Abo
  • Services:
Anzeige
Neelie Kroes, für die digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.
Neelie Kroes, für die digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Glasfasernetz

Telekom-Konkurrenz begrüßt Zwangsöffnung

Die EU-Kommission will, dass große Glasfasernetzbetreiber ihren Konkurrenten zu regulierten Preisen Zugang gewähren. Europa ist bei Fiber-To-The-Home und Fiber-To-The Building stark abgeschlagen. VATM und Breko begrüßen den Vorstoß.

Die EU-Kommission hat heute ihr Breitbandpaket vorgestellt, das Glasfasernetzbetreiber mit großer Marktmacht zwingen soll, ihre Infrastruktur für Konkurrenten zu öffnen. Wer in Europa Glasfaserkabel verlegt, muss demnach Konkurrenten Zugang zu regulierten Preisen gewähren. Damit würden dieselben Regeln wie beim Kupferkabel gelten, erklärte die EU-Kommission.

Anzeige

Ziel sei "ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Förderung von Investitionen und der Wahrung des Wettbewerbs", heißt es weiter. Dazu werden die nationalen Telekom-Regulierungsbehörden verpflichtet. "Das gemeinsame Konzept sieht die Regulierung des Zugangs zu neuen Hochgeschwindigkeitsglasfasernetzen vor." Nötig wurde dies wegen der geringen Verbreitung von Fiber-To-The-Home und Fiber-To-The Building in der EU. So verfügen derzeit nur 1 Prozent der Menschen in Europa zu Hause über einen Glasfaseranschluss, aber bereits 12 Prozent der Japaner und 15 Prozent der Südkoreaner. Frühere Staatsmonopolisten wie die Deutsche Telekom und die spanische Telefónica hatten versucht, ihr Glasfasernetzwerk auf den Heimatmärkten vor der Konkurrenz zu schützen und dies mit den hohen Investitionen von 300 Milliarden Euro begründet.

"Wir begrüßen grundsätzlich das heute von der EU-Kommission vorgestellte Breitbandpaket", sagte Jürgen Grützner, Chef des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). "Die EU-Kommission hat die möglichen Gefahren neuer monopolartiger Strukturen beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Europa erkannt. Diesen will sie, wenn nötig, in Form von Zugangsverpflichtungen und Preisregulierung begegnen können", so Grützner.

Auch der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), der viele Mitgliedsunternehmen mit eigenem Netz wie Ewe Tel, Hansenet, Eifel-net, die Stadtwerke Neumünster, Telefónica Deutschland und Versatel zählt, stimmte dem Breitbandpaket zu. Damit werde, wie vom Breko gefordert, die Regulierung für Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht auch auf Glasfasernetze ausgedehnt. "Ohne diese regulatorischen Vorgaben und die Öffnung dieser Infrastruktur bliebe dieser Markt wettbewerbsfrei und der Deutschen Telekom würde ein Vorsprung in der FTTB-/FTTH-Kundengewinnung eingeräumt", meinte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Enge regulatorische Vorgaben dürften aber auch bei Glasfasernetzen nicht jedem Marktteilnehmer auferlegt werden, sonst gerieten Investitionen ins Stocken. "Vielmehr sollten Marktteilnehmer ohne beträchtliche Marktmacht regulierungsfrei bleiben", sagte Albers.


eye home zur Startseite
Padarox 12. Nov 2010

Tja, weil man da einfach mal den Kopf zum Rechnen benutzen muss. Weil man darf denke ich...

arno99 21. Sep 2010

Wenn Zwangsöffnung, dann auch für alle. Jeder örtliche Glasfasernetzbetreiber hat dort...

Tireflat 20. Sep 2010

Jop, sehe ich bei mir im Dorf. Die hälfte wird abgebaggert durch die Braunkohleförderung...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MOMENI Gruppe, Hamburg
  2. InoNet Computer GmbH, Oberhaching
  3. Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
  4. Robert Bosch GmbH, Abstatt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 599€ + 5,99€ Versand
  2. 237,90€ + 5,99€ Versand bei Alternate.de

Folgen Sie uns
       


  1. VBB Fahrcard

    E-Ticket-Kontrolle am Prüfgerät wird in Berlin zur Pflicht

  2. Glasfaser

    M-net schließt weitere 75.000 Haushalte an

  3. Pwned Passwords

    Troy Hunt veröffentlicht eine halbe Milliarde Passworthashes

  4. Smach Z

    PC-Handheld nutzt Ryzen V1000

  5. Staatstrojaner und Quick-Freeze

    Österreich verschärft frühere Überwachungspläne

  6. Allensbach-Studie

    Altersvorsorge selbständiger IT-Experten ist sehr solide

  7. Maschinelles Lernen

    Biometrisches Captcha nutzt Sprache und Bild

  8. Gigabit

    Swisscom führt neue Mobilfunkgeneration 5G schon 2018 ein

  9. Bpfilter

    Linux-Kernel könnte weitere Firewall-Technik bekommen

  10. Media Broadcast

    Freenet TV kommt auch über Satellit



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Entdeckertour angespielt: Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
Entdeckertour angespielt
Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte
  1. Assassin's Creed Denuvo und VM Protect bei Origins ausgehebelt
  2. Sea of Thieves angespielt Zwischen bärbeißig und böse
  3. Rogue Remastered Assassin's Creed segelt noch mal zum Nordpol

Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
Axel Voss
"Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Ratspräsidentschaft schlägt deutsches Modell vor
  2. Fake News Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien
  3. EU-Urheberrechtsreform Abmahnungen treffen "nur die Dummen"

Sam's Journey im Test: Ein Kaufgrund für den C64
Sam's Journey im Test
Ein Kaufgrund für den C64
  1. THEC64 Mini C64-Emulator erscheint am 29. März in Deutschland
  2. Sam's Journey Neues Kaufspiel für C64 veröffentlicht

  1. Re: Aktueller denn je

    Teebecher | 01:50

  2. Re: Meine Ansicht zu dem Ganzen:

    Cystasy | 01:46

  3. Re: Noch nie einen Fahrer gehabt der eine Karte...

    Schnurrbernd | 01:37

  4. So und nur so!

    Vögelchen | 01:28

  5. Re: Was ist mit Salt?

    corruption | 01:20


  1. 18:21

  2. 18:09

  3. 18:00

  4. 17:45

  5. 17:37

  6. 17:02

  7. 16:25

  8. 16:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel