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Uploadfilter: Openstreetmap schwärzt Karten aus Protest

Das Kartenprojekt Openstreetmap warnt vor den Folgen der EU-Urheberrechtsreform. Uploadfilter könnten die Aktualisierung der Karten behindern.

Artikel veröffentlicht am ,
Schwarze Kacheln aus Protest gegen Uploadfilter
Schwarze Kacheln aus Protest gegen Uploadfilter (Bild: OpenStreetMap/Screenshot: Golem.de)

Das Projekt Openstreetmap (OSM) befürchtet durch die geplanten Uploadfilter auf EU-Ebene eine Gefahr für die freie Bearbeitung der Kartendaten. "Ein vollautomatischer Filter krankt daran, dass Kartendaten von OSM zwangsläufig denen von Google Maps, Here und Co. ähnlich sehen, weil alle die Realität und keine Fantasiewelt wiedergeben", sagte Frederik Ramm, Vorstandsmitglied der internationalen Openstreetmap Foundation. Aus Protest gegen die Pläne, über die das Europaparlament am 12. September 2018 erneut abstimmt, verdeckt die Organisation derzeit ihre Kartendaten mit schwarzen Kacheln, auf denen es heißt: "EU-Uploadfilter erschweren uns das Aktualisieren der Karte."

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Die geplante Urheberrechtsreform könnte dazu führen, dass Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten entweder mit allen Rechteinhabern Lizenzverträge abschließen, oder das hochgeladene Material vorab mit geschützten Inhalten vergleichen. Der OSM zufolge ist das "aus mehreren Gründen für OpenStreetMap äußerst unpraktikabel". Zum einen sei die Karte, "wenn sie richtig ist, den Daten anderer sehr ähnlich. Eine Straße hat sowohl bei uns als auch bei den anderen dieselben Kurven, denselben Namen, dasselbe Tempolimit".

OSM bezweifelt Ausnahmeregeln

Darüber hinaus müssten Änderungen, wenn diese von einem Filter zurückgehalten würden, zeitnah gesichtet werden. "Dies bindet unsere Freiwilligen, die eigentlich viel lieber die Karte verbessern würden anstatt zu überprüfen, ob ein Filter sich falsch verhalten hat", heißt es weiter. Zudem koste das Entwickeln, Einrichten und Optimieren der Filter sehr viel Arbeitsleistung der freiwilligen Software-Entwickler. "Eventuell müssten sogar Geldmittel eingesetzt werden, um diese Leistung einzukaufen", warnen die Projektinitiatoren.

Der Anfang Juli abgelehnte Vorschlag des Europaabgeordneten Axel Voss (CDU) sieht zwar Ausnahmen für nicht-kommerzielle Online-Enzyklopädien wie Wikipedia vor, aber möglicherweise nicht für Datensammlungen wie Wikimedia Commons. Daher sieht auch OSM darin keine Garantie, nicht doch von den Anforderungen des neuen Gesetzes betroffen zu sein.

Nach Ansicht der OSM-Stiftung sind Uploadfilter generell keine gute Idee. So laufe die Verpflichtung, die Rechtmäßigkeit von hochgeladenen Inhalten seitens des Betreibers auf dessen Aufwand und Kosten sicherstellen zu müssen, "auf einen Generalverdacht und eine Umkehrung der Beweislast hinaus". Zudem würden kleine Plattformen "praktisch dazu gezwungen, die erforderliche Filtertechnik von Softwaregiganten teuer einzukaufen". Das stelle nicht nur "eine erhebliche finanzielle Benachteiligung dar, sondern macht sie auch von ihren Mitbewerbern wirtschaftlich und rechtlich abhängig und zerstört damit einen innovativen, freien Markt".

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Meinungsfreiheit 07. Okt 2018

Es erweckt den Eindruck, Du verbreitest vorsätzlich oder grob fahrlässig Unwahrheiten...

flocke74 10. Sep 2018

Es ist leider sehr sehr traurig. Das Internet muss man doch irgendwie kaputt kriegen. Die...

asmix 10. Sep 2018

Da kassiert genau nur ein grosser... Ich muss mal beim Axel-Springer-Verlag und fragen...

PerilOS 09. Sep 2018

XYZ Abmahnanwälte. Ab jetzt keine Gesetze mehr von der EU und Deutschland. Weil...

Antigonos3 09. Sep 2018

Hachja, aber die meisten haben den Schuss nicht gehört und wissen immer noch nichtmal...


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