
Eine Sicherheitslücke in einer Sicherheitslösung für Geldautomaten konnte von Angreifern ausgenutzt werden, um illegal Geld auszuzahlen. Der Hersteller beschwichtigt und hat einen Patch bereitgestellt.
Millionen verkaufte Serverchips von Intel sind, zumindest theoretisch, für eine kritische Sicherheitslücke verwundbar. Betroffen sind Chips ab der Nehalem-Serie bis hin zu Kaby Lake. Kunden können relativ einfach herausfinden, ob sie betroffen sind oder nicht.
John McAfee ist mit einem neuen Projekt zurück - und will dieses Mal den Smartphonemarkt revolutionieren. Sein Privacy Phone soll Nutzer mit Hardwareschaltern für WLAN, Bluetooth und GPS vor Angriffen durch Hacker schützen. Die wichtigsten Fragen für ein sicheres Smartphone lässt McAfee allerdings offen.
Googles Project Zero hat kürzlich in Broadcom-Chips und -Treibern zahlreiche kritische Sicherheitslücken gefunden, mit denen sich Smartphones übernehmen lassen. Wir haben bei Samsung nachgefragt, wann diese gefixt werden - und erhielten einige sehr seltsame Antworten.
Ein Virenscanner für Unternehmen und Privatanwender hat Zehntausende Dateien weltweit in Quarantäne gesteckt, weil er sie fälschlicherweise als bösartig eingestuft hat. Unter den betroffenen Dateien waren auch die Insider Previews von Windows. Die Wiederherstellung der Dateien ist noch mühsam.
Ein vorinstalliertes Programm auf Notebooks nahmhafter Hersteller ist ein Sicherheitsrisiko für die Benutzer. Millionen Geräte sind betroffen, es gibt einen Patch und ein Workaround.
Für Confluence-Admins könnte es ein arbeitsreicher Tag werden: Hipchat-Nutzer sollen ihre Passwörter zurücksetzen und die Wiki-Software des Unternehmens braucht ein Update. Ansonsten können Angreifer alle Seiten des Wikis ohne Autorisierung einsehen.
Risiken durch Injections, Fehler beim Session Management und XSS bleiben weiterhin hoch. Im vorliegenden Entwurf finden sich neben bekannten Sicherheitslücken jedoch auch zwei neue Top-10-Kandidaten. Wir stellen die wichtigsten Änderungen und deren mögliche Folgen vor.
/7Kommentare/Eine Analyse von Tim Philipp Schäfers
Um Botnetze besser bekämpfen zu können, dürfen Provider künftig auch Steuer- und Protokolldaten analysieren und speichern. Inhaltsdaten seien aber nicht betroffen, versichert die große Koalition.
Wer ein NAS von Qnap administriert, sollte schnell die neueste Softwareversion einspielen - denn die Geräte sind für Angriffe aus der Ferne verwundbar. Über einen manipulierten Reboot-Befehl kann beliebiger Code ausgeführt werden.
Nach der Softwareaktualisierung ist das Betriebssystem an einigen Stellen auf einmal auf Englisch: Sony ist bei der Implementierung von Sicherheitspatches offenbar ein Fehler unterlaufen. Das Update soll bald ein Update erhalten.
Wer bei Owncloud oder Nextcloud einen Bugreport melden möchte, wird nach dem Inhalt seiner Konfigurationsdatei gefragt. Einige Nutzer kamen dem nach - und gaben damit ihre Passwörter öffentlich preis.
Die Gruppe Shadowbrokers veröffentlicht zahlreiche NSA-Exploits und Informationen über einen Hack des Swift-Banksystems Eastnets durch den US-Geheimdienst. Anders als beim letzten Mal sind viele der Exploits recht aktuell und können Windows-Systeme angreifen.
Vor kurzem zeigten Google-Sicherheitsexperten, wie man die Firmware eines Broadcom-WLAN-Chips angreifen kann. Damit lässt sich auch das komplette Smartphone übernehmen - dank weiterer Bugs und weil die Hardware nicht hinreichend isoliert wurde.
Unser Autor hat versehentlich das MySQL-Passwort seiner Webseite veröffentlicht. Hier schreibt er, wie es dazu kam. Er berichtet, warum Fehler selbst dann passieren, wenn man denkt, alle Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt zu haben und warum es in PHP zu einfach ist, derartige Fehler zu produzieren.
Unbekannte versuchen zurzeit, sich in ungesicherte IoT-Geräte zu hacken und diese aktiv zu zerstören. Offenbar ein Versuch, die Geräte unschädlich zu machen, bevor sie Teil von Botnetzen wie Mirai werden.
Update Der Suchmaschinenbetreiber Ask.com gibt mehr Informationen preis, als er eigentlich sollte: Auf einer Apache-Statusseite lassen sich zahlreiche Suchanfragen von Nutzern verfolgen. Seit einem Monat hat das Unternehmen nicht auf die Fehlermeldung reagiert.
Googles Project Zero zeigt, wie man ein Smartphone per WLAN übernehmen kann. WLAN-Chips haben heute eigene Betriebssysteme, denen jedoch alle modernen Sicherheitsmechanismen fehlen.
Samsungs Tizen-Betriebssystem soll zahlreiche Sicherheitslücken haben und schlampig entwickelt worden sein. Ein Sicherheitsforscher kritisiert, dass der Smartphonehersteller gängige Absicherungen nicht verwende und so Speicherfehler und ungesicherte Verbindungen provoziere.
Am Ende bleibt nur ein golfballgroßes Loch und das Geld ist weg: Kaspersky hat einen neuen Angriff auf Geldautomaten vorgestellt. Bei dem Angriff werden physische Beschädigung und Hacking kombiniert. Betroffen sind weit verbreitete Modelle aus den 90er Jahren.
Nach der iOS-Version des Staatstrojaners Pegasus haben Sicherheitsforscher auch eine Version für Android gefunden. Diese nutzt keine Zero-Day-Exploits und kann auch ohne vollständige Infektion Daten übertragen.
HbbTV ist unzureichend abgesichert. Darüber sind Tausende Smart-TVs offen für Angriffe aus der Ferne. Ein Sicherheitsexperte hat einen funktionierenden Angriff auf einem Gerät von Samsung demonstriert.
Über einen Fehler in Apples Safari für iPhone blockieren Unbekannte den Browser mit einem immer wiederkehrenden Javascript-Pop-up. Darin werden Nutzer aufgefordert, Lösegeld zu zahlen. Mit einem einfachen Trick lässt sich der Falle aber entgehen.
Gleich drei Sicherheitslücken innerhalb einer Woche wurden im Passwort-Manager Lastpass entdeckt. Der Hersteller reagiert zwar schnell, aber eben deshalb wohl überhastet: Eine Lücke wurde nicht vollständig geschlossen, eine weitere ist noch ganz offen.