Juni-Patchday: Microsoft sichert wegen hoher Gefahr Windows XP und Vista ab

Wer noch Windows XP oder Windows Vista in einer Nicht-Embedded-Variante oder einer Variante ohne besonderen Support einsetzt, dürfte sich über aktuelle Sicherheitspatches wundern. Microsoft beseitigt Fehler in seinen Altsystemen wegen einer besonders hohen Gefahr.

Artikel veröffentlicht am ,
Patchday für Windows XP und Windows Vista.
Patchday für Windows XP und Windows Vista. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Wenn es gefährlich wird, dann sichert Microsoft auch seine Altsysteme noch weiter ab. In einer Ankündigung macht Microsoft darauf aufmerksam, dass eine besondere Bedrohungslage entstanden sei, die Sicherheitspatches für Windows XP und Vista notwendig mache. Gezwungen ist Microsoft dazu nicht, die eigenen Support-Richtlinien sind längst abgelaufen.

Stellenmarkt
  1. Microsoft 365 Specialist (m/w/d)
    IAV GmbH, Berlin
  2. Service Delivery Manager Umsetzung Onlinezugangsgesetz OZG (w/m/d)
    HanseVision GmbH, Hamburg
Detailsuche

Ins Detail geht Microsoft auf einer gesonderten Seite und nennt dort auch aktuelle CVE-Zuteilungen. Über die normalen Informationskanäle wie der regulären Patchday-Benachrichtigung oder der Juni-2017-Auflistung aller Sicherheitsprobleme fehlen die Einträge, sie dürften aber vermutlich auch in einigen Beschreibungen von Fehlerbehebungen aktueller Windows-Systeme zu finden sein. Im Juni schließt Microsoft zahlreiche Sicherheitslücken in Windows, Office und Komponenten wie Adobes Flash Player.

Der Grund für die ungewöhnlichen, zusätzlichen Patches für Altsysteme sind Aktivitäten rund um die Veröffentlichungen kritischer Fehler in den vergangenen Monaten. Microsoft hat dazu seinen April-Blog-Post zu den Codenamen aktualisiert. Die XP- und Vista-Patches beinhalten sowohl neue als auch alte Fehlerbehebungen. Letztere wurden in der Regel zuvor schon in den neuen Windows-Systemen integriert und werden jetzt von Microsoft nachgeholt. Andere wurden vor dem Hintergrund besonderer Vereinbarungen, etwa über das teure Windows CSA mit Lizenznehmern, teilweise schon für Windows XP und Vista verteilt.

Die Altsysteme bleiben unsicher

Trotz der Veröffentlichungen der Patches betont Microsoft, dass der Einsatz von Windows XP und Vista weiter unsicher sei. Es werden nämlich nur die gefährlichsten Probleme beseitigt. Andere Patches, die seit dem Support-Ende von XP und Vista für neuere Betriebssysteme erschienen sind, fehlen trotzdem in XP und Vista. Das wird auch weiterhin so gehandhabt. Die aktuellen Fehlerbehebungen stellen keine Erweiterung des Supports dar.

Golem Karrierewelt
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
  2. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    11./12.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Windows Vista wird seit April 2017 nicht mehr unterstützt und wurde von uns in einem Rückblick ausführlich betrachtet. Das wegen seiner bunten Farben anfangs stark kritisierte Windows XP, das letztendlich doch viele Unterstützer fand, ist seit April 2014 nicht mehr Teil der regulären Windows-Unterstützung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 16. Jun 2017

Mal unabhängig vom Linux vs Windows, für dich wäre wirklich Linux die bessere Option...

Hotohori 15. Jun 2017

Keine Sorge, es gibt mehr als genug Gründe Win10 doof zu finden, da ist das Design noch...

BluesShoes 15. Jun 2017

Dafür gibt es Windows XP Embedded, das hat/hatte längeren Suppot. Beim Bankautomaten...

1ras 14. Jun 2017

Aus der verlinkten Seite, gleich das erste Update, WindowsXP-KB958644-x86-DEU.exe: This...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
"Macht mich einfach wahnsinnig"
Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
Artikel
  1. Unikate: Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken
    Unikate
    Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken

    Die Deutsche Post begann im Februar 2021, Briefmarken mit Matrixcode zu verkaufen. Nun wurden bereits eine Milliarde Stück verkauft.

  2. Telemetrie: Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist
    Telemetrie
    Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist

    Seit 1977 befindet sich die Raumsonde Voyager 1 auf ihrer Reise durchs All. Die neusten Daten scheinen einen falschen Standort anzuzeigen.

  3. Agile Softwareentwicklung: Einfach mal so drauflos programmiert?
    Agile Softwareentwicklung
    Einfach mal so drauflos programmiert?

    Ohne Scrum wäre das nicht passiert, heißt es oft, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist es umgekehrt: Ohne agiles Arbeiten geht es nicht mehr. Doch es gibt drei fundamentale Missverständnisse.
    Von Frank Heckel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Cyber Week: Jetzt alle Deals freigeschaltet • LG OLED TV 77" 62% günstiger: 1.749€ • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /