Abo
  • Services:

Persirai: Mehr als 100.000 IP-Kameras für neues IoT-Botnetz verwundbar

Derzeit entsteht ein neues IoT-Botnetz, das bislang aber noch keine Angriffe durchgeführt hat. Die Malware zur Infektion nutzt eine im März veröffentlichte Sicherheitslücke aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine IP-Kamera
Eine IP-Kamera (Bild: Pierre Kim)

Angreifer nutzen im März veröffentlichte Sicherheitslücken in zahlreichen IP-Kameras aus, um ein neues IoT-Botnetz aufzubauen, wie Trend Micro berichtet. Es handelt sich dabei um rund 1.250 Kameramodelle, die alle auf einem Whitelabel-Produkt eines chinesischen Herstellers basieren und unter zahlreichen Markennamen verkauft werden.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Nach derzeitigen Schätzungen von Trend Micro sollen bis zu 120.000 Geräte weltweit anfällig sein, wie ein Shodan-Scan zeigen soll. Auch die Sicherheitsfirma Qihoo360 hat einen Scan durchgeführt und nach eigenen Angaben allein in China 43.621 infizierte Geräte gefunden.

Die Persirai-Malware nutzt nicht nur die Erkenntnisse des Sicherheitsforschers Pierre Kim, sondern auch einen Teil des Quellcodes von Mirai. Die Mirai-Malware hatte ungeschützte Geräte infiziert, indem die Standardlogins verschiedener Hersteller durchprobiert wurden. Durch den Exploit ist es bei den betroffenen Geräten möglich, auch individuell vergebene Nutzerpasswörter auszulesen.

Full Disclosure führt zu Problemen

Kim hatte die Schwachstellen im März nach dem "Full-Disclosure"-Verfahren veröffentlicht, weil es zu aufwendig sei, alle Hersteller zu finden und zu benachrichtigen. Nutzer sollten betroffene Geräte aus dem Netz entfernen oder die Router so konfigurieren, dass die Geräte keine Verbindung von außen annehmen können, so seine Empfehlung.

Bislang wird das Botnetz offenbar noch nicht aktiv für Angriffe genutzt, sondern verbreitet sich von Gerät zu Gerät weiter. Dass solche IoT-Botnetze zur realen Gefahr werden können, ist allerdings spätestens seit dem Aufkommen von Mirai im vergangenen Jahr bekannt. Mit dem Bricker Bot gibt es ein umstrittenes Projekt, das verwundbare IoT-Geräte permanent zerstört.

Trend Micro arbeitet nach eigenen Angaben mit dem Hersteller der Geräte zusammen, um einen Patch zu entwickeln. Den Namen des Herstellers teilt das Unternehmen nicht mit, aus dem Blogpost von Kim geht jedoch hervor, dass es sich um Geräte mit den Bezeichnungen P2P und Wifi Camera im Namen handelt. Der Onlinehändler Gearbest hat eine Übersicht entsprechender Geräte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 1.299,00€

Wurschtb3mme 11. Mai 2017

Find ich gut, danke sehr! :) Netter Hinweis, bevor der BrickerBot kommt. :D

ayngush 11. Mai 2017

Das Geld spielt dabei keine Rolle. Man kann auch 30 EUR China-Kameras als Privatmensch...

ArcherV 10. Mai 2017

Ist bei der Bosch Camera auch kostenfreie Schummelsoftware mit bei? SCNR

cyablo 10. Mai 2017

Also ich würd die CD kaufen!


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 590 - Test

Wir schauen uns AMDs Radeon RX 590 anhand der Nitro+ Special Edition von Sapphire genauer an: Die Grafikkarte nutzt den Polaris 30 genannten Chip, welcher im 12 nm statt im 14 nm Verfahren hergestellt wird.

Radeon RX 590 - Test Video aufrufen
Yuneec H520: 3D-Modell aus der Drohne
Yuneec H520
3D-Modell aus der Drohne

Multikopter werden zunehmend auch kommerziell verwendet. Vor allem machen die Drohnen Luftbilder und Inspektionsflüge und vermessen. Wir haben in der Praxis getestet, wie gut das mit dem Yuneec H520 funktioniert.
Von Dirk Koller


    Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test: Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses
    Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test
    Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

    Wir haben die dritte Generation von Sonys Top-ANC-Kopfhörer getestet - vor allem bei der Geräuschreduktion hat sich einiges getan. Wer in lautem Getümmel seine Ruhe haben will, greift zum WH-1000XM3. Alle Nachteile der Vorgängermodelle hat Sony aber nicht behoben.
    Ein Test von Ingo Pakalski


      Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
      Drahtlos-Headsets im Test
      Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

      Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
      Ein Test von Oliver Nickel

      1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
      2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
      3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

        •  /