Abo
  • Services:

Drucker: The Intercept verrät mutmaßliche NSA-Quelle

Wer Dokumente von anonymen Quellen veröffentlicht, sollte diese vorher genau analysieren. Im Falle von The Intercept führte die Veröffentlichung eines internen NSA-Papiers innerhalb von Stunden zur Festnahme der mutmaßlichen Quelle.

Artikel veröffentlicht am ,
The Intercept hat die NSA auf die Fährte der Quelle gebracht.
The Intercept hat die NSA auf die Fährte der Quelle gebracht. (Bild: Gemeinfrei/Wikimedia Commons)

Die US-Webseite The Intercept hat am 5. Juni ein internes Dokument des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht - und damit offenbar die mutmaßliche Quelle verraten. Der 25-jährigen Frau wurde dabei ein eigentlich seit Jahren bekanntes Sicherheitsmerkmal der NSA zum Verhängnis. Die Frau wurde nur Stunden nach der Veröffentlichung von der Bundespolizei FBI verhaftet. Sie arbeitete wie der Whistleblower Edward Snowden nicht für den Geheimdienst selbst, sondern für eine externe Firma.

Stellenmarkt
  1. Viertel Motoren GmbH, Nürnberg
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Die NSA verwendet seit vielen Jahren ein System, bei dem für das menschliche Auge so gut wie unsichtbare Muster in gelber Farbe in den Weißraum von Dokumenten eingedruckt werden. Mit den dort abgelegten Informationen kann nachvollzogen werden, von welchem Drucker und zu welcher Zeit ein Dokument gedruckt wird. Anhand von Logs kann dann in der Regel zweifelsfrei festgestellt werden, von welchem Rechner das Dokument gedruckt wurde.

Auf Quellenschutz verzichtet

Es ist gute journalistische Praxis, entsprechende Dokumente nicht einfach zu veröffentlichen, sondern diese abzutippen, um jegliche Metadaten und versteckte Elemente aus dem Dokument zu entfernen. Wieso The Intercept darauf verzichtet hat, ist unklar. Die NSA hatte außerdem noch Vorwarnzeit, weil The Intercept das Originaldokument offenbar an den Geheimdienst gesendet hat.

Das von The Intercept publizierte und offensichtlich authentische Dokument legt aus Sicht der NSA dar, wie russische Hacker die Präsidentschaftswahlen vom vergangenen November manipuliert haben. Bereits zuvor hatte es Berichte über den Versuch der Manipulation von Wählerregistern in verschiedenen Staaten gegeben, eine Einschätzung die von der NSA geteilt wird.

Die Angreifer sollen außerdem versucht haben, Zugriff auf Wahlcomputer zu bekommen, um so das Ergebnis der Wahl beeinflussen zu können. Die mutmaßliche Quelle des Dokuments soll erst seit kurzer Zeit für den Contractor gearbeitet haben. Warum sie sich entschloss, das Dokument weiterzugeben, ist bislang unbekannt.

Diskussionswürdig ist, ob der Inhalt des Dokuments die Risiken einer Veröffentlichung für die Quelle rechtfertigt. Letztlich werden einige technische Details, als "rohe Geheimdienstanalyse" bezeichnet, veröffentlicht. Die einheitliche Einschätzung aller US-Geheimdienste, dass Russland hinter den Angriffen auf die US-Wahl steckt, ist allerdings seit langem bekannt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 14,02€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)
  4. 12,99€

Freddy04 07. Jun 2017

Ach komm, wer glaubt den den Müll?? Das ist doch nur mal weider eine spec. Ops von den...

ArcherV 07. Jun 2017

Doch tun sie. Nein tun sie nicht (jedenfalls moderne Geräte) Auch Monochromlaser drucken...

Peter Brülls 07. Jun 2017

Der physische Aufwand beim Fälschen ist vernachlässigbar, es sei denn, wir reden von...

bastie 06. Jun 2017

Wäre ja noch schöner, wenn der von dir gekaufte Drucker ein Dokument druckt, von dem aus...

Apollo13 06. Jun 2017

In dem online gestellten Dokument ist der MIC doch auch drin. Insofern haben sie einfach...


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

    •  /