Alle Windows-Rechner mit noch unterstütztem Betriebssystem und einem Broadwell-, Haswell- oder Skylake-Chip bekommen ein außerplanmäßiges Update - das ein vorheriges Update deaktiviert. Microsoft will es erst wieder freigeben, wenn Intel Probleme behoben hat.
Aktuell sollen Trojaner bereits in laufenden Ermittlungen des Bundeskriminalamtes zum Einsatz kommen. Medienberichten zufolge sind auch verschlüsselte Messenger für die Ermittler einsehbar.
Wer die Software für das Besondere elektronische Anwaltspostfach installiert hat, sollte diese so schnell wie möglich entfernen. Der BeA-Client ist von einer Java-Deserialisierungslücke betroffen, über die bösartige Webseiten Code ausführen und einen Rechner übernehmen können.
Nutzer von ClamAV sollten so schnell wie möglich auf die aktuelle Version der Software wechseln. Denn Sicherheitslücken ermöglichen Angreifern, zum Beispiel mit einem zugeschickten PDF Code auf dem Rechner der Nutzer auszuführen.
Eine neue Small Cell von Nokia spannt ein eigenes LTE-Netz im unlizenzierten Spektrum auf. Die Technik wird auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt.
In der Not muss es mit Papier und Stift gehen: Nach dem Not-Petya-Angriff arbeitete die Reederei Maersk rund zehn Tage lang analog. In der Zeit wurden mehr als 45.000 Rechner neu aufgesetzt.
Beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach wird angeblich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingesetzt - dabei sind die privaten Schlüssel nicht in der Hand der Nutzer, sondern in einem Hardware Security Module gespeichert. Wir erklären, wie es besser gehen würde.
Sprachdaten, Positionsdaten und Browserverlauf: Nutzer sollen künftig einen besseren Überblick über gesammelte Daten in Windows 10 bekommen. Dazu stellt Microsoft ein Dashboard für Microsoft-Accounts und einen Diagnostic Viewer für Geräteinformation zur Verfügung.
Mozilla will die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöhen und aktiviert in Firefox 60 die Webauthentication-API standardmäßig. Noch gebe es allerdings keine fertigen Bibliotheken, die Entwickler nur einbinden müssten.
Die Umsetzung der neuen Datenschutz-Grundverordnung schreitet offenbar nur langsam voran. Die EU-Kommission will deswegen Behörden sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen mit einem neuen Leitfaden unter die Arme greifen.
Ein Moonshot soll es werden: Chronicle ist der jüngste Sprössling von Alphabets Project X. Mit Datenanalyse, Maschinenlernen und einem besseren Verständnis der eigenen Daten sollen Unternehmenskunden zehnmal so sicher werden wie heute.
Europaweite Sammelklagen gegen Facebook sind nicht zulässig. Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems darf nur in eigenem Namen gegen das soziale Netzwerk juristisch vorgehen. Dennoch sieht er das EuGH-Urteil als wichtigen Teilerfolg.
Update Das BSI will in den kommenden Monaten eine Technische Richtlinie für Heimrouter herausgeben. Vor allem die Kabelnetzbetreiber halten nichts davon, für möglichst viel Sicherheit bei den Geräten zu sorgen. Der CCC spricht von "Lobbying-Sabotage".
Die Bundesrechtsanwaltskammer will im Rahmen einer Veranstaltung namens BeAthon die Sicherheitsprobleme des Besonderen elektronischen Anwaltspostfachs diskutieren. Doch der Hersteller Atos will nicht teilnehmen.
Wer Windows-Apps mit Electron anbietet, sollte das Update auf die aktuellste Version des Frameworks installieren. Sonst kann aus der Ferne Schadcode ausgeführt werden. Betroffen sind Windows-Apps, die als Protokoll-Handler eingetragen sind.
Die Dating-Apps von Tinder nehmen es mit dem Datenschutz nicht so genau: Die Bilder der Nutzer werden unverschlüsselt übertragen. Alles kein Problem, findet das Unternehmen - die Bilder seien eh öffentlich. Trotzdem soll es bald Abhilfe geben.
Und sie kommen doch noch: Apple hat die beiden letzten Versionen von MacOS gegen Meltdown gepatcht. Außerdem gibt es eine Reihe von Sicherheitslücken im aktuellen Kernel, die Patches sollten schnell eingespielt werden.
Spezifische Referrer für jeden Newsletter-Nutzer haben dazu geführt, dass Webseitenbetreiber die E-Mail-Adressen von Mailchimp-Nutzern herausfinden konnten. Das Problem wurde nach Meldung an den Anbieter mittlerweile behoben.
Das österreichische Unternehmen Denuvo ist nicht mehr selbstständig, sondern gehört jetzt zu Irdeto, einem Anbieter von Sicherheitslösungen. Gemeinsam wollen die Firmen an neuen Technologien arbeiten.
Intel startet einen zweiten Anlauf für Microcode-Updates der Haswell- und Broadwell-CPUs. Innerhalb einer Woche soll es neue Updates geben, die nicht mehr zu unkontrollierten Neustarts führen sollen.
Positionsdaten, Kontakte oder Kalendereinträge: 55 Prozent aller Android-Apps auf Google Play greifen auf personenbezogene Daten zu und kollidieren daher mit den kommenden EU-Datenschutzrichtlinien. Bereits im Februar will Google das unnötige Datensammeln von Software einschränken.
Um Admins ein stressiges Wochenende zu ersparen, werden OpenSSL-Updates künftig dienstags veröffentlicht. Außerdem gibt es nun eine Mailingliste, auf der Projektdetails unabhängig vom Code öffentlich diskutiert werden, und Github wird für das Projekt wichtiger.
Wer sich kurz über den Status der Meltdown- und Spectre-Patches informieren will, der muss nicht unbedingt den aufwendigen Weg über die Powershell unter Windows gehen. Mit zwei kleinen Werkzeugen lassen sich auch Rechner von Familienmitgliedern fix überprüfen. Eines kann die Patches sogar deaktivieren.
Das US-Unternehmen Hacker One hat aktuelle Zahlen vorgestellt: Die meisten Bounties werden nach wie vor von US-Unternehmen gezahlt. Die Daten zeigen außerdem, dass das Finden von Schwachstellen für die meisten ein Nebenberuf oder Hobby ist.
Bürgerrechtler, Wirtschaftsverbände und Sicherheitsexperten unterstützen im Streit um den Zugang zu Daten auf Cloud-Servern im Ausland Microsoft. Sie warnen vor großer Rechtsunsicherheit und dem Ende der Privatheit im Netz.
Update Außenminister Sigmar Gabriel befürchtet, dass Europa technisch zwischen den USA und Asien zerrieben wird. Telekom-Chef Höttges hat schon Vorschläge parat, wo Europa seine Stärken ausspielen könnte.
Golem-Wochenrückblick Wir haben diese Woche Grund zur Ungeduld: Provider liefern fast nie die versprochene Geschwindigkeit, und die CPU-Sicherheitslücken könnten uns noch Jahre begleiten. Und das ist nicht die einzige schlechte Nachricht aus dem Security-Bereich.
Nach Angaben von Google nehmen nur sehr wenige Gmail-Nutzer die sichere Anmeldung mit einem zweiten Faktor in Anspruch. Auch Passwortmanager sind zumindest in den USA offenbar nicht weit verbreitet.
Im ersten Jahr seiner Präsidentschaft hat Donald Trump viele seiner Ankündigungen umgesetzt. Das bedeutete für die IT-Branche in den USA nicht unbedingt Gutes und lässt weitere Konflikte erwarten.
Update Anwälten, die das besondere elektronische Anwaltspostfach BeA nicht nutzen wollen, will der Kanzleizulieferer Soldan einen besonderen Service bieten: Sie sollen sich nicht selbst um Einrichtung und Abholung kümmern, sondern die Nachrichten ausgedruckt und per Briefpost zugestellt bekommen. Das ist kurios - und mit Risiken verbunden.
Eine neue Funktion in Microsofts Compiler für C und C++ soll Schutzmaßnahmen gegen eine Variante des Spectre-Angriffs in Code einbauen. Diese Vorgehen wird zwar von Intel empfohlen, hat aber offensichtlich Grenzen und wird deshalb von der Linux-Community kritisiert.
Wir haben mit einem der Entdecker von Meltdown und Spectre gesprochen. Er erklärt, was spekulative Befehlsausführung mit Kochen zu tun hat und welche Maßnahmen Unternehmen und Privatnutzer ergreifen sollten.
Die EU will ihr System zur Exportkontrolle reformieren. Das EU-Parlament will dabei auch die Ausfuhr von Überwachungstechnik stärker regulieren. Verschlüsselungstechnik soll nicht betroffen sein.
Ein soziales Netzwerk, das über die Frontkamera des iPhone X unsere Gesichtsregungen erkennt und entsprechende Inhalte anzeigt - was nach Zukunftsmusik klingt, haben vier Entwickler als Konzeptstudie auf einer Konferenz programmiert.
Derzeit haben einige Apple-Nutzer Probleme mit einem github.io-Link. Dieser kann die in iOS und MacOS integrierte Nachrichtenapp zum Absturz bringen und zu Darstellungsfehlern führen. Nutzer können über Jugendschutzeinstellungen Abhilfe schaffen.
Nur Backups zu haben, reicht im Fall einer Ransomware-Infektion nicht aus. Unternehmen brauchen auch einen Plan, wie diese im Krisenfall schnell eingespielt werden können, wie ein Krankenhaus im US-Bundesstaat Indiana erfahren musste.
Ein Unternehmen aus Italien soll hinter einer Android-Malware stecken, die seit Jahren verteilt wird. Interessant ist dabei die Vielzahl an Kontrollmöglichkeiten der Angreifer - von HTTP über XMPP und die Firebase-Dienste.
Update Wer ein Oneplus-Smartphone gekauft hat, dem wurden in den vergangenen Wochen häufig noch weitere Dinge von der Kreditkarte abgebucht - die aber gar nicht erworben wurden. Oneplus scheint derzeit selbst nicht genau zu wissen, was auf seiner Webseite Probleme macht.
Wer ein privates NAS aufsetzt, verspricht sich meist mehr Kontrolle über persönliche Daten als in der Cloud. Kritische Sicherheitslücken in Western-Digital-Geräten ermöglichen jedoch Angreifern, sich mit einem Backdoor-Account einzuloggen oder beliebig Dateien hochzuladen.
CES 2018 Eine Kreditkarte die man verlieren kann, ohne dass der Finder damit etwas anfangen kann: Das und mehr will Wallet bieten. Wir haben uns das aktuelle Modell der smarten Kreditkarte in Las Vegas angeschaut.
Der Twitter-Account des Spiegel-Chefredakteurs hat über mehrere Stunden ein Bild des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan verbreitet und sich für schlechte Nachrichten über die Türkei entschuldigt. Nach dem Hack soll der Account jetzt wieder unter Kontrolle sein.
Fehlalarm per SMS: Zahlreiche Bürger und Besucher von Hawaii dachten für rund 30 Minuten, dass ein Raketenangriff auf die Insel kurz bevorsteht. Erst dann wurde der falsche Alarm zurückgerufen - ein Mitarbeiter soll einen falschen Knopf betätigt haben.
Chelsea Manning hat sich für den US-Senat beworben. Entsprechende Unterlagen veröffentlichte die Bundeswahlkommission. Die Chancen der Whistleblowerin dürften jedoch nicht sehr gut stehen. Selbst im Falle der Wahl wäre ihr ein Platz im Senat nicht sicher.
Datendiebe haben an Geldautomaten in Deutschland 2017 wieder deutlich häufiger zugeschlagen als vor Jahresfrist. Die Kriminellen nutzten letzte Sicherheitslücken, um aus Kundendaten Profit zu schlagen. Die Branche sieht jedoch keinen Grund zur Sorge.
Golem-Wochenrückblick Wir ballern auf der CES 2018 mit der Nerf-Gun für Profis, bis das Licht ausgeht und befingern auch jede Menge andere Technik. Derweil versuchen andere Schadensbegrenzung bei Prozessoren.
Es ist wie im Fernsehduell zwischen Merkel und Schulz: Das Thema Digitalisierung hat in den Sondierungsgesprächen nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt. Das sei nur "Stückwerk", schreibt der Bitkom in einer teilweise überzogenen Kritik.