Bing Maps: Microsoft verhandelt Kauf von Stadtplandienst.de
Microsoft will offenbar das Berliner Unternehmen Euro-Cities kaufen. Das berichtete die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) aus Verhandlungskreisen. Euro-Cities betreibt den Dienst Stadtplandienst.de und entsprechende Onlinekartendienste in Österreich, in der Schweiz und Liechtenstein und bietet auch Luftbilder von Geocontent an.
Microsoft wolle die detaillierten Deutschlanddaten zur Verbesserung seines Kartendienstes Bing Maps nutzen, so das Magazin. Die Chancen stünden bei 65 Prozent. Eine Microsoft-Sprecherin sagte der Wirtschaftswoche: "Über den Zukauf Stadtplandienst.de durch Microsoft kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts Näheres sagen."
Stadtplandienst.de gehörte früher zum Bertelsmann-Konzern. Der jetzige Besitzer ist zugleich Chef der Geka, ein Unternehmen, das die Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials im Internet nach eigenem Bekunden "wie eine Detektei" verfolgt. Zu den Kunden gehören neben Stadtplandienst Mair Dumont mit der Marke Falk und der Ampel-Verlag.
Beschwerde beim Bundeskartellamt gegen Google
Wie im August 2010 bekannt geworden war, hat Euro-Cities beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Google eingelegt und Strafanzeige wegen gewerbsmäßigen Betrugs erstattet. Google bevorzuge die eigenen Angebote in den Ergebnissen der eigenen Suchmaschine, lautete der Vorwurf gegen Google. Zudem vermuten die Beschwerdeführer, Google bevorzuge Anbieter, die Googles Werbesystem Adsense einsetzen.
Der letzte große Zukauft von Microsoft in Europa war das Verbraucherportal Ciao für 486 Millionen US-Dollar im Jahr 2008. Auch hier sollten Ciaos Preislisten und Produktbewertungen Microsofts Suchmaschinengeschäft stärken.
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