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Windows: Google enthüllt dritte Sicherheitslücke in drei Wochen

Google hat das dritte Mal innerhalb von drei Wochen Details zu einer nicht geschlossenen Windows-Sicherheitslücke bekanntgegeben. Beim zweiten Mal hatte Microsoft mit einem langen Blogposting dagegengehalten und wird auch dieses Mal nicht begeistert sein.
/ Ingo Pakalski
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Google enthüllt erneut Windows-Sicherheitslücke. (Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images)
Google enthüllt erneut Windows-Sicherheitslücke. Bild: Joel Saget/AFP/Getty Images

Google hat auf eine nicht geschlossene Sicherheitslücke in Windows 7 und Windows 8.1(öffnet im neuen Fenster) hingewiesen. Der Fehler wurde am 17. Oktober 2014 entdeckt und jetzt, nach Ablauf einer 90-Tage-Frist, veröffentlicht. Nach Angaben von Google war Microsofts ursprünglicher Plan, den Fehler in dieser Woche mit einem Patch zu beseitigen. Allerdings habe es Kompatibilitätsprobleme gegeben, weshalb Microsoft den Patch nicht veröffentlicht hat.

Microsoft musste den Patch um einen Monat verschieben

Microsoft wolle den Patch dafür Mitte Februar 2015 veröffentlichen. Das gefundene Sicherheitsloch bleibt damit weitere vier Wochen offen. Google hat zur Beschreibung des Patches Beispielcode veröffentlicht, der belegt, dass der Fehler existiert. So verfährt Google vielfach, wenn das Unternehmen Sicherheitslücken meldet. Microsoft wird nicht begeistert sein, dass Google innerhalb von drei Wochen ein drittes Sicherheitsloch veröffentlicht, bevor Microsoft einen Patch veröffentlicht hat.

Erst Anfang der Woche gab es Streit zwischen Google und Microsoft über die unterschiedliche Sicherheitspolitik der beiden Unternehmen. Google hatte auf eine Sicherheitslücke in Windows 8.1 hingewiesen – auch hier galt Googles 90-Tage-Regel. Microsoft wurden 90 Tage Zeit eingeräumt, um den Fehler zu korrigieren. Ursprünglich wollte Microsoft den Patch erst im Februar 2015 veröffentlichen, hat das Update aber vorgezogen, so dass der Patch diese Woche erschien.

Die Bekanntgabe der Sicherheitslücke erfolgte durch Google zwei Tage, bevor Microsoft den Patch veröffentlichen wollte. Der Windows-Hersteller bat Google, mit der Veröffentlichung der Sicherheitslücke zwei Tage zu warten. Das lehnte Google ab und erklärte, dass die 90-Tage-Regelung für alle Firmen gleichermaßen gelte.

Googles Sicherheitskonzept gegen das von Microsoft

Hier prallen abermals die verschiedenen Ansichten der beiden Unternehmen aufeinander. Google agiert nach der Richtlinie der Responsible disclosure(öffnet im neuen Fenster), wonach gefundene Sicherheitslücken innerhalb einer Frist geheim gehalten und dann veröffentlicht werden. Bei Google beträgt die Frist 90 Tage, danach werden alle Informationen zu der Sicherheitslücke öffentlich gemacht.

Der Windows-Hersteller möchte hingegen, dass alle Firmen nach der von Microsoft erdachten Richtlinie Coordinated Vulnerability Disclosure(öffnet im neuen Fenster) handeln. Diese sieht vor, dass Sicherheitslücken generell erst dann öffentlich gemacht werden, wenn ein Patch zur Verfügung steht.

Google veröffentlichte Sicherheitsloch zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel hatte Google bereits ein anderes Sicherheitsloch in Windows 8.1 öffentlich gemacht. Auch darüber war Microsoft nicht erfreut. Der Windows-Hersteller hätte sich gewünscht, dass sich Google mit der Veröffentlichung geduldet, bis der Fehler korrigiert ist.


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