Die mögliche Löschung und der Export von Nutzerdaten gehören zu den neuen Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung. Wordpress stellt dazu nun Werkzeuge bereitet und kann automatisch eine Datenschutzerklärung generieren.
In einer Schule in Hangzhou in Ostchina kann sich kein Schüler unbemerkt langweilen oder unaufmerksam sein. Kameras überwachen die Schüler. Ein Computer erkennt, ob sie aufmerksam dem Unterricht folgen. Wenn nicht, benachrichtigt das System den Lehrer.
Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Der Bundesnachrichtendienst hat nach eigenen Angaben die illegale Analyse und Sammlung von Telefonmetadaten deutscher Bürger beendet. Zuvor hatten Tausende Nutzer den BND aufgefordert, ihnen den Stopp der Praxis zu bestätigen.
Ein neues Gesetz ermöglicht zwischenstaatliche Abkommen mit den USA über den Zugriff auf Serverdaten. Doch mit der EU-Kommission will Washington bislang nicht darüber verhandeln.
Überholspuren und Drosselungen im Internet könnten in den USA bald erlaubt sein. Zwar hat der US-Senat eine Resolution für den Erhalt der Netzneutralität beschlossen, diese dürfte aber am Repräsentantenhaus und US-Präsident Donald Trump scheitern.
Brüssel will US-amerikanische IT-Konzerne mit einer neuartigen Steuer belegen. Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte sich das nachteilig auf deutsche Exportfirmen auswirken.
Update Die Vorzugsbehandlung von Google durch die VG Media beim Leistungsschutzrecht bleibt vorerst erlaubt. Das Verwaltungsgericht München hat den Prozess um das Verbot der Gratislizenz ausgesetzt. Im vergangenen Jahr gab die VG Media wieder Millionen für Prozesskosten aus.
Die Bundesnetzagentur wird der Industrie und Gemeinden lokale 5G-Frequenzen auf Antrag zuweisen. Die Versteigerung der Frequenzen bei 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz wurde angeordnet.
Update EU-Justizkommissarin Vera Jourová will die Debatte über die Datenschutzgrundverordnung "entmystifizieren". Zur Verwirrung über die Reform tragen Bundesregierung und Datenschutzbehörden jedoch selbst bei.
Die Versteigerung der Frequenzen für 5G wird von 2018 auf kommendes Jahr verschoben. "So verlieren wir ein Dreivierteljahr beim Rollout von 5G", hieß es in Regierungskreisen.
In den Niederlanden dürfen Behörden keine Kaspersky-Software mehr einsetzen. Das Unternehmen wehrt sich gegen die Spionagevorwürfe und gibt Details zu einem Rechenzentrum in der Schweiz bekannt.
Seit Dienstag können sich Kommunen für das WLAN-Programm der EU bewerben. Wer das Geld bekommen will, sollte sich beeilen. Das Interesse an der Förderung ist groß.
Update Die dauerhafte Aufzeichnung des Straßenverkehrs mit einer Autokamera ist unzulässig. Der Bundesgerichtshof lässt solche Aufnahmen zur Klärung von Unfallursachen dennoch zu.
Die Staatstrojaner-Software von Finfisher wurde offenbar in der Türkei gegen Mitglieder der Opposition eingesetzt. Unklar bleibt, wie das Regime die Software erwerben konnte.
Der Präsident des IT-Branchenverbandes Bitkom fordert eine neue Diskussion über Privatsphäre und die Nutzbarkeit von Daten durch die Wirtschaft. Seiner Ansicht nach könnte die Datenschutz-Grundverordnung zu Nachteilen vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz führen.
Ein Zusammenspiel von veralteten Verschlüsselungsmethoden und HTML-Mails erlaubt es in vielen Fällen, mit OpenPGP oder S/MIME verschlüsselte Nachrichten zu exfiltrieren. Bislang gibt es keine echten Fixes und nur unzureichende Workarounds.
Die Eternal-Blue-Schwachstelle wird weiter für Angriffe genutzt. Auch ein Jahr nach Wanna Cry haben viele Unternehmen und Privatleute die zur Verfügung stehenden Patches offenbar noch nicht eingespielt.
Ein fundamentales Sicherheitsproblem untergräbt die Sicherheit von verschlüsselten E-Mails, betroffen sind sowohl PGP als auch S/MIME. Die Details wurden noch nicht veröffentlicht. Die Electronic Frontier Foundation empfiehlt die Abschaltung im Mailprogramm.
Golem-Wochenrückblick Für Normalnutzer war auch etwas dabei, aber vor allem war diese Woche mit Google I/O und Microsoft Build 2018 für Entwickler interessant. Ärgerlich waren ein paar Bugs in Windows.
Apples Rechenzentrum im irischen Athenry wird nicht gebaut. Das Bauvorhaben hat sich zu lange hingezogen, so dass das Unternehmen das Projekt abbricht. Dadurch gehen etwa 350 potenzielle Jobs in der Region verloren.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angedeutet, möglicherweise Änderungen der Aufsichtspraxis der Datenschutzgrundverordnung in Deutschland vorzunehmen. Was sie sich dabei genau vorstellt, ist unklar.
Whatsapp bekommt einen neuen Chef: Chris Daniels von Internet.org übernimmt für Jan Koum. Davon abgesehen gibt es Hinweise auf eine grundlegende Neuaufstellung bei Facebook, die unter anderem den Datenschutz aufwerten könnte.
Die Deutsche Telekom kann erneut einen hohen Gewinn von fast 1 Milliarde Euro ausweisen. In Deutschland und in den USA werden viele Neukunden gewonnen.
Laut einer Umfrage sehen sich 17 von 24 teilnehmenden Kontrollbehörden nicht imstande, ihre neuen Aufgaben im Rahmen der EU-Datenschutz-Grundverordnung zu erfüllen. Es fehle an den nötigen Ressourcen oder Befugnissen.
Es gibt viele Studien zu FTTH/B in Deutschland und zur Akzeptanz beim Nutzer. Die Bundesnetzagentur beklagt in ihrem Jahresbericht erneut die niedrige Take-up-Rate. Doch ist sie beim Vectoring wirklich besser?
In Sachsen-Anhalt erhält ein gesamter Landkreis eine höhere Datenrate von der Deutschen Telekom. Welche Haushalte nur Vectoring und welche Glasfaser erhalten, ist noch nicht entschieden.
Die Waliser Polizei hat im Finale der Champions League 2017 170.000 Gäste mit Gesichtserkennung gescannt und davon mehr als 2.000 als kriminell identifiziert. Davon waren jedoch nur sieben Prozent schuldig. Das System wird auch genutzt, um das Potenzial einer kriminellen Tat in Emotionen zu erkennen.
Trotz einer entsprechenden Aufforderung durch Facebook hat Cambridge Analytica offenbar bei weitem nicht alle gesammelten Wählerdaten gelöscht - und sie womöglich für die Trump-Kampagne genutzt.
Die von den Mobilfunkprovidern angegebene Netzabdeckung stimmt offenbar nur zum Teil mit der Realität überein: Das ist ein erstes Ergebnis einer Aktion, bei der Bürger in Niedersachsen innerhalb einer Woche rund 1.600 Funklöcher gemeldet haben.
Golem-Wochenrückblick Auf Facebook kann man nun Daten löschen sowie Lebensabschnittspartner finden und VR mit Headsets besser unterwegs nutzen. Wir haben uns die Woche auch ausgiebiger mit Meltdown und Spectre befasst.
Bereits in der kommenden Woche könnte der Vertrag zwischen Vodafone und Liberty Media zum Verkauf von Unitymedia fertig sein. Die Stadtnetzbetreiber wollen das verhindern.
Hacker haben sich Zugriff auf Energieversorger in Deutschland verschafft und konnten dort das Netzwerk infiltrieren. Der Hack ist erst ein halbes Jahr später aufgedeckt worden. Der Angreifer: wohl das mit Russland in Verbindung gebrachte Sandworm Team.
Die Bundesregierung drängt in Brüssel auf ein europäisches Leistungsschutzrecht nach deutschem Vorbild. Damit ignoriert sie komplett die Bedenken von Digitalstaatsministerin Bär und Netzpolitikern der Union. Auch Uploadfilter will der Bund offenbar akzeptieren.
Terminatoren, die Jagd auf Menschen machen, sind bisher noch Stoff für dystopische Filmszenarien. In den Laboren diverser Länder arbeiten Forscher allerdings längst an Waffensystemen, die autonom über Leben und Tod entscheiden. Doch es gibt Gegner, die solche Roboter verbieten wollen. Wir haben mit einem gesprochen.
Ein Buffer Overflow ermöglicht es Hackern, eine in Infrastrukturanlagen viel genutzte Software anzugreifen - per Ddos oder Fremdcode. Die Lücken seien auch bereits ausgenutzt worden. Mittlerweile soll ein Patch zur Verfügung stehen.
Update Welche Regelungen gelten nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung? Nach Ansicht der Datenschutzkonferenz sind die bisherigen Bestimmungen für Tracking und Cookies nicht mehr gültig. Die Werbewirtschaft hält davon erwartungsgemäß wenig.
Nach der Telekom hat auch Vodafone einen Ausbau der Gewerbegebiete in Bayreuth mit Glasfaser angekündigt. Jetzt beginnt parallel die Nachfragebündelung.
Bundeskanzlerin Merkel will ein "faires System des Dateneigentums" aufbauen. Kritiker sehen in einem solchen Konzept jedoch den "größten Fehler" des digitalen Wandels und warnen vor einer Enteignung des digitalen Ebenbilds.
/24Kommentare/Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti
Was fühlt der Mitarbeiter? Verantwortliche in diversen chinesischen Unternehmen wissen es: Ihre Angestellten tragen Datenkappen, die Stress erfassen können. Die Unternehmen wollen so unter anderem Fehlern vorbeugen. Kritiker warnen vor Eingriffen in die Privatsphäre.
Facebook will seine Mitglieder und andere Nutzer offenbar weiterhin exzessiv tracken. Zumindest die Mitglieder des sozialen Netzwerks sollen dies aber individuell abstellen können.
Amazon geht künftig gegen das sogenannte Domain-Fronting zur Zensurumgehung vor. Der Anbieter drohte den Machern von Signal mit einer Sperrung der Dienste und will diese Technik bald grundsätzlich deaktivieren.