Security: Telekom-Chef vergleicht Cyberangriffe mit Landminen

Mit einem drastischen Vergleich fordert Telekom-Chef Höttges ein Verbot von Cyberangriffen: Es müsse ein internationales Abkommen geben, ähnlich dem zum Verzicht auf Landminen. Zudem soll es eine Meldepflicht für Sicherheitslücken geben - auch für staatliche Institutionen.

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Telekom-Chef Tim Höttges will ein internationales Abkommen gegen Cyberangriffe.
Telekom-Chef Tim Höttges will ein internationales Abkommen gegen Cyberangriffe. (Bild: Deutsche Telekom)

Nach den jüngsten Diskussionen zu den weltweiten Problemen rund um Wanna Cry hat sich Telekom-Chef Timotheus Höttges grundsätzlich gegen Cyberangriffe und -spionage ausgesprochen. Er wünsche sich ein internationales Abkommen gegen Cyberattacken, ähnlich einem Verzicht auf Landminen, sagte Höttges in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im Vorfeld des bevorstehenden G-20-Gipfels in Hamburg.

Höttges sieht ein solches Abkommen als Grundvoraussetzung für die digitalisierte Wirtschaft. Er sei sich aber bewusst, dass ein solches Abkommen in nächster Zeit kaum kommen werde, denn: "Viele Länder sehen solche Angriffe noch als Kavaliersdelikt."

Meldepflicht für Sicherheitslücken

Zudem fordert er als Konsequenz nach dem weltweiten Schaden, den Wanna Cry verursachte, eine generelle Meldepflicht für Sicherheitslücken, die auch "staatliche Sicherheitsbehörden umfassen" müsse. Es könne nicht sein, dass jemand "das Wissen um Lücken für sich behält und damit die Sicherheit von Millionen Anwendern gefährdet." Eine Meldepflicht sei Voraussetzung für eine gesetzliche Verpflichtung für Hard- und Softwarehersteller, Sicherheitsupdates bereitzustellen. Höttges widerspricht damit Innenminister Thomas de Maizière (CDU), der auf der diesjährigen Konferenz Re:publica sagte, er habe keine Probleme damit, Zero-Day-Exploits aufzuspüren oder anzukaufen.

Ende November 2016 hatte der Angriff auf die Router der Telekom rund 1.000.000 Anschlüsse teils über Stunden lahmgelegt, weil die Router unter der Last der Angriffe zusammenbrachen. Die Geräte wurden über das Wartungsprotokoll TR-069 angesprochen. Obwohl die Malware letztlich nicht installiert werden konnte, brachen die Router unter der Last der Anfragen zusammen.

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plutoniumsulfat 30. Mai 2017

Wer hat nicht von den vielen Tontaubenschießenwettbewerben oder der großen Jagd in...

divStar 30. Mai 2017

Nur, dass ein Verbot nichts bringt, da nicht nur Militärs programmieren (dürfen).

divStar 30. Mai 2017

Mal im Ernst... Selbst wenn es ein Abkommen gäbe, würde es nur offizielle Hacks von...

HeimerDinger 29. Mai 2017

Hier merkt man mal wieder wie weit weg sich die Manager vom Technischen Know How der...



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