
Das Überleben von Qimonda ist von strategischer Bedeutung für den Hightech-Standort Deutschland, meint der IT-Branchenverband Bitkom. Die IG Metall spricht von "einer schier endlosen Serie von Managementfehlern".
Vier Konkurrenten der Deutschen Telekom drehen den Spieß um: Während der Exmonopolist mehr Geld für die "letzte Meile" will, fordern Alice, QSC, Telefónica und Versatel eine Senkung der TAL-Entgelte um 25 Prozent und drohen mit Investitionsstopp.

Der angeschlagene Speicherchiphersteller Qimonda ist insolvent. Die Infineon-Tochter hat den Insolvenzantrag im Eilverfahren beim Amtsgericht München gestellt.
Der südkoreanische Konzern Samsung Electronics ist mit seiner Handyfertigung eingebrochen und schreibt Verluste bei LCDs und Speicherchips. Erstmals seitdem die Firma ihre Geschäftsergebnisse vierteljährlich ausweist, schreibt Samsung rote Zahlen.
Das Defizit des Chipherstellers AMD ist im vierten Quartal auf 1,42 Milliarden US-Dollar angewachsen. Damit ist der Verlust höher als der Umsatz.
Der Internetkonzern Google konnte im vierten Quartal bei Umsatz und Gewinn die Prognosen der Wall Street übertreffen. Google erwirtschaftete im vierten Quartal einen Gewinn von 382,4 Millionen US-Dollar (1,21 Dollar pro Aktie) nach 1,21 Milliarden US-Dollar (3,79 Dollar pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Rettungsplan für den angeschlagenen Chiphersteller Qimonda lässt weiter auf sich warten. Die sächsischen Regierungsparteien CDU und SPD haben heute im Landtag überraschend eine Entscheidung vertagt. Derweil bekämen Schwangere und Schwerbehinderte im Dresdner Werk die Kündigung, erfuhr Golem.de.
Nokia, der weltgrößte Mobiltelefonhersteller, hat im letzten Quartal 2008 massiv Gewinn eingebüßt. Auch der Ausblick für 2009 ist getrübt.
Im Kampf gegen die Verbreitung von Kinderpornografie kann es keine Generallösung geben, meint der Bund Deutscher Kriminalbeamter, sonst müsse das Internet abgeschaltet werden, was unmöglich sei. Internetsperren, wie sie die Regierung plant, seien zwar ein Mittel, wichtig wären aber zusätzlich mehr spezialisierte Ermittler.

Der japanische Elektronikkonzern Sony nimmt seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr zurück und warnt vor einem Verlust von 1,2 Milliarden Euro.
Der US-Konzern eBay folgte im Feiertagsgeschäft der Abwärtsspirale der US-Konjunktur. In einem "harten und wettbewerbsintensiven Umfeld" sank der Gewinn im vierten Quartal auf 367,2 Millionen US-Dollar (29 Cent pro Aktie), nach 530,9 Millionen Dollar (39 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Computer- und Elektronikkonzern Apple konnte im Weihnachtsgeschäft 2008 weiter solide wachsen. Der Absatz des iPhone 3G lag leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Das Bundeskriminalamt schlägt Alarm, weil die Manipulationen von Geldautomaten im Jahr 2008 massiv zugenommen hat. Verbraucherschützer beklagen, die Banken seien untätig und setzten zu wenig Anti-Skimming-Technik ein.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) stellt sich gegen geplante Internetsperren gegen Kinderpornografie. Eine echte Blockade ist wegen der dezentralen Strukturen des Internets seiner Auffassung nach nicht möglich, ließe sich einfach umgehen und könnte zu Störungen im Internet führen.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson streicht 5.000 Arbeitsplätze. Das Kerngeschäft sei bislang von der Krise nicht betroffen, das Jahr 2009 berge jedoch erhebliche Unsicherheiten.

Das IT- und Beratungsunternehmen IBM kann trotz eines Umsatzrückgangs rosige Zahlen für sein Jahresendquartal 2008 vorlegen. Auch der Ausblick für 2009 trotzt der Krise.
Im Kampf gegen Computerkriminalität fordert der IT-Branchenverband Bitkom eine bessere Ausstattung für Polizei und Staatsanwaltschaften. Zudem wollen Konzerne und Staat sich mehr austauschen.

SAP, der Hersteller von Unternehmenssoftware, wird bei der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen vierten Quartal vor Analysten am 28. Januar 2009 keine konkrete Umsatzprognose für 2009 abgeben. Früher als geplant übernimmt zudem Léo Apotheker allein die operative Führung.
Datenschützer kritisieren einen neuen Gesetzentwurf von Bundesinnenminister Schäuble, der Anbietern von Webseiten erlauben soll, das gesamte Surfverhalten der Nutzer aufzuzeichnen. Selbst die umstrittene Vorratsdatenspeicherung sieht das nicht vor.
Deutsche Verleger machen mit Autoren gegen Googles Dienst für gescannte Bücher in den USA mobil. Der Vorwurf: Google habe sieben Millionen Bücher ohne Genehmigung der Rechteinhaber vervielfältigt, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid ist vom Landgericht Kiel zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er soll in einem Bankrott Geld beiseite geschafft haben.
Die neue Führung der indischen Softwarefirma Satyam Computer Services diskutiert laut einem Zeitungsbericht, Investmentbanken mit der Suche nach einem Käufer für das angeschlagene Unternehmen und seine 53.000 Beschäftigten zu beauftragen.
Apple-Chef Steve Jobs prüft eine Lebertransplantation. Das will die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen erfahren haben, die sich mit dem kranken 53-Jährigen beschäftigen. 2004 war Jobs erfolgreich an einer seltenen, heilbaren Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert worden.
Der neue Chef der Datensicherheit bei der Deutschen Telekom hat Probleme, Vertriebspartner zum Löschen der Kundendaten zu bewegen. An eine gesetzte Frist hielt sich erst die Hälfte der Firmen.
Dem Schengen-Informationssystem II (SIS II) zum grenzübergreifenden Austausch biometrischer Daten zwischen Polizei und Geheimdiensten droht das Aus. Die Technik spielt nicht mit. Bei vielen Tests des ambitionierten EU-Datenbankenprojekts gab es Pannen.
Das US-Softwareunternehmen Nuance Communications, bekannt für Dragon NaturallySpeaking, kauft von IBM Know-how und Patente im Bereich Spracherkennung. Großaktionär Warburg Pincus investiert zugleich 175 Millionen US-Dollar bei Nuance.
Der südkoreanische Konzern Samsung Electronics will die Weltwirtschaftskrise durch eine Aufspaltung in zwei Sparten besser überstehen. Die eine Unternehmenssäule wird das Geschäft mit Chips und LCDs tragen, die andere die Bereiche Digital Media und Telekommunikation.

Der Apple-Händler Gravis plant nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft Entlassungen. Das geht aus einem Schreiben des Firmengründers Archibald Horlitz an die Mitarbeiter hervor. Gravis-Sprecher Oliver Middelhoff hat die Authentizität des Schreibens gegenüber Golem.de bestätigt.
Der Halbleiterhersteller Intel musste im vierten Quartal 2008 durch einen überraschend schnellen Rückgang der Nachfrage und Umschreibungen einen Gewinneinbruch um 90 Prozent hinnehmen. Zugleich gab der Umsatz um 23 Prozent nach. Ein deutlicher Lichtblick war der Atom-Prozessor.

Bundesdatenschützer Peter Schaar hat die neuen Befugnisse der IT-Sicherheitsbehörde BSI als zu weitgehend bezeichnet. Er kritisiert die Ermächtigung des Bundesamtes, die gesamte Sprach- und Datenkommunikation aller Unternehmen und Bürger mit Bundesbehörden abzuhören und auszuwerten.
Der EICTA, ein Verband der europäischen Digitaltechnologie, hat einen Bericht dementiert, nach dem großformatige Plasma-Fernsehtechnologie schon bald wegen fehlender Energieeffizienz nicht mehr auf dem EU-Markt zugelassen wird.
Motorola hat im Weihnachtsgeschäft über 50 Prozent seines Geschäfts mit Mobiltelefonen eingebüßt. Eine weitere Entlassungswelle dürfte 4.000 Jobs kosten.
Der Softwarekonzern Microsoft prüft einen massiven Stellenabbau. Mit einer offiziellen Bekanntgabe kann ab der kommenden Woche gerechnet werden.

Ein Zusammenbruch der IT-Systeme hat seit Mittwochnachmittag in weiten Teilen Deutschlands den Bahnverkehr erheblich behindert. In der Nacht gelang es, alle Computernetzwerke wieder in Gang zu setzen.
Das Münchner Unternehmen Webmobilisten geht nach dem Start von Funkster mit einer weiteren mobilen Datenflatrate auf den Markt. Quickster nutzt das Netz von Vodafone und ist bis zum 31. Januar 2009 für einen Aktionspreis zu bekommen.

Ein Jahr nach der Schließung der Nokia-Fabrik in Bochum ist über die Hälfte der Entlassenen immer noch ohne Job. Im Januar 2008 hatte Nokia angekündigt, das Werk in Bochum zu schließen. Nokia zählte dort rund 2.300 Festangestellte und etwa 800 Leiharbeiter.
Der Technologiekonzern Toshiba will die Festplattensparte von Fujitsu übernehmen. Geboten werden 30 bis 40 Milliarden Yen (253 bis 338 Millionen Euro). Toshiba-Sprecher Keisuke Ohmori hat einen entsprechenden Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei bestätigt.

Carol Bartz, die frühere Chefin des Designsoftwareherstellers Autodesk, wird Chefin des Internetunternehmens Yahoo. Ihr Vorgänger Jerry Yang musste nach den gescheiterten Übernahmeverhandlungen mit Microsoft abtreten.
Der Festplattenhersteller Seagate hat überraschend seine Unternehmensführung ausgetauscht und die Streichung von 800 Arbeitsplätzen angekündigt. Vorstandsvorsitzender William Watkins und Vizechef Dave Wickersham verlassen ihre Posten mit sofortiger Wirkung.

Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zugegeben, dass "biometrische Verfahren allenfalls sekundär zur Früherkennung von terrorverdächtigen Personen" dienen können. Nach Einführung des biometrischen E-Reisepasses wird weiter an 3D-Gesichtserkennung im Alltag gearbeitet.

Der designierte US-Präsident Barack Obama hat Julius Genachowski zum Chef der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) berufen. Der 46-Jährige war acht Jahre im Management von Barry Dillers Internetkonzern IAC/InterActiveCorp und ist Wagniskapitalgeber für Internetfirmen.
AOL, die Internetsparte des Medienkonzerns Time Warner, setzt auf Expansion unter neuem Namen. Unter Mediaglow fasst die Firma bestehende Blogs und Projekte zusammen und gründet neue Onlinemagazine. 75 redaktionelle Angebote hat AOL geschaffen, und 30 weitere sind in diesem Jahr geplant.
Einen Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und dem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen konnte eine Studie der Münchener Ludwig-Maximilians-Uni nicht feststellen. Allerdings sagt diese Studie nichts über die Langzeitfolgen aus.
Der Chef der indischen Satyam Computer Services soll eingestanden haben, die Bilanzen des Unternehmens seit sieben Jahren manipuliert zu haben. Die Firmenspitze wurde verhaftet, die indische Regierung setzte eine neue Führung ein. Es geht um Manipulationen in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar.
Der japanische Elektronikkonzern Sony will bis 2011 die meisten Produkte mit einem Internetzugang ausgestattet haben, über den sie auch untereinander kommunizieren. Das erklärte Firmenchef Sir Howard Stringer auf der CES 2009 in Las Vegas.
Die Deutsche Telekom sucht Partner für ihr IPTV-Angebot der Fußball-Bundesliga. Am zweiten Januarwochenende 2009 laufen Gespräche mit Premiere, dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) und anderen.

Die Deutsche Bahn baut die WLAN-Versorgung im ICE aus. Bis heute sind rund 50 ICEs mit der für den Onlinezugang notwendigen Technik ausgerüstet. Rund 20 ICE-3-Züge sollen 2009 folgen. Den drahtlosen Netzzugang gibt es jetzt auch zwischen Frankfurt und Hamburg.
Eine Rettung des Chipherstellers Qimonda mit Steuergeld steht wieder in Frage. Im Freistaat Sachsen hatten die Koalitionspartner SPD und CDU Ende Dezember 2008 einen Kredit über 150 Millionen Euro zugesagt. Der Nachtragshaushalt scheiterte, die Opposition spricht von einem "Fass ohne Boden".
Steve Ballmer erhöht den Druck auf Yahoo, die Suchmaschinensparte an Microsoft zu verkaufen. Beide Firmen vollzögen gegenwärtig Wechsel auf Managementebene, sagte er, diese Übergangsperiode sei der richtige Zeitpunkt für einen Vertragsabschluss.
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat offenbar "eine beträchtliche Anzahl" der 10.000 Zeit- und Honorarkräfte im Unternehmen abgebaut. Das geht aus einer Mitteilung des Konzerns an die US-Börsenaufsicht hervor.