• IT-Karriere:
  • Services:

DRAM-Preisabsprachen

Oracle verklagt Micron Technology

Oracle will Schadensersatz für eine Jahre zurückliegende Preisabsprache vom DRAM-Hersteller Micron Technology. Dieser hatte die jetzige Oracle-Tochter Sun Microsystems übervorteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Etikett auf DIMMs von Micron in Sun-Servern
Etikett auf DIMMs von Micron in Sun-Servern

Oracle verklagt den US-Chiphersteller Micron Technology wegen illegaler Preisabsprachen bei DRAM-Chips. Die Wettbewerbsbeschwerde wurde bei einem Bundesgericht in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien eingereicht, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Protagen Protein Services GmbH, Heilbronn,Dortmund

Oracle bezieht sich dabei teilweise auf ein Preiskartell, gegen das in diesem Jahr in der EU und zuvor in den USA hohe Strafen verhängt wurden. Betroffen waren Samsung Electronics, Infineon, Hynix Semiconductor, Elpida Memory, NEC Electronics, Hitachi, Toshiba, Mitsubishi Electric und Nanya Technology. Micron Technology war ebenfalls beteiligt, deckte aber die Machenschaften gegenüber der Wettbewerbsbehörde auf, weshalb der US-Konzern straffrei ausging. Das US-Justizministerium ermittelte seit 2002 und verhängte Strafen in Höhe von 731 Millionen US-Dollar.

Die Speicherchiphersteller "konspirierten für Absprachen zur Produktionskapazität für Verknappungen, Preiserhöhungen und für ungesetzliche Überteuerungen für DRAM-Kunden", erklärte Oracle in der Klage, die das Unternehmen für Sun Microsystems führt. Oracle hatte den Serverhersteller im Januar 2010 für 7,4 Milliarden US-Dollar gekauft. Die anderen Chiphersteller wurden zwar als Mitverschwörer, aber nicht als Beklagte benannt. Micron ist der größte US-Hersteller von DRAM.

2007 hatte Micron 80 Millionen US-Dollar gezahlt, um private Wettbewerbsklagen per Vergleich zu beenden. In der Zeit von 1998 bis 2002 kaufte Sun laut Klageschrift in den USA DRAMs im Wert von 2 Milliarden US-Dollar für Server und Workstations. Oracle fordert nun Schadensersatz und bezieht sich dabei auf kalifornisches und US-Bundesrecht, das eine Verdreifachung der Strafzahlungen vorsehe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 19,49€
  2. 8,50€
  3. 34,99€

SunnyS 28. Sep 2010

ACHTUNG VERSCHWÖRUNGSTHEORIE: Ich denke du hast recht, sieht ein bisschen nach einer...


Folgen Sie uns
       


    •  /