Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Server
Ein Server (Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Wanna Cry: Mehrere Tor-Server in Frankreich beschlagnahmt

Ein Server
Ein Server (Bild: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Nach den Wanna-Cry-Angriffen ermitteln Behörden weltweit, um die Täter zu finden. In Frankreich wurden dabei offenbar zahlreiche Tor-Server bei verschiedenen Hostern beschlagnahmt.
Von Hauke Gierow

In Frankreich wurden offenbar bei mehrere Hostern Tor-Server von der Polizei beschlagnahmt. Die Aktion steht in Zusammenhang mit der Wanna-Cry-Ransomware-Attacke, wie Golem.de aus Tor-Unterstützerkreisen erfahren hat. Die Beschlagnahmungen erfolgten am vergangenen Wochenende, kurz nach Ausbruch der Angriffe. Die Wanna-Cry-Ransomware nutzt einen Command-und-Control-Server (C2), der über das Tor-Netzwerk mit den Clients kommuniziert.

Anzeige

Verantwortlich für die Aktion ist eine Spezialeinheit der französischen Polizei, das Zentrale Büro für den Kampf gegen Kriminalität im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (OCLCTIC). Die Behörde kommentierte das Vorgehen auf Anfrage des französischen Portals Nextinpact nicht.

Tor-Guard-Server beschlagnahmt

Auf der Mailingliste Tor-Relays schreibt der Nutzer mit dem Pseudonym Aeris: "Liebes Tor-Project, derzeit sind meine Server, die die Dienste kitten1 und kitten2 (Tor Guard und Fallback Directory) hosten, beschlagnahmt". Daher sollten die entsprechenden Server aus dem Netzwerk entfernt werden. Betroffen von den Beschlagnahmungen ist unseren Informationen zufolge auch der Hoster OVH, der vor allem mit Anonymität wirbt. Frankreichweit sollen Dutzende Festplatten verschiedener Server beschlagnahmt worden sein, zahlreiche weitere Tor-Nodes sind offenbar aus dem Netzwerk verschwunden.

Jens Kubiziel vom Projekt Zwiebelfreunde sagte Golem.de: "Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Server wegen Wannacrypt beschlagnahmt wurden, halte ich das für überzogen." Zudem sei völlig unklar, welche Ergebnisse sich die Behörden von der Untersuchung der Server erhoffen würden. Nutzerdaten oder Logs würden dort aller Wahrscheinlichkeit nach nicht gespeichert.

Auf eine Anfrage von Golem.de nach den näheren Umständen der Beschlagnahmungen reagierte OVH bislang nicht. Es ist davon auszugehen, dass auch Tor-Server bei anderen Providern von den Beschlagnahmungen betroffen sind. Die Wanna-Cry-Ransomware verbreitet sich über einen Exploit aus dem Shadowbroker-Dump, der Schwachstellen im SMB-Dienst von Windows ausnutzt. Der Exploit wurde von der NSA entwickelt und über Jahre hinweg genutzt.


eye home zur Startseite
daarkside 19. Mai 2017

diesem Uberwachungsstaat zu entgehen benutzen Leute einen Anonymisierungsdienst. Jetzt...

Themenstart

bho42 19. Mai 2017

Nach meiner Ansicht ist das der beste Kommentar zu diesem Thema!

Themenstart

matzems 19. Mai 2017

Beschlagnahmt: natürlich, da es sich um eine offizielle Aktion handelt. Die Polizei...

Themenstart

Jesper 18. Mai 2017

Man kann davon ausgehen das erhebliche Teile des Tor Netzwerkes staatlich betriebene...

Themenstart

narfomat 18. Mai 2017

genau. weil das ja auch das gleiche ist. evtl sind ja auf dem torserver logeintraege...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Monheim am Rhein
  2. Harvey Nash GmbH, Stuttgart
  3. Robert Bosch GmbH Packaging Technology, Crailsheim
  4. Fachhochschule Münster, Münster


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. ab 799,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Landkreis Plön

    Tele Columbus bringt Gigabit-Zugänge in 15.000 Haushalte

  2. Innovation Days

    Ericsson liefert Basisstation an 5G Lab Germany

  3. Für Lokalsender

    Kabelnetzbetreiber wollen 250 Millionen Euro Rundfunkgebühr

  4. Linux-Kernel-Security

    Torvalds bezeichnet Grsecurity als "Müll"

  5. Zolo Liberty Plus

    Drahtlose Ohrstöpsel auf Kickstarter für nur 100 US-Dollar

  6. Eckpunkte

    Bundesnetzagentur sieht 5G bei 2 GHz und 3.400 bis 3.700 MHz

  7. Internet sofort

    Das Warten auf den Festnetzanschluss kann teuer werden

  8. Ransomware

    Petya-Kampagne nutzt Lücke in Buchhaltungssoftware

  9. 10 GBit/s

    Erste 5G-Endgeräte sind noch einen Kubikmeter groß

  10. Engine

    Unity will Kamerafahrten fast automatisch generieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Five im Test: Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen
Oneplus Five im Test
Der Oneplus-Nimbus verblasst - ein bisschen
  1. Smartphone Der Verkauf des Oneplus Five beginnt

Monster Hunter World angespielt: Dicke Dinosauriertränen in 4K
Monster Hunter World angespielt
Dicke Dinosauriertränen in 4K
  1. Shawn Layden im Interview Sony setzt auf echte PS 5 statt auf Konsolenevolution
  2. Square Enix Die stürmischen Ereignisse vor Life is Strange
  3. Spider-Man Superheld mit Alltagssorgen

Risk: Kein normaler Mensch
Risk
Kein normaler Mensch

  1. Re: Und (etwas) längeres Kabel

    Gemüseistgut | 17:49

  2. Re: Intel macht das, was AMD nachgesagt wurde

    ArcherV | 17:49

  3. Re: Wenn es landet wird es größer?

    ad (Golem.de) | 17:44

  4. Re: ebay

    Thunderbird1400 | 17:42

  5. Also die FDP will an sowas

    Keridalspidialose | 17:41


  1. 17:10

  2. 16:17

  3. 14:54

  4. 14:39

  5. 14:13

  6. 13:22

  7. 12:03

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel