Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Zero-Day in Netscaler: Citrix bestätigt Angriffe

Sicherheitsforscher und -behörden warnen seit dem Wochenende vor den Schwachstellen. Citrix stellt nun auch Updates zur Beseitigung der Fehler bereit.
/ Stefan Beiersmann
Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Citrix verteilt ein Update für kritische Zero-Day-Lücken in Netscaler. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Citrix verteilt ein Update für kritische Zero-Day-Lücken in Netscaler. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Citrix hat bestätigt, dass zwei ungepatchte Schwachstellen in Netscaler-Appliances seit einigen Tagen das Ziel von Cyberangriffen sind. Die Anfälligkeiten mit den Kennungen CVE 2026-8871 und CVE 2026-88772 werden als kritisch eingestuft und erlauben unter Umständen das Einschleusen und Ausführen von Schadcode aus der Ferne. Inzwischen sind Sicherheitsupdates für die Zero-Day-Lücken verfügbar.

Wie Bleeping Computer berichtet(öffnet im neuen Fenster), weisen Sicherheitsbehörden und -forscher bereits seit dem Wochenende auf die Fehler hin. Citrix bewertet sie(öffnet im neuen Fenster) in einer Sicherheitsmeldung mit 9,5 Punkten im zehnstufigen Common Vulnerability Scoring System (CVSS). Ein nicht authentifizierter Angreifer soll in der Lage sein, beliebige Befehle auszuführen. Zudem sind ungepatchte Netscaler-Appliances anfällig für Denial-of-Service-Angriffe.

Angreifbar sind Netscaler ADC und Netscaler Gateway vor Version 14.1-73.37 und 13.1-64.23. Darüber hinaus sind Netscaler ADC FIPS vor Version 14.1-73.37 FIPS und Netscaler ADC FIPS und NDcPP vor Version 13.1-37.279 fehlerhaft.

Der Sicherheitsanbieter Towr hatte am Samstagabend eine erste Warnung veröffentlicht. Das Unternehmen berief sich(öffnet im neuen Fenster) in seiner Meldung auf "zuverlässige Informationen" und empfahl Nutzern, betroffene Geräte vom Netz zu nehmen. Auch der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont(öffnet im neuen Fenster) bezeichnete die Lücken am Samstag als "wirklich gefährlich".

Das jetzt von Citrix bereitgestellte Update stopft insgesamt acht Löcher, die mit CVSS-Werten zwischen 7 und 9,3 Punkten versehen sind. Unter anderem können Speicherfehler zu einem Denial-of-Service führen oder das Umgehen einer Richtlinie für HTTP-URLs erlauben.

Exploits sind laut Citrix lediglich für CVE 2026-88771 und CVE 2026-88772 im Umlauf. Über die erste Lücke seien betroffene Appliances bereits in der Ausgangskonfiguration angreifbar. Der Exploit für die zweite Lücke soll indes eine aktive DTLS-Konfiguration erfordern.


Relevante Themen