Command Injection: Qnap-NAS-Geräte aus der Ferne angreifbar

Wer ein NAS von Qnap administriert, sollte schnell die neueste Softwareversion einspielen - denn die Geräte sind für Angriffe aus der Ferne verwundbar. Über einen manipulierten Reboot-Befehl kann beliebiger Code ausgeführt werden.

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NAS-Geräte von Qnap sind verwundbar und sollten gepatcht werden.
NAS-Geräte von Qnap sind verwundbar und sollten gepatcht werden. (Bild: Qnap)

Sicherheitsforscher von F-Secure haben Schwachstellen in der Firmware von NAS-Geräten der Firma Qnap gefunden. Diese sollen Angreifer in die Lage versetzen, Kommandos auf dem Gerät auszuführen. Bereits Anfang des Jahres hatte F-Secure Fehler in der Firmware entdeckt, die aber deutlich schwieriger auszunutzen waren. Qnap hat Patches bereitgestellt. Die Schwachstellen wurden auf einem QNAP TVS-663 entdeckt, offenbar sind aber deutlich mehr Geräte verwundbar, weil der Fehler in der Firmware von Qnap steckt.

In den Patchnotes von Qnap steht, dass alle NAS-Geräte anfällig sind, die die QTS-Firmware nutzen. Mit den Updates werden noch weitere Schwachstellen geschlossen, etwa zwei Stack Overflows die zu Ausführung von Code missbraucht werden könnten. Nach Angaben von Harry Sintonen von F-Secure konnte er rund 90.000 verwundbare Geräte finden.

Angreifer können beliebigen Code ausführen

Angreifer werden durch die Schwachstellen in die Lage versetzt, ohne Authentifizierung Code mit Root-Rechten auszuführen. Um die Schwachstelle (CVE-2017-6361) auszunutzen, wird dem System ein manipulierter Befehl zum Rebooten gesendet, damit beliebige Befehle auf dem Gerät ausgeführt werden können. Dabei handelt es sich um eine mit Base64-encodierte Nachricht, die unter anderem die Unix-Zeit, die gesendeten Befehle und den eigentlichen Payload enthält.

Ähnliche Schwachstellen befinden sich in den Funktionen userconfig.cgi (CVE-2017-6360) und utilrequst.cgi (CVE-2017-6359). Qnap hat die Fehler durch eine Validierung der Eingaben und richtiges Escaping der Shell-Funktionszeichen (Shell Metacharakters) behoben. Nutzer sollten sicherstellen, dass sie eine Firmwareversion ab 4.2.4 (Build 20170313) installiert haben. Alternativ kann der Zugang zum Webinterface über die Ports 8080 und 443 eingeschränkt werden.

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