Abo
  • Services:

Großversuch

Innenminister startet Körperscanner am Hamburger Flughafen

Auf dem Hamburger Flughafen stehen ab heute Körperscanner. Der Bundesinnenminister war beim Start des Großversuchs dabei und versuchte, Kritiker zu beruhigen. Die wollen Garantien, dass die Nutzung strikt freiwillig bleibt.

Artikel veröffentlicht am ,
ProVision ATD in Aktion
ProVision ATD in Aktion

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat heute in Hamburg einen großangelegten Feldtest für Körperscanner gestartet. Auf dem fünftgrößten Flughafen Deutschlands werden voraussichtlich sechs Monate lang zwei Geräte erprobt. Im Probebetrieb laufen Scanner vom Typ Provision ATD der US-Firma L-3 Communications. Ein Gerät kostet bis zu 130.000 Euro.

Stellenmarkt
  1. Hochschule für Technik Stuttgart University of Applied Sciences, Stuttgart
  2. TUI InfoTec GmbH, Hannover

Der Provision ATD ist auch in Italien und der Schweiz getestet worden. Die Basler Zeitung berichtete, dass die Behörden in Italien wegen mangelnder Schärfe der Röntgenbilder nicht mit den Testergebnissen zufrieden waren. Die Sicherheitsstandards bei den Kontrollen mit den Geräten könnten nicht garantiert werden, hieß es. Die Bodyscanner seien deshalb den Produzenten zurückgegeben worden. Auch in der Schweiz wurden solche Geräte getestet, hier sei die Schärfe der Bilder kein Problem gewesen. "Voraussetzungen für einen deutschlandweiten Einsatz an den Flughäfen sind, dass die Geräte funktionieren und eine geringe Fehlalarmquote haben", sagte Michael Eggenschwiler, Präsident des Flughafenverbands ADV und Chef des Flughafens Hamburg.

"Die Nutzung ist während der Testphase für die Passagiere freiwillig", hieß es vom Innenministerium. Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Ulla Jelpke, kritisierte, dass es keine verbindliche Zusage de Maizières gebe, dass die Nutzung der Scanner auch nach der Probephase freiwillig bleibt. "Insbesondere bei kranken oder behinderten Menschen kann der Einsatz der Scanner tief in die Intimsphäre eingreifen", sagte Jelpke. Denn anders als vom Bundesinnenministerium dargestellt, erfassten die Geräte nicht nur Sprengstoff oder Waffen, sondern sämtliche Abweichungen von einem Normalkörper. "Ob Dauerkatheter, künstliche Darmausgänge, Prothesen oder andere Hilfsmittel - all dies wird vom Scanner als auffällig erkannt. Auf die Reisenden werden daher im wörtlichen Sinne peinliche Befragungen durch das Sicherheitspersonal zukommen." Deswegen müsse strikt gewährleistet sein, dass die Nutzung der Scanner auch nach der Probephase freiwillig bleibe.

Der schleswig-holsteinische Landesdatenschützer Thilo Weichert hatte im Dezember 2009 den Einsatz der Körperscanner kritisiert. Es handele sich um einen massiven Eingriff ins allgemeine Persönlichkeitsrecht und um eine Verletzung menschlicher Scham. Der Scanner zeige nicht nur Waffen, sondern auch Genitalien, Implantate und Prothesen. Betroffen seien auch religiöse Be- und Entkleidungsvorschriften, die verfassungsrechtlichen Schutz genössen. Dagegen erklärte das Bundesinnenministerium, der Provision ATD zeige die Position detektierter Gegenstände an einem Piktogramm, das bei jedem Fluggast gleich aussehe. Auffällige Gegenstände markiert der Scanner mit einem gelben Punkt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 915€ + Versand
  2. ab 399€
  3. 119,90€

BadnerMichel 08. Feb 2011

Guten Tag @Diskussion! Man müsste erst die Art des Abtaster anführen. Laut Wiki ist wohl...

Golem... 28. Sep 2010

hier wird nix ignoriert. nur nicht ins zentrum des geschehens genommen. wie das bei...

wenn schon... 28. Sep 2010

Zugreisende sollten das gleiche Recht haben wie Flugreisende. Deshalb bitte auch Scanner...

frehgtrjkuil 28. Sep 2010

Und auch DAS ist Unsinn - die Terahert-Scanner liefern mittlerweile sehr genaue Bilder...

Daybreaker 28. Sep 2010

Die verhassten Nacktscanner gibt es in Hamburg in Durchgang Spur 3 und 7 bei der...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Go - Test

Das Surface Go mag zwar klein sein, darin steckt jedoch ein vollwertiger Windows-10-PC. Der kleinste Vertreter von Microsofts Produktreihe überzeigt als Tablet in Programmen und Spielen. Das Type Cover ist weniger gut.

Microsoft Surface Go - Test Video aufrufen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht
Lichtverschmutzung
Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht

LEDs für den Garten sind energiesparend und praktisch - für Menschen und manche Fledermäuse. Für viele Tiere haben sie jedoch fatale Auswirkungen. Aber mit einigen Änderungen lässt sich die Gartenbeleuchtung so gestalten, dass sich auch Tiere wohlfühlen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Play und Signe Neue farbige Philips-Hue-Leuchten für indirektes Licht
  2. Smart Home Weitere Hue-Leuchten fürs Badezimmer vorgestellt
  3. Badezimmerspiegel Philips Hue kommt ins Bad

    •  /