Abo
  • IT-Karriere:

Ransomware: Scammer erpressen Besucher von Pornoseiten

Über einen Fehler in Apples Safari für iPhone blockieren Unbekannte den Browser mit einem immer wiederkehrenden Javascript-Pop-up. Darin werden Nutzer aufgefordert, Lösegeld zu zahlen. Mit einem einfachen Trick lässt sich der Falle aber entgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Pop-up-Fenster in Safari fürs iPhone werden von Scammern missbraucht.
Pop-up-Fenster in Safari fürs iPhone werden von Scammern missbraucht. (Bild: FGP/CC0 1.0)

Die Scammer zielen mit ihrem Angriff offenbar insbesondere auf Besucher von Pornoseiten und anderen potenziell kompromittierenden Angeboten. Wie Arstechnica berichtet, führt dabei der Besuch einer präparierten Webseite mit Safari für iOS zur Ausführung eines bösartigen Javascript-Codes, der ein immer wiederkehrendes Pop-up-Fenster öffnet.

Stellenmarkt
  1. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Köln
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn

Dieses soll den Browser so lange blockieren, bis ein Lösegeld in Form von iTunes-Prepaidkarten gezahlt wurde. Mit dem von Apple gerade erst veröffentlichten Update auf iOS 10.3 soll der Fehler behoben sein.

Opfer sollen Angst haben

Die Angreifer geben sich bei ihrer Attacke als Strafverfolgungsbehörden, etwa die Londoner Metropolitan Police, aus. In dem Pop-up-Fenster behaupten sie, betroffene Nutzer hätten "illegale Pornografie" heruntergeladen und müssten nun Strafe zahlen. Bei Nichtbegleichung der Summe innerhalb von zwölf Stunden wird den Opfern ein Strafverfahren angedroht.

Der Fehler, der den Angriff auf Safari unter iOS ermöglicht, wurde von Andrew Blaich und Jeremy Richards von der IT-Sicherheitsfirma Lookout entdeckt und gestern in einem Blogpost veröffentlicht. Der Missbrauch der Pop-up-Funktion in Safari auf dem iPhone sei bereits in früheren Browserversionen zum Beispiel unter iOS 8 möglich gewesen, schreiben die Entdecker. Lookout weist außerdem darauf hin, dass der Fehler komplett innerhalb der Sandbox des Safari-Browsers funktioniert, ohne dass ein Ausbrechen nötig ist.

Löschen des Browser-Caches hilft

Die Aufmachung der Botschaft sowie die Wahl der Domains wie etwa "www[.]police-pay[.]com" zeigen, dass der Angriff vor allem auf Einschüchterung und Unwissenheit der Opfer setzt. Auf einen solchen Angriff fallen vermutlich vor allem unwissende Nutzer herein, denn die Blockade des Browsers lässt sich laut Lookout recht leicht umgehen: Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, genügt es, den Browser-Cache über die Safari-Einstellungen zu leeren und so wieder Zugriff auf die normalen Programmfunktionen zu erhalten.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 179,90€ (Bestpreis!)
  2. 24,99€ (Bestpreis!)
  3. 44,90€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. Assassin's Creed Odyssey für 24,99€, Monster Hunter World - EU Key für 30,49€)

pleq 31. Mär 2017

50:50 trifft es inzwischen tatsächlich eher. Daher ist das Bedürfnis für mobile Cams...

ArcherV 30. Mär 2017

Arche Internetz? http://arche-internetz.net

Tigerf 30. Mär 2017

Schon Steve Jobs himself sagte, wer Pr0n möchte soll Android kaufen. You're using it wrong.

franky_79 30. Mär 2017

Natürlich kann er.

m9898 29. Mär 2017

Was auch geht: Doppelklick auf den Home-Button für die App-Übersicht, Safari schließen...


Folgen Sie uns
       


Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

Das andere How-to: Deutsch lernen für Programmierer
Das andere How-to
Deutsch lernen für Programmierer

Programmierer schlagen sich ständig mit der Syntax und Semantik von Programmiersprachen herum. Der US-Amerikaner Mike Stipicevic hat aus der Not eine Tugend gemacht und nutzt sein Wissen über obskure Grammatiken, um Deutsch zu lernen.
Von Mike Stipicevic

  1. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein
  2. Software-Entwickler Welche Programmiersprache soll ich lernen?

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


      •  /